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PageSpeed Insights

 September 28, 2021

By  Stephan Ilg

Schneller, höher, weiter – ein Motto, das schon lange nicht mehr nur im Sport gilt. Auch im Bereich der Websiteoptimierung versuchen sich viele durch mehr Geschwindigkeit von ihrer Konkurrenz abzusetzen. So gewann die Geschwindigkeitsperformance einer Website in den vergangenen Jahren immer mehr an Bedeutung, wenn es um die Verbesserung einer Website ging. Während sich viele Verbesserungen an Websites auch ohne großes Knowhow vornehmen lassen, stellen diese Art von technischen Verbesserungen viele Websitebetreibende vor eine große Herausforderung. Mit dem Google PageSpeed Insights soll dabei Abhilfe geschaffen werden.

Was die Google PageSpeed Insights sind, wie du es für die Verbesserung deiner Website nutzen kannst und wie sinnvoll die tatsächliche Nutzung des Google-eigenen Tools ist, erfährst du im folgenden Artikel.

PageSpeed Speedlimit

1. Was sind die „PageSpeed Insights“?

Google stellt Websitebetreibenden einige kostenlose Tools zur Verfügung, die bei der Verbesserung einer Website hinsichtlich der Kriterien des Algorithmus unterstützen sollen. Eines dieser Tools nennt sich „PageSpeed Insights“ und wird nach einem Update seit 2018 von dem durch Google entwickelten Open-Source-Tool Lighthouse betrieben. Das Audit-Tool gibt dir Auskunft über die Geschwindigkeit und Performance deiner Website. Der Speedtest zeigt dir jedoch nicht nur die Performance deiner Website auf. Du bekommst zusätzlich auch konkrete Verbesserungspotenziale und -vorschläge angezeigt, die du zu der Verbesserung deiner Websitegeschwindigkeit nutzen kannst.

Expertentipp: 

Mit dem PageSpeed Insights Tool kannst du die Geschwindigkeit und Performance deiner Website nicht nur überwachen, sondern auch gezielt nach Verbesserungsmöglichkeiten suchen.

Zu betonen ist jedoch, dass – obwohl der Name vermutlich darauf schließen lässt – das Tool dir keine Auskunft über die tatsächliche Ladezeit deiner Website gibt. Die Ladezeit – das ist die Zeit, die es braucht, bis die Website dem User nach Betreten vollständig erscheint und zur Verfügung steht.

Vielmehr erkennst du mithilfe der PageSpeed Insights, was deine Website in welcher Zeit leisten kann und wie lange der Browser für die Verarbeitung der angefragten Website braucht. So handelt es sich hierbei nicht um die vom Nutzer wahrgenommene Ladezeit, sondern um einen theoretischen Wert. Dieser bietet Auskunft über die Ladezeit der rein technischen Aspekte der Website.


2. Die Nutzung des PageSpeed Insights Tools 

Die Funktionen des Google Speedtest klingen mit Sicherheit fantastisch in den Ohren von Websitebetreibenden, die die Performance ihrer Website verbessern wollen. Damit jedoch auch du die Vorteile des Tools nutzen kannst, haben wir dir folgend eine Schritt-für-Schritt Anleitung zur Nutzung des PageSpeed Insights Tools zusammengestellt:

PageSpeed Tool
  1. Rufe zuerst das PageSpeed Insights Tool auf.
  2. Füge dort die URL deiner Website sein. Alternativ könntest du auch die URL jeder anderen Website Unterseite angeben.
  3. Klicke auf „Analysieren“ und das Tool startet mit dem Scan der von dir in der Suchzeile platzierten Website. Google zeigt dir nach abgeschlossenem Vorgang nun die Ergebnisse der Analyse an.


3. Die Interpretation des Tools

Damit du nun deine Website hinsichtlich ihrer Ladezeit verbessern kannst, musst du jedoch die Ergebnisse der Analyse richtig interpretieren können. Der Bericht ist dabei in sechs Bereiche unterteilt, die folgend erläutert werden:

PageSpeed Score

3.1 Der PageSpeed Score

Gleich am Anfang des Berichts des Speedtests erhältst du Auskunft über den PageSpeed Score deiner Website. Diesen Score berechnet das Tool sowohl für die Desktop als auch die Mobile Version der Website, zwischen deren Registerkarten man in der oberen linken Ecke wechseln kann.

