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Social Media

Social Media Marketing Beispiele: 5 Casestudies

 Juni 19, 2020

By  Stephan Ilg

Social Media Marketing Beispiele:
5 Casestudies

Die Ära der Social Media hat zu einem Umdenken in unserem Kauf- und Denkverhalten geführt. Unsere Einkäufe erledigen wir nun hauptsächlich über das Internet und, um fernzusehen, schalten wir schon lange nicht mehr den Fernseher ein. Die Welt befindet sich mitten im digitalen Wandel und wer in dieser Welt bestehen will, muss abenteuerlustig und kreativ sein. 

 Social Media Marketing ist ein Beispiel, wie Unternehmen User erreichen und neue Zielgruppen ansprechen können. In diesem Artikel zeigen wir euch fünf Beispiele von Social Media Marketing, die besonders kreativ mit ihrem Medium agiert haben.

Expertentipp: 

Wie ihr euer Social Media Konzept planen könnt, erfahrt ihr in unserem Artikel Social Media Konzept.

1. Die Social Media Marketing Definition

 Aus der Arbeit mit Social Media hat sich eine komplett neue Branche entwickelt – das Social Media Marketing. Gleich wie herkömmliches Marketing hat Social Media Marketing das Ziel, Unternehmen mit potenziellen Konsument/innen zu verbinden.
Bei Social Media Marketing heißt das konkret, dass der Datenverkehr auf Webseiten beeinflusst wird, dass mit Followern kommuniziert und auf deren Wünsche eingegangen wird und dass Inhalte für die Kanäle der Wahl erstellt beziehungsweise publiziert werden. 

Warum Social Media Marketing? Wer seine Präsenz im Internet verstärken will, muss zwangsläufig auf Social Media Marketing zurückgreifen. 

Expertentipp: 

Ihr sucht noch nach eurer Social Media Marketing Strategie? Lest doch unseren Artikel Social Media Strategie.


2. Social Media Marketing Beispiele

 Habt ihr schon einmal auf einen Link geklickt, der nicht dorthin geführt hat, wo er eigentlich sollte? Heinz ist hierbei in ein Fettnäpfchen getreten, als die Firma für eine Marketingkampagne einen QR-Code teilte, der eindeutig nicht zur richtigen Webseite führte.

Das Unternehmen ist mit diesem Fehler allerdings definitiv nicht alleine. Wir haben sie alle erlebt, die furchtbaren und langweiligen Kampagnen, die für viele Unternehmen schädlich waren. Negative Erlebnisse bleiben uns als Konsument/innen stets länger in Erinnerung.

Was ist aber mit besonders überraschenden Konzepten? Welche Unternehmen haben sich als besonders kreativ herausgestellt und somit neue Kundschaft angelockt? Wir zeigen euch hier unsere 5 Social Media Casestudies, die euch inspirieren werden. 


2.1 Starbucks, #foodporn

 Starbucks hat in den letzten Jahren einige erfolgreiche Kampagnen ins Leben gerufen. Es ist allerdings die clevere Art, wie das Unternehmen Social Media Marketing verwendet, die es erst so richtig berühmt gemacht hat. Starbucks nutzt nämlich gewieft die neuesten Trends aus. Wohl am bekanntesten den Hashtag „foodporn“, mit dem User Bilder zu glorreichen Nahrungsmitteln teilen.

 So kreierte das Unternehmen mehrere Getränke, die alleine den Zweck der Vermarktung erfüllten. Dazu gehörten der „Unicorn Frappuccino“, der aufgrund seines Geschmacks verhöhnt wurde, allerdings trotzdem tausendfach im Internet abfotografiert wurde, und der „Pumpkin Spice Latte“, der ein Jahr nach seiner Premiere mit einem Wettbewerb beworben wurde.

Wer Inhalte von Starbucks auf Facebook am meisten teilte, konnte Punkte für die Heimatstadt sammeln und somit dabei helfen, den Verkauf des heißgeliebten Getränks eine Woche früher in der eigenen Stadt zu erzielen. Die Kampagnen garantierten, dass über Starbucks überall in den USA gesprochen wurde.

