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Social Media

Social Media Plan: So erstellst du 2020 einen effektiven Social Media Redaktionsplan

 Juni 28, 2020

By  Fabio Hildenbrand

Studien beweisen, dass Menschen, die Projekte und Kampagnen proaktiv planen, eine 356% höhere Erfolgswahrscheinlichkeit haben, als solche, die „einfach drauf los“ und ohne Struktur agieren. Organisation und Planung verhelfen deiner Arbeit zu besseren Ergebnissen und  Social Media Redaktionspläne sind eines der besten verfügbaren Instrumente, um dich dabei zu unterstützen.

Du hast dich dazu entschlossen, mit deinem Unternehmen auf denen für dich relevanten Plattformen vertreten zu sein, aber von einem Social Media Redaktionsplan hörst du gerade zum ersten Mal? Dann solltest du weiterlesen, um zu erfahren, was so einen Plan ausmacht, welche Vorteile er bringt und worauf du beim Posten von Content achten solltest! 

1. Was ist ein Social Media Redaktionsplan?

Redaktionspläne für soziale Medien sind Vorlagen, mit denen alle Beiträge im Voraus erstellt und strukturiert werden können. Sie werden verwendet, um zu planen, wann welche Inhalte freigegeben werden, und werden genutzt, um Kampagnen zu verwalten und Termine zu koordinieren. Ein Redaktionsplan kann sehr detailliert sein, oder aber auch minimalistisch gehalten werden und lediglich einen kurzen Überblick über Planung und Kommunikation geben. 

Ein Social Media Plan kann in drei verschiedenen Formaten genutzt werden:

Auf Papier, als digitale Tabelle oder mithilfe von Software-Diensten.

  • Papier-Kalender: Der Old-School-Ansatz für diejenigen, die handgeschriebene Organisation bevorzugen.
  • Excel-Tabelle: Ein kostengünstiger Weg, um deine Posts am PC im Voraus zu planen, ist die einfache Erstellung einer Excel-Tabelle.
  • Software-Dienstleistungen: Die professionelle Option mit leistungsstarker Automatisierung und zeitsparenden Funktionen.

Einfache Tabellen (Beispiel in Kapitel 3) sind eine gute und Lösung, vor allem wenn du noch am Anfang stehst. Sobald deine Social-Media-Marketing-Aktivitäten jedoch größere Ausmaße annehmen und du mit deinem Unternehmen auf verschiedenen Kanälen gleichzeitig unterwegs bist, kann eine ganzheitliche Software, wie zum Beispiel Buffer, Hootsuite oder Sprout Social eine bessere Option darstellen.

2. Warum überhaupt planen? – Vorteile eines Social Media Plans

Auch wenn Posts vieler erfolgreiche Social Media Accounts spontan wirken, kannst du davon ausgehen, dass hinter dem Account ein gut durchdachter Plan steht, sowie sehr wahrscheinlich auch Mitarbeiter, die sich um die strategische Umsetzung kümmern. Social Media Pläne sind ein unverzichtbares Organisationswerkzeug und die Basis für eine erfolgreiche Online-Vermarktung.  Zudem bringt ein solcher Redaktionsplan zahlreiche Vorteile mit sich: 

  • Einen klaren Blick: Durch einen Plan entwickelst du genauere Vorstellungen von deinen Projekten und Aufgaben.
  • Fokussierung: Du kannst konzentrierter deine Ziele verfolgen und Ablenkungen vermeiden.
  • Effizienz: Durch die gedankliche Vorbereitung wirst du deine Zeit effektiver nutzen können.
  • Einfälle: Beim Planen werden dir oft neue Einfälle zu relevanten Themen oder zu einer noch effizienteren Durchführung kommen.
  • Entlastung: Durch Planung und deren Verschriftlichung wird dein Gehirn entlastet und dir bleibt mehr kognitive Energie für alles andere. 
  • Die Kontrolle behalten: Vor allem wenn du mehrere Social Media-Accounts betreibst, kann dies schnell in ein Chaos ausarten und deine Effizienz zunichte machen. Ein Plan hilft dir dabei, die Kontrolle zu behalten.
  • Sich selbst zur Rechenschaft ziehen: Social Media Redaktionspläne eignen sich hervorragend zur Festlegung von Fristen. Wenn Deadlines flexibel sind (oder gar nicht erst existieren), ist es leicht, sie hinauszuzögern. Wenn du aber einen Plan erstellst, gibt es keine Ausreden mehr und die kontinuierliche Arbeit kann beginnen!
  • Zeit sparen: Durch einen Redaktionsplan wirst du deine Zeit nicht nur effizienter nutzen, sondern die Arbeit kann auch an andere Mitarbeiter abgegeben werden, welche sofort einen genauen Überblick über das Projekt und anfallende Aufgaben bekommen. So bleibt dir Luft für andere wichtige Aufgaben.

