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SEO, SEO Grundlagen

Erkenne die Schwachstellen deiner Website mit einem SEO Audit

 Januar 21, 2021

By  Stephan Ilg

1. Was ist ein SEO-Audit?

 Du hast viel Arbeit und Mühe in den Aufbau deiner Website gesteckt. Jetzt möchtest du natürlich auch, dass sie weit oben in Googles Suchergebnissen erscheint. Stattdessen findest du deine Website allerdings irgendwo auf Seite zwei oder drei wieder? Dann solltest du das schnell ändern! Doch wo solltest du am besten beginnen? Wenn du vor dieser Frage stehst,  kann dir ein SEO-Audit helfen.

Ein SEO-Audit, oder auch Webseiten-Audit genannt, bezeichnet die Überprüfung einer Website nach den wichtigsten SEO-Kriterien. Oft wird ein SEO-Audit durchgeführt, wenn das SEO einer Website verbessert werden soll. Auch bei Websites, die noch überhaupt nicht für Suchmaschinen optimiert sind, bietet es sich an, erstmal ein Webseitenaudit durchzuführen. 

Dadurch werden Schwachstellen im SEO einer Website herausgefunden und Möglichkeiten aufgezeigt, um diese Schwachstellen zu beheben.

 

2. Wie sieht ein SEO-Audit aus?

Je nachdem wie der Schwerpunkt gesetzt ist, können SEO-Audits unterschiedlich aussehen. Das hängt davon ab, ob eher technische Aspekte, wie zum Beispiel Crawling-Fehler, inhaltliche Aspekt oder die User-Experience im Fokus stehen. 

Eines sollten jedoch alle SEO-Audits gemeinsam haben: Sie erkennen die Schwächen einer Website und zeigen, wie man diese mit dem optimalen Einsatz möglichst weniger Ressourcen beheben kann.  

Gute Audits legen dabei den Schwerpunkt auf den Aspekt, der die Website am stärksten beeinflusst und daher am dringendsten verbessert werden muss. 

Hier ein Beispiel: Du lädst regelmäßig ansprechenden und qualitativ hochwertigen Content auf deiner Website hoch. Zudem ist dieser, wie auch deine komplette Website, sehr übersichtlich strukturiert. Das machst du also schon mal super! Allerdings dauert es einfach ewig, bis deine Website vollständig geladen hat. Viele deiner Besucher werden jedoch leider nicht warten, sondern deine Seite direkt wieder verlassen. Das stellt natürlich ein großes Problem dar. 

Hier sollte also vor allem der technische Aspekt im Fokus deines Webseitenaudits stehen. Für den Erfolg deiner Website ist es essenziell, dass die Seitengeschwindigkeit verbessert wird! Jedoch darf dein Webseitenaudit auf keinen Fall die Faktoren Content und Struktur vernachlässigen. Bestimmt gibt es hier auch noch einige Aspekte, die du verbessern kannst. 

Expertentipp: 

Optimiere deine Website nicht nur hinsichtlich der Suchmaschinen, sondern lege den Fokus auf die Nutzer. Die Zufriedenheit der Nutzer beeinflusst nämlich das Ranking deiner Website. 

 

3. Wie ist ein gutes SEO-Audit aufgebaut?

Ein gutes Webseitenaudit wird zu allererst Auskunft über den Status Quo deiner Website geben. Es wird dir also zeigen, was du bei deiner Website bisher richtig machst. Genauso wird es jedoch die Schwächen deiner Seite auflisten.  

Nun kennst du also die Schwachpunkte deiner Website. Jetzt geht es natürlich darum, diese zu beheben. Aus diesem Grund enthält ein SEO-Audit Vorschläge, wie du die Schwachstellen deiner Seite möglichst effizient verbessern kannst und dadurch letztendlich dein SEO positiv beeinflussen kannst. Wie schon gesagt, ist dabei das richtige Gleichgewicht zwischen technischen Faktoren, dem Content und der User-Experience wichtig.  

Am Ende eines guten SEO-Audits steht noch mal eine Zusammenfassung der Schwachpunkte deiner Website und der daraus resultierenden Handlungshinweise, um dein SEO zu verbessern. 