Der PageSpeed Score ist ein Performancewert zwischen 0-100, den Google der Website zuteilt. Der Score ist ein Durchschnittswert aus unterschiedlich stark gewichteten Metriken, die das Tool zur Bewertung heranzieht. Das Tool nutzt hierbei eine Ampelskala, um über die Ladegeschwindigkeit der Website Auskunft zu geben. Ein Score von 0-49 wird mit der Farbe Rot, 50-89 mit gelb und 90-100 mit grün gekennzeichnet.

PageSpeed Felddaten


3.2 Die Felddaten 

Unter dem PageSpeed Score findet man Angaben und Auswertungen der Felddaten der Website, zumindest wenn diese bei der analysierten Website verfügbar sind. Felddaten – das sind reale Leistungsdaten aus Google Berichten zur Nutzererfahrung. Hier werden vier Kriterien herangezogen, bei denen angegeben wird, wieviel Prozent deiner Websitebesucher eine schlechte, mittelmäßige und gute Zeit beim Laden des jeweiligen Kriteriums erlebten.

Während der First Contentful Paint (FCP) die Zeitspanne festhält, bis der Nutzer das erste Mal mit der Seite aktiv interagieren konnte, gibt der Largest Contentful Paint (LCP) an, wie lange der Browser für die Ausführung dieser Interaktion brauchte. Der First Input Delay (FID) gibt Auskunft darüber, wie lange die Website zum Laden ihres größten Elements brauchte. Der Wert der kumulativen Lautverschiebung (CLS) zeigt zudem, wie stark die Seite und ihre Elemente herumspringen.

Es kann durchaus vorkommen, dass bei einer Domain nicht genug Felddaten vorhanden sind. Das könnte der Fall sein, wenn die Seite nur wenig besucht wird oder noch nicht allzu lange online ist. Fehlen Daten für einen oder mehrere der Werte, so werden diese ausgegraut. In einem solchen Fall können die Labordaten als relevanter für die URL betrachtet werden.


3.3 Labordaten

Unter den Felddaten kannst du die Labordaten deiner Website und ihre Werte entnehmen. Im Gegensatz zu den Felddaten wurden die Labordaten während des Scans per Direktabfrage erhoben. Neben den oben erwähnten Kriterien werden hierbei noch die Werte der Zeit bis Interaktivität (TTI) und die Gesamtdauer der Blockierung (TBT) angezeigt.

Dabei ist es ganz normal, dass die Labordaten nicht den Werten der Felddaten entsprechen. Die Kombination aus vorher gesammelten und gerade unter festen Bedingungen festgestellten Daten soll eine genaue Vorstellung über die tatsächlichen Ladezeiten der Website geben.

PageSpeed Empfehlungen


3.4 PageSpeed Insights: Empfehlungen 

Wie bereits erwähnt, bietet das PageSpeed Insights Tool nicht nur die bloße Analyse und Darstellung der Daten einer Website an. Es gibt zudem auch noch hilfreiche Tipps, mit denen du deine Website hinsichtlich der Geschwindigkeit verbessern kannst. Dir werden direkte Lösungsvorschläge für die Verkürzung der Ladezeit deiner Website gegeben.

Die Verbesserungspotenziale unterscheiden sich von Website zu Website und sind nach der Größe ihres Potenzials geordnet. So erscheinen die Probleme der Website, deren Lösung zu der größten Zeiteinsparung führen, an oberster Stelle.

Das Tool stellt sogar Vermutungen darüber auf, wie viele Sekunden genau man durch diese Verbesserung einsparen könnte. Häufige Fehler sind zu gering komprimierte Bilder, Texte oder Fehler im Umgang mit dem JavaScript.