 Das Nutzen von Trends ist deshalb so erfolgreich im Social Media Marketing, weil es das Suchverhalten von Menschen berücksichtigt. So sucht Social Media Marketing via SEO (Search Engine Optimization) nach Schlüsselwörtern, die Menschen begeistern. Durch das Verbreiten von Hashtags über Twitter oder Instagram kann ein Unternehmen danach erreichen, dass immer mehr Menschen die Inhalte sehen.

2.2 Einkaufen auf Instagram

Ist euch schon einmal aufgefallen, dass Postings auf Instagram eine kleine Einkaufstüte in der rechten Ecke aufweisen? Das ist die neue Strategie, mit der Unternehmen auf Instagram Geld verdienen. Sie posten Bilder ihrer Produkte und teilen diese auf der eigenen Seite. So können Interessierte sofort auf das Foto klicken und erhalten Informationen zum Produkt ihrer Wahl.

 Was hat das mit Social Media Marketing zu tun? Ganz einfach. Nehmen wir das Beispiel H&M her. Der Instagram-Account des Unternehmens ist eine Mischung aus Videos, Einzelfotos und Fotogruppen. Nicht alle der Fotos sind mit einer Einkaufstüte gekennzeichnet. Das hat zwei Effekte: Zum einen suggeriert H&M dadurch, dass Einkommen nicht die Priorität ist.

H&M ist Teil der Community und teilt Bilder von Menschen im echten Leben. Zum anderen bewirbt das Unternehmen schonungslos die eigene Ware, indem es Usern ermöglicht, auf Fotos zu klicken und sofort den Link zur Homepage zu finden. Weil aber das Mischverhältnis zwischen Community und Business eindeutig stimmt, sind Kund/innen gerne dazu bereit, dem Konto zu folgen. Das richtige Image wird demnach erst durch das richtige Social Media Marketing ermöglicht.


2.3 Markenhumor

Death Wish Coffee ist eine Kaffeemarke, die Vermarktung etwas anderes angeht. Mit humorvollen Postings schafft es das Unternehmen, stets neue Follower für sich zu gewinnen. Dabei ist der Name des Unternehmens die perfekte Voraussetzung, um einen solchen Werbegag durchzuziehen. Das Unternehmen bekräftigt nämlich so starken Kaffee zu brauen, dass er unnatürlich sei.

Der Humor des Unternehmens hat sich zu einem Image entwickelt, dem das Unternehmen auf allen Social Media Plattformen treu bleibt. Ein Beispiel von Twitter: 

Des Weiteren zeigt das Unternehmen die Herstellung und Vermarktung seines Produkts und gewährt seinen Followern Einsicht in den Business-Alltag. Das kreiert den Eindruck einer echten Verbindung und lässt das Unternehmen persönlicher und zugänglicher erscheinen. Menschen wollen genau das: Unternehmen, die sich als Teil der Fans sehen.


2.4 User Generated Content

Sie wird immer berühmter: die Idee, Usern die Möglichkeit zu bieten, Inhalte (Content) für das eigene Unternehmen zu erstellen. Manche Unternehmen tun dies mit Wettbewerben, andere verwenden eigens dafür kreierte Webseiten, die nach Beiträgen suchen. Was andere Nutzer/innen erstellt haben, kann nur positiv auf den Rest der Follower wirken.

 Eines der berühmtesten Beispiele für User Generated Content ist Adobe, der Hersteller von kreativer Software. Die Kampagne begann mit der Definiton eines Hashtags, „Art Maker Series“, bei dem Künstler/innen aufgerufen wurden, eigene Werke zu teilen. Die besten Exemplare wurden darauf für die Vermarktung der jeweiligen Software verwendet, um deutlich zu machen, was Menschen mit den Computerprogrammen erreichen können.

Seither hat sich ein zweiter Hashtag dazu gesellt – #Adobe Perspectives. Dieser animiert zum Teilen von kreativen Werken, die die Kreativität der Programme in den Vordergrund stellen. Adobe selbst bestätigt, dass erst die Einführung der Hashtags wirklich verdeutlicht hat, was die Programme des Unternehmens eigentlich erreichen können. So haben diese oft willkürliche Titel und es ist nicht ganz eindeutig, wofür die Software eigentlich verwendet werden kann.

