.st0{fill:#FFFFFF;}

SEO

Sichtbarkeitsindex

 February 23, 2021

By  Stephan Ilg

Du hast immer wieder den Begriff Sichtbarkeitsindex im Zusammenhang mit Online Marketing und SEO gehört und bist dir nicht sicher, was der Begriff so genau bedeutet?

Oder du willst die Sichtbarkeit deiner Website ermitteln und deine SEO Maßnahmen prüfen? Dann ist der Sichtbarkeitsindex das geeignete Instrument für dich.

In diesem Artikel erkläre ich dir was, der Sichtbarkeitsindex ist, wie du ihn verwendest, wie du ihn interpretierst und wie du ihn erhöhen kannst.


Sichtbarkeitsindex Datenaktualität


1. Was ist der Sichtbarkeitsindex?

Der Sichtbarkeitsindex zeigt dir an, wie sichtbar deine Domain in den Suchergebnissen von Google ist. Er ist also ein Indikator für die Sichtbarkeit deiner Website im Ranking der jeweiligen Suchmaschine. Er stellt die Standardreferenz dar, um die Position und den Wert deiner Website abzubilden. Je höher der Wert, desto höher ist die Sichtbarkeit deiner Website!

Er unterscheidet sich grundlegend von Webanalyse Kennzahlen und Instrumenten wie der Google Search Console oder Ähnlichem. Das Besondere und auch Praktische am Sichtbarkeitsindex ist, dass er eine unabhängige Metrik darstellt.

Der Traffic deiner Website kann sich zum Beispiel durch äußere Einflüsse wie die Corona Pandemie verändern. Dadurch kann dein Traffic sinken, obwohl deine SEO Strategie eigentlich gut läuft und du gute Keywords auf deiner Website eingebaut hast. Der Sichtbarkeitsindex ist von solchen äußeren Einflüssen nicht betroffen.


1.1 Wie wird er ermittelt?

Zur Ermittlung des Suchindexes deiner Website stehen dir verschiedene Tools zur Verfügung. Darunter zählen Sistrix, Xovi, SEOlytics, SEMrush, Searchmetrics und weitere. Alle diese Tools verwenden unterschiedliche Grundlagen für die Berechnung des Sichtbarkeitsindexes.

Dabei gibt es aber einige fundamentale Aspekte, die bei allen Tools gleich sind.

Alle Tools verfügen über einen großen Keyword Pool, von welchem regelmäßig die 100 höchsten Rankings ermittelt werden. Zum Ranking der Keywords ziehen die Tools weitere Werte dazu: Den Traffic der mit der Position der Keywords zu erwarten ist und auch den Traffic der allein durch die Verwendung des jeweiligen Keywords zu erwarten ist. Dadurch können die Tools entweder alle Keywords deiner Website für dich Ranken oder aber auch nur von dir individuell ausgewählte Keywords.

Beispielsweise das Tool Sistrix nutzt für die Berechnung 250 000 Keywords, von welchen ca. 10 % aktuell sind. Sie sind beispielsweise saisonal wie durch Feiertage wie Weihnachten oder durch Großereignisse wie Weltmeisterschaften oder Ähnlichem bedingt. Sistrix ist das bekannteste Tool in Deutschland zur Ermittlung des Sichtbarkeitsindexes. Es gibt eine kostenlose Version, aber um das Privileg aller Features zu genießen, kannst du diese 14 Tage kostenlos und vollkommen unverbindlich testen.

Dabei kannst du bei den jeweiligen Tools zusätzlich auch bestimmte Filtereinstellungen auswählen. Du kannst zum Beispiel das jeweilige Land und die Sprache filtern, aber auch von welchen Geräten (Mobil oder Desktop) du die Keywords gerankt bekommen willst. Darüber hinaus kannst du in bestimmte Ebenen tiefer reinbohren wie in die URL oder in die Verzeichnungsebene deiner Website. Dadurch kannst du aufschlussreichere Ergebnisse geliefert bekommen.

Möchtest du den Sichtbarkeitsindex von zwei verschiedenen Websites objektiv vergleichen, musst du diesen mit dem gleichen Tool auf beiden Websites ermitteln. Nur so kann dein Vergleich aussagekräftig sein. Weil wie gesagt – die exakten Werte der jeweiligen Tools weichen voneinander ab.  

