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SEO

Was ist Keyword-Dichte?

 December 6, 2020

By  Stephan Ilg

Keyword-Dichte und Ranking

Wie viele Keywords verwendest du in deinen Blogposts oder Artikeln? Platzierst du sie nur in den Überschriften oder gehst du doch weiter und verwendest sie auch in Metabeschreibungen, Title Tags und so weiter? Was ist mit Bildern und was ist mit deinem Text?Mit Sicherheit weißt du, dass Keywords die Hauptindikation deines Rankings für Suchmaschinen sind. Sie zeigen, wie wichtig dein Content für Suchanfragen ist und geben Crawlern das Indiz, dass du ein hohes Ranking verdienst. Wusstest du allerdings, dass Keyword-Dichte ebenso eine Rolle spielt?In diesem Beitrag erklären wir dir, was Keyword-Dichte bedeutet, wie du sie für deine Webseite verwendest und so erfolgreich dein Ranking beeinflusst, damit du weiterhin in den Top-Resultaten deiner Keywords zu finden bist. SEO ist schwierig? Wie zeigen dir, wie einfach Optimierung funktioniert.

1. Keyword-Dichte ‒ Definition

Ein Keyword ist eine Suchanfrage. Jedes Wort oder Phrase, die User in Suchmaschinen eingeben, zählt als Keyword. Demnach können Keywords in zwei Kategorien eingeteilt werden: short-tail (wenn sie aus ein bis zwei Wörtern bestehen) und long-tail (drei bis fünf Wörter).Keyword-Dichte (Englisch: keyword density) beschäftigt sich mit der Frage, welches Verhältnis Keywords zu deinem Hauptcontent haben sollten. Sie evaluiert, wie oft ein relevantes Keyword auf einer Webseite vorkommt, um Verbesserungsmöglichkeiten zu finden. Deswegen wird Keyword-Dichte oft als Keyword-Frequenz beschrieben, um die richtige Anzahl an Wiederholungen klarzustellen.Aber wie funktioniert das mit der Keyword-Dichte?

2. Wie wird Keyword-Dichte berechnet?

Keyword-Dichte gibt dir Aufschluss darüber, wie oft du deine Keywords in deinem Content verwendet hast. Idealerweise sollte dein Prozentsatz zwischen 1 ‒ 3 % liegen, um nicht als Spam gewertet zu werden. Manche SEO-Experten sind jedoch der Meinung, dass die Keyword-Dichte 2 % nicht überschreiten sollte. Google selbst hat keine genauen Angaben.Die Formel ist einfach anzuwenden: Du dividierst die Summe der Verwendungen eines Keywords auf der relevanten Webseite durch die Gesamtanzahl der Wörter:

Nehmen wir an, du analysierst einen Artikel, in dem das Keyword, für das du die Keyword-Dichte berechnen willst, 25 mal vorkommt. Der Artikel ist 1350 Wörter lang. Die Keyword-Dichte ergibt sich aus der Rechnung und beträgt ca. 2 %.

3. Warum ist Keyword-Dichte wichtig?

Die Disziplin der Keyword-Dichte ist eine junge. Als Google seinen Algorithmus noch nicht ausgereift hatte, war das Internet der Wilde Westen. Regeln gab es nicht und wer das Wissen hatte, nutzte es aus. Vor allem Black Hat SEO war an der Tagesordnung und Webseiten nutzten schäbige Strategien, um an den ersten Suchmaschinenpositionen zu landen.Mit der Einführung von Googles Panda-Update hat sich SEO geändert. Was früher möglich war, führt heute zur vollkommenen Verbannung von Suchmaschinen.Keyword-Dichte gehört eindeutig in diese Kategorie, da Keywords am einfachsten auszunutzen sind. Webseiten spammen Keywords oder verwenden Keyword Stuffing, um ihr Ranking zu erhöhen. Jedoch funktionieren diese Praktiken nur solange, bis Googles Algorithmus dahinterkommt.Aus diesem Grund wenden sich Unternehmen an die Studie der Keyword-Dichte, damit sie nicht Opfer von Black Hat SEO werden. Wer die Regeln kennt, hat eindeutig einen Vorteil.Obwohl die „richtige“ Keyword-Dichte nicht von Google definiert wurde, gibt uns die Berechnung Aufschluss darüber, ob wir uns weiterhin auf den Menschen oder doch auf die Maschine fokussieren. Was passiert jedoch, wenn deine Rechnung einen Wert über 5 % ergibt und du dir nun nicht mehr sicher bist, ob du dich an Strategien des White SEO gehalten hast?

4. Wie verbessere ich meine Keyword-Dichte?

Gerade weil Keyword-Dichte berechnet werden kann, ist sie anpassungsfähig. Wenn du beim Lesen deines Textes merkst, dass der Lesefluss unterbrochen wird oder deine Berechnung einen hohen Wert ergeben hat, kannst du einfache Strategien anwenden, um deinen Content wieder auf die richtige Bahn zu lenken.

4.1. Intention

Beim Schreiben deines Contents solltest du den User im Hinterkopf behalten. Wer für SEO und Suchmaschinen schreibt, publiziert keinen überragenden Content, weil er sich zu sehr auf die Maschine stützt. Was Google gefällt, muss Lesern nicht gefallen. Im Endeffekt sind es allerdings die Leser, die Stunden auf deiner Webseite verbringen und den Datenverkehr ankurbeln.Deine Intention sollte daher sein, den Leser für dich zu gewinnen. Wer für den Leser schreibt, läuft weniger Gefahr, Opfer von Keyword Stuffing zu werden.Mehr zum Thema Content findest du in unserem Artikel über Content-Optimierung.