 

4. Woher bekomme ich ein SEO-Audit?

Der einfachste Weg, ein hilfreiches und professionelles Webseitenaudit zu erhalten, ist natürlich, eine Agentur damit zu beauftragen. Normalerweise nimmt die Erstellung eines SEO-Audits für deine Website zwischen einem und mehreren Tagen in Anspruch. Dabei kommt es natürlich darauf an, wie groß und umfangreich deine Website ist. Bei einem kleinen Blog wird die Erstellung eines Webseitenaudits natürlich weitaus wenig Zeit in Anspruch nehmen, als bei einem großen Onlinehändler, wie Amazon. 

Wenn du eine gute Agentur mit der Erstellung deines Webseitenaudits beauftragst kannst du sicher sein, dass deine Website von Experten überprüft wird. Dies hat jedoch auch seinen Preis und so bist du schnell einige hundert bis tausende Euro los. 

 

5. Kann man ein SEO-Audit mit automatisierten Tools durchführen?

Alternativ werden heute im Internet auch viele verschiedene Tools angeboten, die dich bei der Erstellung eines SEO-Audits unterstützen. Generell sind diese Tools sehr hilfreich und zeigen dir die Schwachstellen deiner Website auf. Allerdings gestaltet sich die Interpretation der gelieferten Daten  häufig als schwierig. 

Wenn du eine Agentur für dein Webseitenaudit zu Hilfe ziehst, wird diese die Ergebnisse der genutzten Tools für dich interpretieren und dir darauf basierend eine optimale Handlungsstrategie vorschlagen. Solltest du dich allerdings dazu entscheiden, das SEO-Audit mit automatisierten Tools selbstständig durchzuführen, muss du die Interpretation der Daten ebenfalls selbst vornehmen. 

Ist man kein Experte im Bereich SEO, ist es oft schwierig zu entscheiden, auf welchen Aspekten das Augenmerk liegen sollte. Muss der HTML-Code zu 100% richtig sein? Welche Faktoren beeinflussen das SEO deiner Website am stärksten? Wenn du in diesen Punkten gerne Unterstützung möchtest, solltest du dich an eine Agentur wenden. 

 

6. Wie kannst du dein SEO-Audit selbst durchführen

Wie du siehst, ist es nicht so einfach, ein SEO-Audit selbst durchzuführen. Doch natürlich steht nicht jedem das nötige Budget zur Verfügung, um eine teure Agentur mit dieser Aufgabe zu beauftragen.

Damit dein Webseitenaudit auch von Erfolg gekrönt sein wird, solltest du natürlich ein gewisses Grundverständnis von SEO mitbringen. Ist das bei dir vorhanden, steht der Durchführung deines SEO-Audits auch nichts mehr im Wege. Im Folgenden werden wir dir Schritt für Schritt erklären, wie du dein Webseitenaudit erfolgreich selbst durchführen kannst.

  

6.1 Zugänglichkeit deiner Website

 Am Anfang deines Webseitenaudits geht es erst einmal um einige technische Grundvoraussetzungen, so dass deine Website ohne Probleme im Internet gefunden werden kann. Dabei hat vor allem die Zugänglichkeit deiner Website einen großen Einfluss auf das SEO. 

 All deine Websitedaten werden von einem so genannten Crawler erfasst, damit sie zu einem späteren Zeitpunkt indexiert werden können. Vielleicht hast du schon mal etwas vom Google-Bot gehört. Das ist Googles eigener Crawler. Im Grunde macht er nichts anderes, als die Seiten und Links deiner Website auszulesen. 

 An dieser Stelle lohnt es sich, die Google Search Konsole zu Hilfe zu ziehen. Dies ist ein kostenloser, von Google bereitgestellter Dienst. Wenn du die URL deiner Website in das Suchfeld eingibst, wird dir die Search Konsole Fehler deiner Website zeigen, die der Google Bot beim Crawlen gefunden hat. Die bekannten 404-Errors gehören beispielsweise zu solchen Fehlern.  

Vieleicht hast du auch schon mal etwas vom Robots.txt gehört. Diese Textdatei befindet sich im Root Verzeichnis und beinhaltet genaue Hinweise für den Crawler. Dagegen handelt es sich bei der Sitemap um eine Datei, die dem Crawler beim Erfassen von wichtigen Inhalten hilft. Gerne kannst du in der Sitemap Seiten hinterlegen, von denen du denkst, dass sie hilfreich für deine Leser sein werden. 


