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SEO

SEO-Konkurrenzanalyse

 November 28, 2020

By  Stephan Ilg

Wettbewerb gibt es überall und er ist von entscheidender Bedeutung für unsere Gesellschaft. Denn nur durch ihn entwickeln wir uns weiter. Ob Sportler oder Unternehmen, jeder will gegen seine Konkurrenten gewinnen. Um speziell auf dem öffentlichen Markt als Firma zu bestehen, braucht man neben innovativen Ideen auf lange Sicht auch ein perfekt optimiertes Unternehmen. Dies gilt für alle Bereiche, von der Entwicklung über den Verkauf bis hin zur Kundenzufriedenheit. Auf dem Weg zum Erfolg kommt man heutzutage an einer SEO-Konkurrenzanalyse meist gar nicht mehr vorbei. Durch sie verbessert man seinen Internetauftritt und sorgt dafür, dass mehr Menschen und somit potenzielle Kunden auf einen aufmerksam werden.
In diesem Artikel zeigen wir dir, wie du deine Top-Konkurrenten identifizieren kannst. Im Anschluss wirst du erkennen, weshalb sie dir überlegen sind und wie du sie übertreffen kannst.
Zu beachten ist, dass in diesem Artikel keine spezifischen Tools oder Produkte erwähnt werden, aber die SEO-Konkurrenzanalyse ohne sie unvollständig ist! Stelle also sicher, dass du diese Tipps mit deinen bevorzugten Tools im Bereich SEO-Konkurrenzanalyse kombinierst.

1. Wer sind deine SEO-Konkurrenten?

Wer sind die Big Player deiner Branche? Das weißt du wahrscheinlich schon, aber kannst du deine wichtigsten SEO-Rivalen nennen? Es sind nicht unbedingt die gleichen. Tatsächlich könntest du mehrere Konkurrenten haben, die außerhalb deiner Nische existieren und mit denen du dich somit auseinandersetzen musst.
Zum Beispiel würde eine Bäckerei in New York, die versucht, ein Ranking für Schlüsselwörter wie „bestes Brot in New York" zu dominieren, mit anderen Bäckereien um die Ergebnisse auf der ersten Seite konkurrieren. Aber wenn diese Bäckerei auch versuchen würde, einen hilfreichen How-to-Blog zu betreiben, würde sie auch mit Verlagsgiganten wie „Food Network“ und „Taste of Home“ konkurrieren. Sie hätte eine Menge Arbeit vor sich, wenn sie in diesen SERPs (Search Engine Result Pages  deutsch: Suchergebnisseiten) die Top 10 erreichen wollte.
Folgendes gilt für jede Branche:
Deine größten SEO-Konkurrenten sind diejenigen, die auf der ersten Suchseite der von dir eingegebenen Schlüsselwörter rangieren, unabhängig davon, ob es sich um deine geschäftlichen Konkurrenten handelt oder nicht. Wenn du in mehreren Nischen tätig bist, verfügst du möglicherweise sogar über unterschiedliche Listen von Kontrahenten für jede Dienstleistung, die du anbietest. Glücklicherweise ist es einfach herauszufinden, wer deine Konkurrenten sind, indem du deine Top-Keywords in Google eingibst und die Domains deiner Hauptkonkurrenten aufschreibst (oder du gibst deine Keywords in dein Konkurrenten-Analyse-Tool ein und lässt es die ganze Arbeit für dich erledigen). Selbst wenn du ein Tool verwendest, ist es in deinem besten Interesse, auch selbst mal zu suchen, denn wenn z. B. dein Ziel-Keyword von Videos dominiert wird, solltest du wahrscheinlich ebenfalls darüber nachdenken, Videoinhalte zu erstellen. Bevor du mit der Analyse spezifischer Link-Building-Strategien oder On-Page-SEO beginnen kannst, ist es eine gute Idee, die Stärke deiner SEO-Konkurrenten einzuschätzen. Theoretisch kannst du zwar jeden Konkurrenten in jeder Nische und bei jedem Schlüsselwort schlagen, aber die Menge an Ressourcen, die für einige Keywords erforderlich wäre, macht es nahezu unmöglich. Verwenden dein SEO-Analyse-Tool, um die Gesamtstärke der Domain deiner Mitbewerber zu betrachten und dann spezifische Faktoren zu analysieren. Schreibe die Informationen auf und suche nach eventuellen Schwachstellen, die du zu deinem Vorteil nutzen kannst.