4.2. Keyword-Variationen

Keywords existieren in verschiedenen Variationen und das kannst du ausnutzen. Gibst du zum Beispiel das Keyword „SEO“ bei Ahrefs ein, werden dir ähnliche Keywords vorgeschlagen: „SEO Check“, „SEO Agentur“ oder „SEO Optimierung“. Alle diese Variationen können für deinen Artikel interessant sein, solange sie relevant sind. Das Keyword „Senseo“ wird zwar vorgeschlagen, beschreibt allerdings ein Produkt, das für SEO irrelevant ist.Im Deutschen gibt es die Möglichkeit, Flexionsunterschiede auszunutzen. So werden Fallendungen anders geschrieben (Endungen mit -er und -en sind beide in Verwendung) oder Endungen angepasst (Fotograf, Fotografin, Fotografen, Fotografieren, …).Unterschiedliche Menschen verwenden verschiedene Wörter für Begriffe. Behalte deswegen immer deine Zielgruppe im Hinterkopf, wenn du deine Keywords auswählst. Wörter, die im medizinischen Jargon gebräuchlich sind, sind für Laien höchstwahrscheinlich uninteressant.

4.3. Keyword Clustering

Keyword Clustering beschreibt die Idee, semantisch verwandte Keywords zu gruppieren und strategisch zu platzieren. Wenn du zum Beispiel einen Blog über die Landwirtschaft betreibst, kannst du dich an verwandten Begriffen orientieren. Bauer ist ein Synonym für Landwirt und ein verwandter Begriff für Landwirtschaft ist Agrarwesen.Oftmals sind wir uns Synonymen gar nicht bewusst, aber SEO Tools können dir die Lücken zeigen, die du vielleicht noch nicht entdeckt hast. Sie zeigen dir verwandte oder ähnliche Begriffe. Beim Blick auf das Suchvolumen wird dir auch schnell klar, ob du diese Variationen verwenden willst.Wie bereits erwähnt, haben User verschiedene Suchintentionen. Sie gehören zu unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen, verwenden spezifische Ausdrücke und haben bestimmte Erwartungen. Als Creator ist es unmöglich, alle Erwartungen zu erfüllen, jedoch kannst du dich deinen Usern annähern.Genauso tickt auch Google. Schreibst du einen Artikel über die besten Restaurants in deiner Region, erwartet Google den Inhalt, der die besten Restaurants beschreibt. Schummeln und nur deine Lieblingsrestaurants beschreiben kannst du leider nicht. Schließlich hat die Suchmaschine Zugriff auf alle Bewertungsplattformen und erwartet demnach bestimmten Content.Um eine Übersicht der möglichen Keywords zu bekommen, benutzt du SEO-Tools. Wir orientieren uns zum Beispiel an Ahrefs, du kannst jedoch auch Ubersuggest oder andere Tools zurate ziehen. Wichtig ist, dass das Tool verwandte Keywords finden kann.Nehmen wir an, du willst das Keyword „Computer Hacking“ verwenden und hast bereits eine Keyword-Dichte von 2 % erreicht. Via SEO-Tools findest du ähnliche Begriffe, wie zum Beispiel Software Hacking, Ethisches Hacken und so weiter. Alle Keywords, die du via SEO-Tools findest, speicherst du in einer Listendatei (zum Beispiel Microsoft Excel).Dein Hauptaugenmerk sollte auf dem Suchvolumen und der Schwierigkeit liegen, damit du genau die Keywords benutzen kannst, die für deine Webseite relevant sind. Um noch mehr Keyword-Ideen zu bekommen, gibst du die verwandten Begriffe wieder in dein SEO-Tool ein.

5. Wie kann ich meine Keyword-Dichte überprüfen?

Obwohl du deine Keyword-Dichte selbst berechnen kannst, gibt es mittlerweile genug Tools, die diese Arbeit für dich erledigen, damit du dich auf das Wesentliche konzentrieren kannst. Wir haben hier die gängigsten Tools für dich zusammengefasst:

  • SEO Review Tools stellt seinen Keyword Density Checker kostenlos zur Verfügung. Um das Tool zu verwenden, musst du lediglich die Captcha bestätigen. Kein Account wird benötigt.
  • Sitechecker bietet einen kostenlosen Onpage SEO Check an, der mehr als nur die Keyword-Dichte untersucht. Hier erfährst du außerdem, ob deine Webseite verbessert werden könnte. Die kostenlose Variante ist an Warteschlangen gebunden, deswegen kann es zu manchen Tageszeiten zu Warteperioden kommen.
  • Der Keyword Density Checker von Small SEO Tools sammelt die häufigsten Keywords und gruppiert sie anhand ihrer Länge. Das Tool analysiert auch unpublizierten Text.
  • Alexa, ein Teil von Amazon, bietet ein kostenpflichtiges Tool mit Testperiode an. Der Alexa On-Page SEO Checker sammelt mehrere hilfreiche Onpage SEO Tools am selben Fleck.

6. Fazit

Keyword-Dichte ist eine wichtige Disziplin der Suchmaschinenoptimierung, die guten Content noch besser macht. Mithilfe der Formel lässt sich einfach erkennen, ob Content bearbeitet und verbessert werden muss. Da sich Googles Algorithmus ständig verändert, können wir annehmen, dass sich die ideale Keyword-Dichte mit ihm verändert. Um auf der sicheren Seite zu sein, solltest du eine Keyword-Dichte von ungefähr 2 % anpeilen.

Stephan Ilg


Stephan ist Experte für Onlinemarketing, Diplomjurist und Unternehmer. Neben seiner Onlinemarketing-Tätigkeit ist er Dozent für E-Commerce und Medienrecht an der Hochschule Fresenius. Seine Arbeitssprachen sind Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und Portugiesisch.

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