6.2 Die Indexierung

Nur indexierte Seiten werden von Suchmaschinen gerankt. Genau deshalb solltest du wissen, welche Seiten deiner Website indexiert sind. Danke-Seiten und Newsletter-Abonnements sollten nicht unbedingt in den Google Suchergebnissen erscheinen. Daher solltest du diese Seiten nicht indexieren. 

Ein einfaches Tool, um die Indexierung deiner Seiten zu kontrollieren, ist das Yoast SEO Plugin für WordPress. Damit kannst du für jeden Beitrag auswählen, ob er indexiert werden soll. Stelle sicher, dass alle Seiten, die in den Suchergebnissen angezeigt werden sollen, einen Index haben. 

 

6.3 Die Struktur deiner Website

Wenn du bei diesem Punkt angekommen bist, hast du die technischsten Schritte deines SEO-Audits bereits hinter dir. Nun werden wir uns den Punkten widmen, die dir wahrscheinlich aus dem SEO schon bekannt sind.

Damit sich deine Besucher leicht auf deiner Website zurechtfinden, sollte deine Seite eine logische und simple Struktur besitzen. Schau dir doch einfach mal an, wie leicht es dir fällt, durch deine Website zu navigieren. Kannst du alle wichtigen Unterseiten mit nur wenigen Klicks erreichen? Sind deine URLs selbsterklärend und nicht zu lang? Wenn du diese Fragen mit ja beantwortest, dann bist du schon mal auf einem guten Weg.

 

6.4 Links, Content und Keywords

Schau dir nun für dein SEO-Audit deine Links an. Wichtig ist, dass keine Links von Spam-Seiten zu deiner Website führen. Dies mag Google nämlich gar nicht.  

Stell dir außerdem die Frage, ob du einzigartigen und anschaulichen Content auf deiner Seite veröffentlicht hast. Kannst du deine Texte vielleicht durch Bilder oder Videos noch anschaulicher machen?

Wichtig ist außerdem, dass deine Keywords oft genug gesucht werden, damit sie Traffic auf deine Website bringen können. Ist allerdings der Wettbewerb um ein bestimmtes Keyword recht hoch, wirst du viel Konkurrenz haben. Besser solltest du also ein Keyword verwenden, welches nicht ganz so stark umkämpft ist. Das kostenpflichtige Tool Ahrefs wird dir zeigen, wie schwer es ist, für ein bestimmtes Keyword zu ranken.

 

6.5 Weitere wichtige Faktoren in deinem SEO-Audit

Auch On-Page Faktoren solltest du in deinem Webseitenaudit beachten. Wähle passende Meta-Descriptions und chronologische H-Tags. Des Weiteren sollten deine Meta-Titel höchstens 55 Zeichen enthalten. 

Mit SEO-KPIs wie der Bounce-Rate und der Click-Through-Rate kannst du ziemlich leicht das Verhalten deiner Besucher messen. Diese Kennzahlen geben dir Aufschluss über die User-Experience deiner Leser. Überlege dir, wie du diese durch eine bessere Gestaltung deiner Website weiter verbessern kannst. 

Während deines SEO-Audits solltest du auch überprüfen, ob deine Website für den Zugriff vom mobilen Endgerät optimiert ist. 

Für lokale Anbieter empfiehlt es sich des Weiteren, den Google My Business Account auf Aktualität zu überprüfen. Wichtig ist, dass dieser Account mit deiner Website verknüpft ist und eine ausführliche Beschreibung deiner Produkte oder Dienstleistungen enthält. 

 

7. Mit einem SEO-Audit das Ranking deiner Website verbessern

Egal ob du dein Webseitenaudit selbst durchführst oder eine Agentur damit beauftragst, im Anschluss wirst du einen viel besseren Überblick über die Stärken und Schwächen deiner Website haben.  

Nun darfst du dich darauf natürlich nicht ausruhen. Nutze die gewonnen Erkenntnisse und arbeite an den Schwachstellen deiner Website, um dein SEO und damit dein Ranking in den Suchergebnissen zu verbessern!

Stephan Ilg


Stephan ist SEO-Enthusiast, Diplomjurist und Unternehmer.

Neben seiner Arbeit als Co-Founder des Startups Backpackertrail und SEO-Brain hinter Werbepresse ist er Dozent für E-Commerce sowie Medienrecht an der Hochschule Fresenius. Seine Arbeitssprachen sind Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und Portugiesisch.

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