2. Suche nach neuen Keywords

Term frequency-inverse document frequency analysis (oder, weil das ein Zungenbrecher ist, die TF-IDF-Analyse) kann eine nützliche Methode sein, um deinen bestehenden Inhalt mit richtigen Schlüsselwörtern anzureichern. Verwende hierbei je nach Stärke die Keywords deiner Kontrahenten und schlage sie in diesen oder entdecke mit der TFIDF-Analyse Schlüsselwörter mit geringer Konkurrenz, die du vielleicht übersehen hast und verschaffe dir dort eine bessere Ausgangslage.
Einfach ausgedrückt, TF-IDF ist ein Maß dafür, wie oft ein Schlüsselwort auf einer Seite erscheint (Begriffshäufigkeit), multipliziert mit der erwarteten Häufigkeit, mit der ein Schlüsselwort auf einer Seite erscheint (inverse Dokumentfrequenz).
Wenn du TF-IDF analysierst, stellst du möglicherweise fest, dass die meisten Seiten mit der höchsten Bewertung für deine Zielschlüsselwörter viele ähnliche Begriffe und Phrasen aufweisen. Wenn du auf diese Begriffe abzielst, dann musst du sie entweder bei bereits bestehendem Content hinzufügen oder neue Inhalte erstellen, um deine Relevanz in den Suchergebnissen zu erhöhen. Dieses Konzept ist etwas komplizierter als jede der anderen Strategien, die wir besprechen werden, aber es kann schnell zu einem wichtigen Bestandteil der Erstellung einer umfassenden Inhaltsstrategie werden. Bei der Verwendung von TF-IDF stellten wir beispielsweise fest, dass hochrangiger Inhalt für das Stichwort „Kaffeebrührezepte" fast immer spezifische Informationen über verschiedene Kaffeebohnenmischungen, Rösttechniken und Filtertypen enthält.

3. Search for new keywords

Wenn du ein Tool verwendest, um die SEO deiner Konkurrenten auf ihrer Website zu analysieren, erhältst du eine wahre Goldgrube an neuen Informationen, mit denen du arbeiten kannst. Du wirst erfahren, wie oft sie Inhalte veröffentlichen, welche Arten von Inhalten sie erstellen und auf welche Schlüsselwörter sie abzielen. Mit den gesammelten Informationen ist es dir nun möglich, selbst Inhalte zu erstellen, welche dein SEO verbessern.

4. Backlinks

Ein anderer wichtiger Teil der Konkurrenzanalyse besteht darin herauszufinden, woher deine Konkurrenten ihre Backlinks beziehen und diese Informationen zu nutzen. Hier benötigst du ein gutes SEO-Tool für diesen Schritt, da es praktisch unmöglich ist, ihn manuell durchzuführen. Um nun gute Backlinks für deine Website zu erstellen, solltest du mit Hilfe des neu erworbenen Wissens eine Strategie erarbeiten und diese möglichst langfristig verfolgen.

5. Technische Aspekte der Website optimieren

Wichtig für unseren nächsten Punkt ist, dass Google sich sehr auf die Verbesserung des Nutzererlebnisses konzentriert hat. Fast alle wichtigen algorithmischen Änderungen, die wir in den letzten Jahren erlebt haben, trugen zu Verbesserungen bei diesem Thema bei. Schnellere Seiten und verbesserte Suchergebnisse waren nur ein Aspekt des Ganzen. Wenn deine Website langsamer als die deiner Konkurrenten ist, nicht reagiert oder nicht einfach zu bedienen ist, dann ist das etwas, das du unbedingt korrigieren musst. Optimiere deine Seitengeschwindigkeit, insbesondere bei hochwertigen Landingpages. Stelle unbedingt sicher, dass jedes Element deiner Website mit Blick auf die Suchabsicht aufgebaut ist. Achte hier auch wieder auf deine Mitbewerber. Um zu sehen, was diese mit Sicht auf dieses Thema tun, solltest du dir deren Landingpages ansehen. Wenn du feststellst, dass sie trotz einer veralteten Website oder einer schrecklichen Optimierung für mobile Endgeräte ein gutes Ranking erzielen, ist das eine gute Gelegenheit, schnell bei SERPs zu gewinnen.

