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SEO

Negative SEO Attack

 May 12, 2021

By  Stephan Ilg

Die meisten Menschen wissen, was SEO ist, doch auch unter Websitebesitzern gibt es nur wenige, die wissen, was eine negative SEO Attack ist - und zum Glück haben nur die aller wenigsten mal eine erlebt.
In diesem Artikel erklären wir, was eine negative SEO Attack ist und wie du dich davor schützen kannst. 

Das Ziel einer negative SEO Attack ist, durch schadhafte Links das Ranking der Zielwebsite in den Google Suchergebnissen zu verschlechtern. Eine negative SEO Attack wird von Black Hat SEO Experten durchgeführt und hat immer die Absicht, der getargeteten Website zu schaden.

1. Woher weiß ich, ob ich Opfer einer negative SEO Attack bin? 

Viele Opfer einer solchen Attacke stellen dies oft zuerst einmal gar nicht fest. Denn wer sucht schon die eigene Website ständig bei Google? 

Und selbst wenn du deine eigene Website häufig bei Google suchst, fällt dir vielleicht gar nicht auf, dass sie für gewisse Suchanfragen etwas oder zum Teil sogar deutlich niedriger rankt. Um als Websitebesitzer herauszufinden, ob man attackiert wurde oder nicht, muss zunächst herausgefunden werden, welche anderen Seiten auf die eigene Seite verlinken. Dies ist in der Regel oft sogar erwünscht und trägt bei seriösen Links von seriösen Websites zu einem besseren Ranking in der Suchmaschine bei. 

Es gibt allerdings auch den gegenteiligen Effekt: Wenn unseriöse Websites auf deine verlinken, kann dies dazu führen, dass deine Website auf Google schlechter platziert wird. Um das herauszufinden gibt es verschiedene Tools. Wir empfehlen ahref, eines der beliebtesten Tools. 

Ahref listet dir alle Websites auf, welche Links zu deiner haben. Ebenfalls kannst du durch ein simples Rating System einfach erkennen, welche Website seriös und welche unseriös ist. Ahref kann dir auch anzeigen, wann welche Links hinzugefügt wurden. 

Findest du nun in einem kurzen Zeitraum eine hohe Anzahl von unseriösen Websites, die alle auf deine Seite verlinken, so ist es recht wahrscheinlich, dass du Opfer einer negative SEO Attack wurdest. 


2. Meine Website ist betroffen, was jetzt? 

Hast du herausgefunden, dass deine Website betroffen ist, geht es nun daran, die nächsten Schritte einzuleiten, um dem negativen Effekt entgegen zu wirken. 

Denn ein schlechteres Ranking in Suchmaschinen sorgt in den meisten Fällen auch dafür, dass die Einnahmen durch deine Website schwinden. Falls du keinen hast, gehen wir aber natürlich trotzdem wertvolle Besucher verloren - und das gilt es um jeden Preis zu vermeiden. 

Was du jetzt machen kannst ist folgendes: 

  1. Auch wenn du Opfer einer solchen Attacke wurdest, heißt das nicht zwingend, dass sich auch dein Ranking verschlechtert hat. Versuch also zunächst einmal herauszufinden, ob du wirklich einen messbaren Schaden erlitten hast.
                     Wenn du auf diesen Artikel aufmerksam geworden bist, weil du Einbrüche in deinen Websitestatistiken zu Besuchern oder Umsatz durch organischen Traffic bemerkt hast, ist das ein starkes Indiz.                                                                                                                  Ist diese Veränderung im gleichen Zeitraum wie der Angriff geschehen, so ist es recht wahrscheinlich, dass hier die Ursache liegt.

    Wenn du allerdings keinen Unterschied merkst, so kannst du dich glücklich schätzen und Google hat dich nicht herabgesetzt in der Suche.
 
  2. Trotzdem solltest du in jedem Fall Google wissen lassen, dass dir ein solcher Ansatz widerfahren ist. Verwendest du eines der oben beschriebenen Tools, um dir alle Links auf deiner Seite anzeigen zu lassen, kannst du sie einfach als abgeleugnet (disavowed) markieren.
 
