User Signals für SEO einfach erklärt

Mrz 21, 2024 Eva Wild

Hast du im Zusammenhang mit SEO schon einmal etwas von User Signals gehört? Ein jeder weiß, dass wir im Internet ständig unsere Spuren hinterlassen, man könnte es auch einen virtuellen Fußabdruck nennen. Teil dessen sind die User Signals. Doch wie kannst du diese für deine Website nutzen?

Wer sich für SEO interessiert, sollte sich auf jeden Fall auch mit User Signals auseinandersetzen! Die wichtigsten Informationen haben wir dir im Folgenden zusammengestellt.

Was sind User Signals?

User Signals sind die Signale, die jeder durch die Nutzung einer Website auslöst. Auf Deutsch werden sie auch Nutzersignale genannt. Diese werden von den Suchmaschinen wie Google registriert und beurteilt. Deine Aktivitäten, ob du etwa tiefer scrollst oder die Website schnell verlässt, werden erfasst: Sie spiegeln deine
User Experience wider. Deshalb sind die Google Signals auch ein sehr wahrscheinliches Kriterium für das Ranking auf der Search Engine Result Page (kurz: SERP).

Wieso sind User Signals für SEO so wichtig?

Da die User Signals einen ziemlich sicheren Rankingfaktor innerhalb der geheimen Kriterien von Google und Co darstellen, sind sie ein guter Anhaltspunkt. Das Ziel von SEO-Maßnahmen ist es, deine Website möglichst weit oben auf der SERP anzuzeigen. Denn dort klicken die meisten User. 

Die Art und Qualität der User Behavior Signals lassen wertvolle Schlüsse über die
User Experience zu. Ist diese positiv, würdigt Google das mit einer besseren Ranking-Platzierung! Unser gemeinsames Ziel ist es, mit SEO-Maßnahmen die User Experience und damit die User Signals zu verbessern! 

Welche Arten von User Signals gibt es?

Wie du dir sicher schon vorstellen kannst, gibt es viele verschiedene Arten von Nutzersignalen. Mit jedem Website-Besuch sendest du eine Vielzahl von Google Signals aus. Betrachten wir diese im Gesamtbild, geben diese eine Idee über das Nutzerverhalten auf deiner Website.

Verweildauer

Die Verweildauer beschreibt, wie lange die User auf deiner Website bleiben. Sie wird auch Time On Site genannt. Grob gesagt: Es hat positive Auswirkungen auf das Ranking, je länger ein User auf deiner Website bleibt. Es kann für interessante und fesselnde Inhalte sprechen, aber leider auch für schlechte Usability. 

Doch wie kannst du erkennen, ob der User lange interessiert deine Artikel gelesen hat oder ewig warten musste? Dafür ist es wichtig, die Verweildauer in Zusammenschau mit den anderen User Behavior Signals anzusehen, wie etwa der Scrolltiefe.

Scrolltiefe

Mit der Scrolltiefe wird gemessen, wie tief die User auf deiner Website gescrollt haben. Also natürlich gleichzeitig, ob der Content ihr Interesse weckt und sie bis zum Ende der Seite weitergelesen haben.

Es gilt: Je tiefer die User auf deiner Website scrollen, desto besser. Dafür musst du auf deiner Website gleich mit den ersten Inhalten, also den Inhalten "Above the fold", überzeugen.

Wiederkehrende User

Wiederkehrende User sind Nutzer, die deine Website nach ihrem ersten Besuch erneut aufsuchen. Sie kommen also immer wieder auf deinen Content zurück. Einen sichereren Beweis für Zufriedenheit gibt es kaum! Der Algorithmus der Suchmaschinen registriert auch dieses Signal und das wirkt sich positiv für deine Platzierung im Ranking aus. 

Illustration einer enttäuschten Frau mit Laptop, der einen Fehler anzeigt, konzeptuell für Nutzersignale

Klickrate

Die Klickrate oder auch Click-Through-Rate (CTR) beschreibt das Verhältnis von der Anzahl der Klicks zur Anzahl der Impressionen. Anders gesagt: wie oft ein Suchergebnis angezeigt wurde in Relation zu wie oft es tatsächlich angeklickt wird. Das bedeutet für dich: je höher die CTR deiner Website, desto besser! Mit der Klickrate kann Google die Absichten der Nutzer erkennen und analysieren.

Absprungrate

Die Absprungrate (auch: Bounce Rate) zeigt, wie viele User deine Website wieder verlassen, ohne sich durch weitere Unterseiten geklickt zu haben. Auch dieses Signal kann für Google unterschiedliche Bedeutungen haben:

Zum einen könnte eine hohe Absprungrate bedeuten, dass der Content nicht gut aufbereitet ist oder es lange Ladezeiten gibt. Zum anderen kann eine hohe Bounce Rate genauso heißen, dass die Website sehr klaren und schnell erschließbaren Content bietet. Folglich konnte der Kunde schnell finden, wonach er suchte. Dies zeigt erneut, wie wichtig es ist Google Signale in Relation zu sehen.

RTS-Rate

Die Return-to-SERP-Rate (oder kurz RTS-Rate) ist die Anzahl von Nutzern, die nach ihrem Website-Besuch zu ihrer vorherigen Suchanfrage zurückkehren. Gründe dafür könnten zum Beispiel nicht ausreichende Informationen auf der angeklickten Website sein. Insgesamt ist eine hohe RTS-Rate negativ zu betrachten, aber vermutlich gibt es dabei auch einen zeitlichen Faktor. Wenn du nach einem längeren Zeitraum zu deiner Suche zurückkehrst, wertet Google das Signal nicht allzu negativ.

Wie misst man Nutzersignale?