Expertentipp: 

Achte darauf, dass nicht nur der Sichtbarkeitsindex der Desktop Version deiner Website zufriedenstellend ist. Vor allem die mobile Version der Website spielt eine immer größere Rolle. Demnach muss auch diese eine hohe Sichtbarkeit genießen. 

Datenaktualität

2. Datenaktualität und Aussagekraft

Die meisten Tools aktualisieren ihre Daten zum Sichtbarkeitsindex einmal pro Woche. Das bedeutet, dass der Wert, den das Tool dir bietet, nicht mit der Realität des Tages übereinstimmen muss. Keywords können in Rankings immer wieder wo anders platziert werden. Dabei spielen vor allem äußere Einflüsse, wie zum Beispiel ein Google Update eine große Rolle.

Da der Sichtbarkeitsindex lediglich ein Instrument zur Prüfung der SEO Maßnahmen darstellt, hat er keine Aussagekraft über den Erfolg der jeweiligen Kampagne. Ein Anstieg im Sichtbarkeitsindex bedeutet nicht zwangsläufig einen Anstieg des organischen Traffics. Der organische Traffic kann sogar sinken, wenn die Sichtbarkeit steigt und andersherum. Es besteht demnach kein bindender Zusammenhang zwischen dem Sichtbarkeitsindex und dem organischen Traffic deiner Website.

Besonders problematisch ist die Aussagekraft des Sichtbarkeitsindexes bei Nischenseiten. Diese behandeln oft sehr spezielle Themen. Daher können diese speziellen Keywords häufig nur wenig oder sogar gar nicht von dem Keyword Pool des jeweiligen Tools abgedeckt werden. Dadurch kann das Tool nur sehr wenige Keywords für die Website berücksichtigen, was enorm negative Auswirkungen auf die Berechnung ihrer Sichtbarkeit hat. Nischenseiten können in den Tools also nie eine gute Sichtbarkeit und einen guten Verlauf aufweisen. Betreibst du eine Nischenseite, dann kannst du dir deinen eigenen Projektsichtbarkeitsindex auf Basis deiner auf der Website vertretenen Keywords erstellen.

Im Gegensatz dazu ist der Sichtbarkeitsindex bei der Beobachtung der historischen Entwicklung einer Website sehr aussagekräftig. In dem Verlauf des Sichtbarkeitsindexes können die Auswirkungen verschiedener äußerer Einflüsse, wie zum Beispiel eines Google Updates oder eines Relaunches nachvollzogen werden.


3. Wie verwende ich den Sichtbarkeitsindex richtig?

Der Sichtbarkeitsindex kann keine eindeutige Aussage treffen, sondern gibt lediglich einen Nährwert an. Erst wenn du die Ergebnisse weiterer Analysen wie zum Beispiel einen Vergleich zur Konkurrenz mit einbeziehst, lassen sich eindeutige Analysen ablesen. Du solltest dir also im Hinterkopf behalten, dass der Sichtbarkeitsindex lediglich ein Blick aus der Vogelperspektive ist und keine detailreichen Aussagen über deine Website und ihren Erfolg treffen kann.


3.1 Ab wann sollte der Sichtbarkeitsindex einbezogen werden?

Wenn du wissen möchtest, ob deine Website von einem Google Update betroffen ist, dann dient dir der Sichtbarkeitsindex als Ersterkenner und gibt dir eine Antwort auf deine Frage. Anschließend musst du trotzdem eine detailreiche Feinanalyse durchführen, um das Problem beheben zu können.

Der Sichtbarkeitsindex kann dir auch dabei helfen, Probleme mit bestimmten Verzeichnissen durch Änderungen aufzudecken. Wie bereits erwähnt, hat er eine hohe Aussagekraft über die historische Entwicklung deiner Website. Deshalb hilft er dir auch bei der Bewertung des Verlaufs eines neuen Relaunches.