                                                                                                                       Gehe nun auf die Liste von den markierten Websites und exportieren sie als Text Datei. Google hat ein Tool, welches dir erlaubt, eine Liste solcher unerwünschten Backlinks einzureichen. So kannst du sicherstellen, dass deine Website nicht fälschlicherweise zu schlecht gerankt wird.

    
Lade nun diese Liste von unerwünschten Backlinks im Google Disavow Tool hoch und du bist auf der sicheren Seite. Das Tool findest du selbstverständlich mit einer einfachen Google Suche.
 
  3. Auch wenn deine Website erst einmal wieder sicher ist, so ist es doch durchaus sinnvoll, auch für zukünftige Angriffe gewappnet zu sein. Es lohnt sich also als letzten Schritt auch für zukünftige Angriffe vorbereitet zu sein, um nie wieder Ärger mit so etwas zu haben.
 

3. Wie kann ich mich vor einer negative SEO Attack schützen? 

Unabhängig davon, ob du bereits eine negative SEO Attack erlitten hast oder nicht, ist es sinnvoll, sich vor zukünftigen Angriffen zu schützen. Dafür möchten wir dir hier die drei gängigsten Methoden näherbringen. 

Verstärkung der Linkkraft durch interne Verlinkung

3.1 Die Autorität durch Backlinks erhöhen 

Google setzt viel daran, es Menschen mit schlechten Absichten schwer zu machen. 
 Auch wenn Google es 2012 mit der Einführung des Google Disavow Tools bereits Angreifern unmöglich gemacht hat, Websites dauerhaft schlechter zu ranken, spielt auch der Algorithmus eine zunehmend große Rolle. 

Bereits damals sollte der Algorithmus schon solche Angriffe erkennen können und das Opfer vor negativen Konsequenzen bewahren. Auch dieser Algorithmus hat sich selbstverständlich weiterentwickelt und ist mittlerweile ziemlich treffsicher geworden. 

Um dem Algorithmus das Identifizieren solcher Angriffe zu erleichtern, erhöhen qualitative Backlinks die Chancen drastisch. 
Denn haben bereits namhafte Seiten auf deine Website verlinkt, so erkennt Google sofort, dass die unseriösen Links irrelevant für das Ranking sind. 


3.2 Einen DDOS Schutz einrichten 

Da auch viele Angreifer wissen, dass allein eine Verschlechterung der SEO für deine Website oft nicht mehr besonders effektiv ist, greifen sie zu anderen Methoden. 
So verwenden einige die gehosteten Server nicht mehr, um mit schlechten Links dein Ranking zu verschlechtern, sondern um dich aktiv zu attackieren.
 

Das geschieht häufig mit einer so genannten DDOS Attacke. Ein DDOS Angriff ist kurz gesagt ein Ansturm mit Anfragen auf deinen Server. Der Angreifer simuliert tausende Angriffe und versucht so, deine Serverkapazitäten zu überlasten. 

Ist der Angreifer auch noch besonders raffiniert, macht er das über viele verschiedene Server, denn so ist der Angriff schlechter zu stoppen. 
Ein einzelner Server ist meistens leicht ausfindig zu machen und kann schnell gesperrt werden. Eine Vielzahl von Servern hingegen macht das Ganze schon schwieriger und hat auch eine höhere Leistungskapazität was Anfragen betrifft. Um sich dagegen zu schützen, kann man einen Hosting Dienst verwenden, der einen integrierten DDOS Schutz hat. Hierfür gibt es verschiedene Anbieter. 
 

Genauso gut ist es auch möglich, Software zu installieren, die (falls man selbst der Host ist) den Server vor solchen Angriffen schützt. Oft sind solche Dienste nicht wesentlich teurer gegenüber Hostings ohne eine solche Funktion. 