6. Nutzung sozialer Medien

Die genaue Art und Weise, wie sich Social Media mit SEO überschneidet, ist heiß umstritten, aber nur wenige Optimierungsspezialisten würden bestreiten, dass es sich dabei um ein wichtiges Element jeder gesunden SEO-Strategie handelt. Das liegt natürlich daran, dass ein gutes Tool beim Thema Social Media viel mehr tut, als dich bei jedem neuen Cat-Meme, das dein Konkurrent twittert, auf dem Laufenden zu halten. Es sollte die Aufrufzahlen deiner Accounts erhöhen, wenn du Erwähnungen in sozialen Medien verfolgst und mit deinem Publikum in Kontakt trittst - insbesondere, wenn Menschen dein Produkt gezielt nutzen oder nach deinem Produkt suchen. Überwache auch die Stimmung der Benutzer, um deine Accounts zu optimieren. Google tut dies auch und es kann die Rankings sowohl positiv als auch negativ beeinflussen. Zusätzlich ist es empfehlenswert, in Erfahrung zu bringen, welche Plattformen deine Konkurrenten benutzen. Auf diesen solltest du dann nachsehen, wie oft sie neue Inhalte posten oder wie sie zusätzlich mit ihren Kunden kommunizieren. Verfolge dringend Erwähnungen und Nutzerbewertungen, damit du sehen kannst, was deine Kunden an deinem Produkt oder deiner Dienstleistung mögen - und was du besser machen könntest.

7. Was geben die Konkurrenten aus?

Wenn du alles getan hast, was du kannst, um deine Website zu optimieren, und du in den SERPs immer noch geschlagen wirst, ist es möglich, dass deine Konkurrenten dich einfach überbieten und bezahlte Traffic-Kampagnen nutzen, um Kunden zu gewinnen und Verkäufe zu generieren. Es ist unmöglich, die Ausgaben der einzelnen Konkurrenten exakt zu ermitteln, aber oft kann man grob erkennen, ob und wie viel Geld genutzt wird, um z.B. Google-Ads-Kampagnen zu schalten oder Content durch Influencer zu bewerben. Nun kannst du versuchen, dein Budget für Marketing anzugleichen und so auch einen größeren Rückstand aufholen, der oft allein aus Versäumnissen im Bereich Marketing resultiert.

8. Fazit

Jetzt, da du die Wettbewerbsanalyse in den Griff bekommen hast, musst du nur noch bei ihr bleiben. Fahre fort, kleine Verbesserungen vorzunehmen, deine Konkurrenten im Auge zu behalten und deine Ranglisten zu überwachen. Mit dieser Strategie wirst du auf Dauer Erfolg haben, denn in Zeiten, in denen das Internet immer mehr an Bedeutung gewinnt, sind auch für kleine Unternehmen inzwischen ein guter Internetauftritt und gute Social-Media-Arbeit von großer Bedeutung. Um dir dieses Geschehen zunutze zu machen, ist neben der Website auch ein gutes SEO-Ergebnis von großer Bedeutung. Denn deine Internetarbeit kann noch so gut sein, wenn deine Seite nicht besucht wird, sind dies unrentable Ausgaben.

Stephan Ilg


Stephan ist Experte für Onlinemarketing, Diplomjurist und Unternehmer. Neben seiner Onlinemarketing-Tätigkeit ist er Dozent für E-Commerce und Medienrecht an der Hochschule Fresenius. Seine Arbeitssprachen sind Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und Portugiesisch.

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