 User Generated Content ist somit eine einfache Methode, Interessierte anzulocken. User wollen gerade das – die Inhalte von anderen Usern sehen, um sich ein Bild des Unternehmens machen zu können. Nicht umsonst wurde amazon.com aufgrund seiner Rezensionen so berühmt, weil es Konsument/innen zum ersten Mal Macht über ihre Einkäufe gab. Vorbei sind die Tage, an denen man zwischen zwei Produkten ohne Hilfe wählen musste. Heute kann man sich auf die Beiträge von anderen Menschen verlassen. Für Unternehmen ist das natürlich die ideale Voraussetzung. 

2.5 Hellmann’s und WhatsApp

WhatsApp ist ein spezieller Fall, wenn es um Social Media Marketing geht. Oft haben Experten darüber diskutiert, ob der Nachrichtendienst eigentlich eine Social Media Plattform ist. Noch sind sie jedoch zu keinem Konsensus gekommen. WhatsApp ist genauso ein Kanal der sozialen Medien, erfüllt allerdings nicht die gleichen Bestimmungen, wie andere Netzwerke.

So meinen Experten, dass Social Media eigentlich zum Teilen/Übertragen von Daten gedacht sind, während Messenger-Dienste prinzipiell zur Kommunikation verwendet werden. Da das Beispiel von Hellmann’s so faszinierend ist, haben wir es trotz der Kontroverse in unseren Artikel eingebaut. 

 Die Kampagne ist simpel: Hellmann’s, der Hersteller von Mayonnaise, bat Konsumenten, auf einer neuen Webseite, genannt „whatscook“ die eigenen Daten in ein Formular einzutragen. Interessierte wurden danach mit teilnehmenden Köchen und Köchinnen verknüpft, um somit über WhatsApp Ideen für die Küche auszutauschen.

Meistens begann die Kommunikation damit, dass nach einem Foto des Kühlschranks gefragt wurde, um genaue Rezepte für die Konsument/innen ausarbeiten zu können. Im Endeffekt sollte mehr Mayonnaise beim Kochen verwendet und das Interesse an der Marke Hellmann’s gesteigert werden. 

Das Konzept von Hellmann’s war gerade aufgrund von WhatsApp so erfolgreich in Brasilien. Sie war persönlich und überraschend neu, weil sich andere Unternehmen noch nicht an den Messenger herangewagt hatten. Die Idee, echte Köche und Köchinnen miteinzubinden gab dem Unternehmen den Charme, den Kunden/innen in einem Messenger-Dienst erwarten. Im Endeffekt verwenden wir WhatsApp hauptsächlich, um mit Familien und Freunden zu kommunizieren.

Für Business- und Jobfragen verwenden wir immer noch E-Mails. Bei der Teilnahme an „whatscook“ war es vielen Usern gar nicht bewusst, dass sie Teil einer Marketingstrategie geworden waren und sie verbanden so positive Erlebnisse mit dem Unternehmen. Das Marketing war gewagt, aber umso erfolgreicher. Je frischer und neuer die Idee, desto mehr Erfolg kann sie bringen. 

3. Fazit

Social Media Marketing ist eine kreative Branche, in der clevere Ideen den großen Unterschied machen. Unsere Beispiele haben gezeigt, dass eurer Fantasie keine Grenzen gesetzt sind und ihr durchaus unkonventionelle Varianten austesten solltet. Seid ihr bereit, euch an den Schreibtisch zu setzen und die ersten Ideen aufs Blatt Papier zu bringen? Lasst euch doch davon inspirieren, wie ihr gerne persönlich kontaktiert werdet und überlegt euch ein komplett neues Konzept!

Stephan Ilg


Stephan ist SEO-Enthusiast, Diplomjurist und Unternehmer.

Neben seiner Arbeit als Co-Founder des Startups Backpackertrail und SEO-Brain hinter Werbepresse ist er Dozent für E-Commerce sowie Medienrecht an der Hochschule Fresenius. Seine Arbeitssprachen sind Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und Portugiesisch.

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