Bei einem erfolgreichen Angriff reagiert der Server auf keine Anfragen mehr und so kann es auch dazu führen, dass deine Seite vollständig für eine gewisse Zeit von Google verschwindet. Ebenfalls wenn du nicht weißt, dass gerade dein Server angegriffen wird, kann es eine gewisse Zeit lang dauern, bist du es herausfindest. 

Bei größeren Websites, die Opfer einer solchen Attacke wurden, kann es in den Ausfallzeiten zu hohen Verlusten kommen. Dazu kommen noch die Kosten, den Server wieder ans Laufen zu bekommen. 

Einen DDOS-Schutz können wir in jedem Fall also nur empfehlen, da so ein Angriff meistens schwerwiegender ist und auch größere Folgen haben kann als eine simple negative SEO Attack. 


3.3 Tool zur automatischen Erkennung von Backlinks 

Dennoch können schädliche Backlinks gerade bei neueren Seiten oder Seiten mit wenig anderen seriösen bzw. verlässlichen Backlinks eine große Rolle spielen. 

Hierfür machen wieder Tools wie auch oben zur Identifikation von Backlinks Sinn. Diese Tools zeigen dir nicht nur an, welche Websites auf dich verlinken, es gibt auch einige, welche dich bei neuen Verlinkungen benachrichtigen können. 

Ahref kann dir beispielsweise jedes Mal eine E-Mail senden, wenn eine neue Website auf deine verlinkt hat. So kannst du immer leicht prüfen, ob diese Links seriös und von dir gewollt sind oder nicht. 

Einige solcher Tools sind kostenlos, andere wiederum nicht. Es lohnt sich durchaus, etwas mit solchen Tools herumzuspielen, um herauszufinden mit welchen du gut klarkommst und mit welchen nicht. 


4. Wie funktioniert eine negative SEO Attack? 

Auch wenn sich dieser Artikel hauptsächlich damit befasst, wie du dich vor negative SEO Attacks schützen kannst, kann es auch hilfreich sein, zu verstehen, wie so ein Angriff funktioniert.

Hier ein Beispiel: 

Website A soll angegriffen werden, da sie in einem sehr umkämpften Markt auf Google die Position eins in der Suche beschlagnahmt. 

Konkurrent B gefällt das nicht und da er lieber Website A schlecht macht, als die eigene zu verbessern, fragt er einen Black Hat SEO Experten um Hilfe. 

Dieser rät ihm zu einer negative SEO Attack, worauf hin er das Angebot annimmt. Der Black Hat SEO Experte hostet anonym einen Server mit anonymisierten Bezahlungsmitteln durch nicht-nachverfolgbare Browser. 

Auf diesen Server lädt er verschiedene Websites und verlinkt nun auf diesen zum Ziel. Dabei verlinkt er gewisse Wörter, die einen negativen Einfluss haben sollen. 

Das kann prinzipiell alles mögliche sein, was mit Gewalt, Drogen, Pornographie, Glücksspiel oder ähnlichen Themen zu tun hat. 

Werden nun diese Seiten mit den entsprechenden Links von Google erfasst, hofft Konkurrent B, dass die Inhalte dort mit Website A in Verbindung gebracht werden und sich infolgedessen das Ranking von Website A verschlechtert. 

Wie bereits zuvor beschrieben, ist der Google Algorithmus allerdings mittlerweile so zuverlässig, dass diese Attacken oft nur wenige negative Folgen haben, falls Sie überhaupt erkenntlich sind. 

Vermeintlich negative SEO Attacks können aber tatsächlich auch den gegenteiligen Effekt haben: In Fällen von extrem schlechten Angreifern können diese Backlinks sogar dazu führen, dass sich die Suchmaschinenoptimierung des Opfers noch verbessert. 

Glück gehabt! 

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Stephan Ilg


Stephan ist SEO-Enthusiast, Diplomjurist und Unternehmer. Neben seiner Arbeit als Co-Founder des Startups Backpackertrail und SEO-Brain hinter Werbepresse ist er Dozent für E-Commerce sowie Medienrecht an der Hochschule Fresenius. Seine Arbeitssprachen sind Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und Portugiesisch.

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