3.5 Diagnose

Unter den Empfehlungen finden sich zusätzliche Informationen darüber, ob die Seite den Best Practices von Google entspricht. Diese beziehen sich vor allem auf die Verbesserung der Nutzerfreundlichkeit. Diese Informationen können zur weiteren Webentwicklung genutzt werden.


3.6 Bestandene Prüfung

In den beiden zuvor genannten Abschnitten wurden nur die Kriterien aufgezeigt, die die Website nicht erfüllt hat. Unter diesem Abschnitt finden sich unter den bestandenen Prüfungen die Kriterien, die eine Website bereits erfüllt. Hier wird auch aufgezeigt, wie viel Zeit durch die Erfüllung dieser Kriterien bereits eingespart wird.  


4. Die Relevanz der PageSpeed Insights für das Google Ranking

Du weißt nun, wie du das Tool nutzen und den Ergebnisbericht auswerten kannst. Nun geht es an das Umsetzen der empfohlenen Maßnahme, die auf das Verbessern deiner Website abzielen. Der Hauptbeweggrund für die Verbesserung der eigenen Website ist für viele das Erhöhen ihres Google Rankings.

Google betont jedoch immer wieder, dass der PageSpeed Insights Score nicht in Verbindung mit dem Google Ranking steht. Während zwar viele der hochplatzierten Websites auch einen guten Score besitzen, gibt es auch immer wieder Ausreißer, die trotz eines enorm niedrigen Scores gute Platzierungen erzielten.

Dies bestätigt also die Aussage Googles. Während die Ladezeit ein tatsächliches Kriterium des Google Algorithmus für die Desktop als auch die Mobile Version einer Website ist, gibt das PageSpeed Insights Tool wie bereits erwähnt nicht direkt Auskunft über die tatsächliche Ladezeit einer Website.

Expertentipp: 

Stürze dich nicht gleich zu Anfang auf jeden Tipp. Suche dir gezielt ein bis drei Probleme deiner Website raus, von denen du vermutest, dass sie am meisten Einfluss auf das Nutzererlebnis haben. Überprüfe nach den eingeführten Änderungen immer wieder deine Ergebnisse und gehe Schritt-für-Schritt vor!


5. Relevanz für die Verbesserung und Performance einer Website

Wenn die Ergebnisse des Tools weder ausschlaggebend für das Ranking einer Website sind noch direkt Auskunft über die Ladezeit einer Website geben, stellst du dir wahrscheinlich die Frage, warum du dieses Tool nutzen solltest.

Das Tool ist ein hervorragender Indikator für die allgemeine Leistungsfähigkeit deiner Website. Anstatt den errechneten Score und die zu erreichenden 100 Punkte als absolutes Ziel zu betrachten, sollte man sein Augenmerkt viel mehr auf die von PageSpeed Insights herausgestellten Probleme der Website legen. Diese Hinweise ermöglichen eine weniger manuelle, sondern automatisierte und schnelle Verbesserung der Seitenperformance.

Dabei sollte nicht der Score selbst, sondern vielmehr das tatsächliche Nutzererlebnis nach den von dem Tool empfohlenen Änderungen immer wieder überprüft werden. Ein großer Fehler des Tools ist nämlich, dass es sehr sensibel ist und Aspekte in den Score mit einberechnet, die für das Nutzererlebnis und für dein Projekt möglicherweise gar nicht relevant sind.


6. Fazit

Das Speedtest Tool „PageSpeed Insights“ von Google kann mit seinen Tipps als Nachbesserungsmöglichkeit der Seitenperformance gesehen werden. Es sollte dabei aber kein errechneter PageSpeed Insights Score von 100 angestrebt werden. Vielmehr sollten die Auswirkungen auf das tatsächliche Nutzerlebnis und das damit einhergehende Ranking der Website betrachtet werden.

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Stephan Ilg


Stephan ist SEO-Enthusiast, Diplomjurist und Unternehmer. Neben seiner Arbeit als Co-Founder des Startups Backpackertrail und SEO-Brain hinter Werbepresse ist er Dozent für E-Commerce sowie Medienrecht an der Hochschule Fresenius. Seine Arbeitssprachen sind Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und Portugiesisch.

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