3. Redaktionsplan Social Media Beispiel

Im Folgenden siehst du einen beispielhaften Redaktionsplan für ein Reise-Account auf Instagram. Minimalistisch, übersichtlich und ganz einfach selbst erstellt, umfasst dieser Social Media Plan das tägliche Thema für den Feed, die Bildquelle und den Inhalt für die Story. Je nach Account kannst du natürlich auch weitere Details wie genauen Zeitpunkt der Posts, verlinkte Websites usw. hinzufügen. 

Zu den Inhalten deines Social Media Plans können folgende Punkte zählen:

  • Das Thema des/der nächsten Posts
  • Die Art des Contents für den jeweiligen Tag (Bild, Video, Meme, Zitat, GIF usw.)
  • Wer für die Erstellung des Contents zuständig ist (bei Teamarbeit können zudem
  • Farbcodes helfen, um die Aufgabenbereiche einzelner Mitarbeiter zu definieren)
  • Deadline, bis wann der Content fertiggestellt sein muss
  • Auf welchem Social Media Kanal der Content veröffentlicht werden soll
  • Name der letzten Person, die den Content nochmals prüft und vor der Veröffentlichung freigibt

4. Redaktionsplan Content: Planung deiner Content-Strategie

Bevor du anfängst, Inhalte zu teilen, musst du natürlich erst einmal welche erstellen. Dafür gilt es zu überlegen, welchen Content du kreieren möchtest, wie du ihn zusammenfügen möchtest und welchem Zweck er dienen soll. Bei der Beantwortung dieser Fragen hilft dir eine Content-Strategie. Auf einer sehr grundlegenden Ebene beinhaltet dieser Prozess die Festlegung einiger Dinge:

  • Zentrale thematische Schwerpunktbereiche: Auf welche Themen möchtest du dich konzentrieren? Welche Probleme möchtest du lösen, welche Lösungsansätze vorschlagen?
  • Kanäle: Für welche Plattform möchtest du deine Inhalte erstellen und austauschen?
  • Inhaltstypen: Blog-Einträge, E-Mail-Newsletter, soziale Kampagnen, Videos und so weiter.

Unterschiedliche Arten von Content schneiden logischerweise in verschiedenen sozialen Netzwerken unterschiedlich gut ab. Das bedeutet, dass du nicht unbedingt überall mitmischen musst, um erfolgreich zu sein, und dass du nicht gleich jeden Kanal in deinen Redaktionsplan aufnehmen solltest. Für welche Kanäle du dich Letzen Endes entscheidest, hängt davon ab, welche Arten von Inhalten du erstellst, auf welche Themen du dich konzentrieren möchtest, wo dein Publikum am aktivsten ist usw.  

5. Wie bekomme ich Inspiration und Ideen für neuen Content?

Jeder Content beginnt mit einer Idee, und von denen wirst du viele brauchen, um deinen Redaktionsplan zu füllen. Eine Möglichkeit, schnell tonnenweise Ideen zu generieren, ist ein 30-minütiges Brainstorming (entweder im Meeting oder alleine). Das Ziel besteht darin, so schnell wie möglich, viele Ideen aus dem Kopf in deinen Social Media Plan zu bekommen.

Und so funktioniert es:

  • Nimm dir zehn Minuten Zeit, um alle möglichen Themen für neuen Content auf Post-It-Zetteln aufzuschreiben. Schreibe dir so viele Ideen auf, wie dir spontan einfallen.
  • Verbringe weitere zehn Minuten damit, diese Ideen auf einer Drei-Punkte-Skala zu bewerten. 3 Punkte bedeuten ein „Volltreffer“, 2 Punkte bedeuten „vielleicht“ und 1 Punkt sind die Ideen, die du doch wieder verwerfen möchtest. 
  • Beende die Session damit, in weiteren 10 Minuten die „Volltreffer“-Ideen (3 Punkte) durchzugehen und zu überlegen, wie diese Themen ausgebaut werden könnten. 