Da der Sichtbarkeitsindex eine der wenigen Metriken darstellt, welche unabhängig von äußeren Einflüssen sind, ist er dafür geeignet, um langfristige Trends zu erkennen. Die Erkennung der jeweiligen Trends, wie zum Beispiel ein bestimmtes Reiseziel, kann nicht durch äußere Einflüsse wie die Corona Pandemie behindert werden. Die Analyse des organischen Traffics deiner Website hingegen ist den äußeren Einflüssen ausgesetzt.

Es macht jedoch keinen Sinn, den Sichtbarkeitsindex als zentrales Element der SEO Strategie zu betrachten. Er hat keinerlei Aussagekraft über den organischen Traffic, den Gewinn und den Erfolg deiner Website. Demnach solltest du den Erfolg deiner Kampagne auf keinen Fall am Sichtbarkeitsindex messen. Außerdem sollte die Steigerung deines Sichtbarkeitsindex nicht dein Endziel sein. Sollte dein Sichtbarkeitsindex sinken, ist das demnach auch kein Grund, um in Panik zu verfallen. Deine SEO Strategie ist deshalb nicht zwangsläufig fehlgeschlagen.

Zu den Problemen mit dem Suchindex zählen zudem, dass die Tools nicht alle Suchbegriffe kennen und neue aktuelle Suchbegriffe oft nicht berücksichtigt werden. Dadurch entsteht das Praxisproblem der Suchbegriffe und des Suchvolumens der jeweiligen Tools. Außerdem zählt die Klickrate bei den meisten Anbietern nicht und Conversions werden nicht berücksichtigt. Zudem tracken die meisten Tools lediglich Google und keine anderen Suchmaschinen.

Analyse

3.2 Wie interpretiere ich den Sichtbarkeitsindex richtig?

Um den Sichtbarkeitsindex richtig zu interpretieren, solltest du dir ansehen, ob eine sichtbare Veränderung Einfluss auf wichtige KPIs („Key-Performance-Indicator“) hat. Der Sichtbarkeitsindex ist gut, um kurzfristige Probleme zu erkennen. Nach dem schnellen Erkennen deiner Probleme musst du diese umgehend durch die detaillierte Feinanalyse beheben.

Solltest du zwei Websites vergleichen wollen, musst du, wie bereits erwähnt das gleiche Tool verwenden. Außerdem musst du darauf achten, dass die Websites das Gleiche anbieten, da du sonst Schwierigkeiten mit den Keywords bekommst. Wähle dir also am besten individualisierte Keywords für den Vergleich aus.


4. Wie kann ich den Sichtbarkeitsindex erhöhen?

Um den Sichtbarkeitsindex deiner Website zu erhöhen, solltest du dich an der Anzahl der Keywords, dem Suchvolumen der jeweiligen Keywords und der Klickrate der Position orientieren. Durch das Erstellen neuer Inhalte kannst du weitere Keywords in deine Website einbringen und sie ranken. Dies verbessert das Ranking deiner Website. Ranke auch für suchvolumenstärkere Keywords.

unabhängige Metrik

5. Fazit

Der Sichtbarkeitsindex ist ein Analysetool, mit welchem du ermitteln kannst, ob das Vorhaben auf deiner Website nach Plan läuft. Er ist sinnvoll, weil er eine unabhängige Metrik darstellt und nicht von äußeren Einflüssen beeinflusst wird. So kannst du die Sichtbarkeit deiner Website ermitteln.

Er dient dir jedoch keinen Falls als Erfolgsmessung deiner SEO Strategie und hat keinen Zusammenhang mit deinem Traffic. Vielmehr liefert er dir Anhaltspunkte. Willst du den Erfolg deiner SEO Strategie auf deiner Website ermitteln, solltest du lieber den organischen Traffic oder den organischen Umsatz deiner Seite untersuchen.

Stephan Ilg


Stephan ist SEO-Enthusiast, Diplomjurist und Unternehmer. Neben seiner Arbeit als Co-Founder des Startups Backpackertrail und SEO-Brain hinter Werbepresse ist er Dozent für E-Commerce sowie Medienrecht an der Hochschule Fresenius. Seine Arbeitssprachen sind Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und Portugiesisch.

Kommentar schreiben

Your email address will not be published. Required fields are marked

{"email":"Email address invalid","url":"Website address invalid","required":"Required field missing"}