Nachdem du jetzt vieles über die verschiedenen Arten von Nutzersignalen gelernt hast, fragst du dich sicher: Welche Tools kann ich zur Messung der User Behavior Signals nutzen? Google stellt dir hierfür zwei kostenlose Tools zur Verfügung. Mit diesen kannst du auf allerlei Daten bezüglich der verschiedenen User Signals zugreifen.

Mit der Google Search Console kannst du die Klickrate analysieren.

Darüber hinaus bietet dir Google Analytics Einblick in die Absprungrate, die Aufenthaltsdauer und die wiederkehrenden User auf deiner Website.

Analyse-Dashboard zeigt Pageviews und durchschnittliche Seitenansichtsdauer, um User Signals zu messen

5 Tipps, um User Signals zu beeinflussen

Hier findest du unsere 5 Tipps, um auf die Google Signals einzuwirken und damit gleichzeitig die User Experience auf deiner Website zu steigern. Beachtest du im besten Fall alle zusammen, sollte es ein Leichtes für dich sein, positive User Signals einzusammeln!

1. Content-Optimierung

Biete guten und qualitativ-hochwertigen Content für deine User. Nur, wenn deine Website einen Mehrwert bietet, lockst du neue User an! Eine klare Struktur, interessante Inhalte und das Einbinden von verschiedenen Content-Elementen überzeugen die User – und das wiederum hat positiven Einfluss auf die User Signals!

Expertentipp: 

Guter Content = gute User Experience = positive User Signals
= steigendes Ranking

2. Technische Optimierung

Natürlich sollte deine Website auch technisch optimal laufen. Schnelle Ladezeiten sind enorm wichtig. Achte daher darauf, deine Website ständig auf dem neuesten technischen Stand zu halten. Auch deine unterschiedlichen Content-Elemente dürfen die Ladezeit nicht hemmen, verwende zum Beispiel nicht allzu große Datei-Formate.

3. Mobile Optimierung

Deine Website benötigt ein Responsive Design: Sie muss sowohl auf einem Computerbildschirm als auch auf einem Handy-Bildschirm optimal funktionieren. Heutzutage sind die meisten Menschen mit einem Smartphone unterwegs. Daher ist es unerlässlich, dass deine Website auch ganz bequem mobil nutzbar ist. Ansonsten läuft sie Gefahr, allein deswegen niedriger zu ranken.

4. Snippet-Optimierung

Als Snippets werden die Meta-Titel und die Meta-Beschreibung eines Artikels bezeichnet. Sie tauchen bei den Suchergebnissen von Google auf – sie sind der erste Eindruck, den die User von deinem Artikel haben. Folglich muss dein Snippet passend zum Content und ansprechend gestaltet sein. Nur mit optimalen Snippets sammelst du positive Google Signals in Form einer steigenden Klickrate!

5. Social Signals

Schließlich solltest du auch die Social Signals nicht außer Acht lassen, wenn du positiven Einfluss auf die User Signals verüben möchtest. Teilen deine User deine Inhalte auf Social Media, gewinnst du an Reichweite und ziehst noch mehr User an! Mache es den Besuchern deiner Website leicht, deine Inhalte zu teilen. Du kannst unter anderem Schaltflächen dafür einfügen. Es spielt dir in die Karten, wenn du auch die anderen Tipps beachtet hast. So lädt ansprechender und qualitativer Content sehr zum Teilen ein.

Aufnahme eines Computerbildschirms mit "Analytics" Tab

Fazit: User Signals als SEO-Maßnahme

User Signals sind als SEO-Maßnahme nicht wegzudenken. Wie du spätestens nach diesem Artikel weißt, ist das Hauptziel von SEO, das Ranking deiner Website bei Google zu erhöhen.

Mithilfe der Google Signale können wir die User Experience analysieren und zielgerichtet verbessern. Das hat einen positiven Einfluss auf das Ranking der SERP, denn Suchmaschinen möchten Websites mit zufriedenen Usern hervorheben. Durch punktgenaue Optimierungen auf allen Ebenen kann sich deine Website im Ranking hervortun.

FAQ

Was sind Social Signals?

Für Social Signals wird der Content einer Website angepasst auf Social Media veröffentlicht oder verlinkt. Damit erringt die Website mehr Aufmerksamkeit und lockt neue User an. Die User Signals auf der Website werden also mit einer starken Reichweite auf Social Media verbessert. Durch Likes, Shares und schließlich Usern, die den Links folgen, wird der Traffic auf der Website erhöht. Es liegt nicht offen, wie groß der Einfluss der Reichweite auf Social Media auf das Ranking ist. Jedoch ist es eine wertvolle Maßnahme zur Steigerung der Präsenz, insbesondere wenn sie gemeinsam mit den anderen User Signals genutzt werden.

Sind User Signals ein Rankingfaktor?

Sehr wahrscheinlich sind User Signals ein Rankingfaktor. Die Rankingfaktoren von Google und Co sind grundsätzlich geheim, aber sicherlich ist eine positive User Experience eine wichtige Komponente. User Signals, besonders in Zusammenschau, sind ein sehr klarer Indikator für zufriedene Nutzer und damit ein wichtiger Anhaltspunkt für die verschiedenen Suchmaschinen.

Was macht eine gute User Experience aus?

Deine Website bietet eine gute User Experience, wenn sie guten Content in einer nutzerfreundlichen Umgebung zeigt. Dazu gehören unter anderem eine gute Struktur, Responsive Design und schnelle Ladezeiten. Deine Inhalte sollten qualitativ hochwertig sein und einen Mehrwert für den User haben. Eine gute Nutzererfahrung übersetzt sich wiederum in positive User Signals.

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