Weitere Anregungen, um Content zu erstellen, kannst du aber auch durch übergeordnete Ereignisse wie Feiertage, Events oder aktuelle Nachrichten bekommen: 

  • Relevante historische Tage wie z.B. die deutsche Wiedervereinigung
  • Wichtige Events des Jahres wie z.B. die WM, die Oscars usw.
  • Relevante Events aus der eigenen Branche
  • Inoffizielle Thementage wie „Tag des Kindes“, „Tag des Bieres“ usw.
  • Aktuelle Ereignisse und News rund um die eigene Branche
  • Jubiläum der eigenen Firma oder Danksagung zwecks erreichter Anzahl an Followern 

6. Wie oft sollte ich Content posten?

„Wie oft sollte ich auf Social Media posten?" ist eine der häufigsten Fragen, die beim Planen des eigenen Contents auftritt. Auch wenn du dich vor allem am Anfang mit dieser Frage konfrontiert siehst, so schlagen sich auch erfahrene Blogger und Marketing-Experten noch mit dem Thema: „Was sind die idealen Faktoren für einen Post?“ herum. Auf die Frage nach der idealen Häufigkeit deiner Posts gibt es also keine eine richtige Antwort. Die beste Herangehensweise ist es jedoch, einige Daten aus der Forschung zu verwenden und dann diese Zahlen, je nach individuellen Ergebnissen, anzupassen. Hier einige forschungsbasierte Richtwerte für den Anfang:

  • Facebook: Facebook ist ein „low volume/high value“ Netzwerk, was bedeutet, dass es hier auf Inhalt und nicht auf Masse ankommt. Anzahl an Posts: Mindestens 3 Mal pro Woche; Maximal 10 Mal pro Woche.Qualität geht hier über Quantität.
  • Twitter: Twitter ist ein „high volume/low value“ Netzwerk, was bedeutet, dass es hier schnelllebiger zugeht und mehr Inhalte gepostet werden können und sollen. Teile eigens erstellte Inhalte oder Inhalte aus anderen Quellen, aber achte darauf, dass der Inhalt für deine Follower auch relevant und interessant ist. Anzahl an Posts: Mindestens 5 Mal pro Tag; Keine Grenze nach oben gegeben. Hier geht Quantität über Qualität. 
  • LinkedIn: Hier handelt es sich wieder um ein „low volume/high value“ Netzwerk. Es gilt also, den Feed nicht mit Content zu überschwemmen, sondern für dein Business und deine Industrie relevante und gut durchdachte Inhalte zu teilen. Anzahl an Posts: Mindestens 2 pro Woche; Maximum 5 pro Woche. 
  • Pinterest: Bei Pinterest hast du es mit einem „high volume/high value“ Netzwerk zu tun. Um in der Masse an täglichen Posts gefunden zu werden, muss dein Content nicht nur relevant und interessant sein, sondern auch mit den richtigen Keywords unterfüttert werden. Anzahl an Posts: Mindestens 5 pro Tag; Maximal 10 pro Tag. Große, qualitativ hochwertige Bilder sind extrem wichtig, um im Pinterest Feed hervorzustechen. 
  • Instagram: Auch Instagram ist ein „low volume/high value“ Netzwerk, weshalb du auf qualitative hochwertige Bilder und gut strukturierte und informative Captions achten solltest. Anzahl an Posts: Mindestens 3 pro Woche; Maximal 3 pro Tag. Dies gilt natürlich nicht für die Story, welche täglich mehrere Posts beinhalten sollte, die idealerweise auch auf neue Posts deines Feeds und das aktuell behandelte Themengebiet aufmerksam machen. 
  • TikTok: Bei TikTok handelt es sich wieder um „high volume/low value“ und es kommt hier besonders darauf an, kurze und knackige Videos hochzuladen, die in der Masse an übrigen Posts schnell die Aufmerksamkeit auf sich ziehen, User unterhalten und zum Teilen animieren.  Anzahl an Posts: Mindestens 1 pro Tag, Maximal 5 pro Tag.

Egal für welche Postingfrequenz du die im Endeffekt entscheidest, es ist wichtig, dass du diese immer durchziehen kannst – auch wenn du gerade mit anderen Sachen beschäftigt oder im Urlaub bist. Ziel ist es also, mit Hilfe deines persönlichen Social Media Plans einen Rhythmus zu finden, der einerseits deinen Followern gefällt und andererseits auch gut für dich machbar ist. 

7. Fazit

Noch nie war es für Unternehmen so wichtig, eine gute Online-Präsenz zu haben, denn die Konkurrenz ist groß und Konsumenten werden täglich mit über 5000 verschiedenen Werbereizen überflutet. Somit ist es immens wichtig, dass dein Unternehmen via Social Media mit bestehenden und potentiellen Kunden in ständigem Kontakt steht und Leuten im Gedächtnis haften bleibt. Ein Social Media Plan hilft dir nicht nur beim Planen und Strukturieren deiner Posts, sondern gewährleistet dir auch Kontinuität, welche ausschlaggebend für deinen Erfolg ist! 

Expertentipp: 

Wenn Du wissen willst, wie Du eine sinnvolle Social Media Strategie aufbaust, empfehlen wir Dir unseren Beitrag zur Social Media Strategie.

Fabio Hildenbrand


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