Mobile SEO: Alles was du wissen musst

Aug 23, 2023 Daniel Andres

Wenn du die Performance deiner Website in den Suchmaschinenergebnissen verbessern willst, kommst du um Mobile SEO nicht mehr herum. Schließlich sind Handys inzwischen tägliche Wegbegleiter, mit denen wir von überall Zugriff auf das Internet haben. 

Mittlerweile kommen mehr Google Anfragen über mobile Endgeräte wie Smartphones und Tablets als über den Desktop. Und diese Entwicklung steigt rasant an. Deine SEO-Strategie sollte daher unbedingt auch an mobile Endgeräte angepasst sein. 

In diesem Artikel zeigen wir dir, wie du mit nur wenig Aufwand durch die Mobile SEO einen enormen Wettbewerbsvorteil erlangst und dein Ranking in den Suchmaschinenergebnissen steigerst, um dein Unternehmen nachhaltig zum Erfolg zu führen.

Mobile Websites

1. Was ist Mobile SEO?

Mobile SEO umfasst alle SEO-Maßnahmen, die auf die Verbesserung der Nutzererfahrung abzielen. Damit passt du deine Webseite den mobilen Endgeräten deiner Besucher an und optimierst diese den Anforderungen entsprechend. So kann dem Nutzer nicht nur eine Desktop-Version deiner Website angezeigt werden, sondern auch eine Version, die speziell auf das Mobilgerät optimiert ist.

Der große Anteil von mobilen Suchanfragen macht deutlich, wie wichtig das ist: Im Jahr 2021 lag der Anteil der mobilen Internetnutzer in Deutschland bei 82 Prozent. Mit Mobile SEO steigerst du also nicht nur die Nutzerzufriedenheit und folglich deinen organischen Traffic – du verbesserst auch das Ranking deiner Website.

Auch Suchmaschinen wissen schließlich, wie viele ihrer Nutzer heute mit Smartphone & Co. surfen. Google hat mit seinem Update Mobile First Index die mobile Version von Websites zu einem entscheidenden Maßstab für Indexierung und Ranking gemacht.

mobile Nachricht

2. Mobile Website umsetzen

Die Mobile SEO bietet dir drei mögliche Konfigurationen, um deine Website an die mobile Nutzung anzupassen:

  1. Responsive Design
  2. Separate mobile Websites
  3. Dynamic Serving

Wir bei der Werbepresse halten es für wichtig, dass du selbst die beste Konfiguration für deine individuelle Website abwägen kannst. Daher stellen wir dir im Folgenden die unterschiedlichen Optionen mit ihren Vor- und Nachteilen vor. Du solltest bei der Entscheidung aber auch beachten, wie umfangreich und komplex deine Website ist und inwieweit du in der Lage bist, die jeweilige Konfiguration zu implementieren.

2.1 Responsive Design

Beim Responsive Design wird deine Website samt Inhalten automatisch an die Größe des jeweiligen Endgerätes angepasst. Diese schnelle und einfache Implementierung wird von Google empfohlen und bringt keine Nachteile im Bereich der SEO mit sich, da die URL und HTML der Website gleichbleiben.

Verwendest du jedoch große Bilder auf deiner Website, laden diese nicht so schnell wie bei der Desktopvariante. Da die Bilder beim Responsive Design genauso auf dem Mobilgerät angezeigt werden, kann es hier zu längeren Ladezeiten kommen.

Wenn du eine sehr große Website hast, besteht außerdem die Gefahr, dass es bei dieser Konfiguration zu Schwierigkeiten beim korrekten Anpassen der Inhalte kommen kann.

2.2 Separate Mobile Version

Die Implementierung einer separaten, mobilfreundlichen Version deiner Website ist ebenfalls eine Option. Hierbei wird zunächst das Gerät des jeweiligen Nutzers ermittelt, um dann zu der für das jeweilige Gerät optimierten Version weiterzuleiten. Diese läuft beispielsweise unter m.domain.de. 

Damit Google erkennen kann, dass es sich um eine Version deiner Website für Mobilgeräte und nicht um „Duplicate Content“ handelt, musst du auf der Desktopseite ein rel=“alternate“-Tag mit Hinweis auf die mobile Version deiner Website einbauen.

Mit dem Code <link rel=“alternate“ media=“only screen and (max-width: 640px)“ href=“http://m.beispiel.de/seite-xy″ > machst du Google darauf aufmerksam, dass das verwendete Display kleiner als 640 Pixel ist. Dann wird die mobilfreundliche Variante deiner Website angezeigt, auf die in der URL verwiesen wird.  Umgekehrt ist es wichtig, dass du auch das rel=”canonical”-Tag setzt, welches von der mobilen Seite auf die Desktopseite zurückführt.

Diese Form der Konfiguration hat den Vorteil, dass die Inhalte deiner Website auf die jeweiligen Endgeräte optimiert werden. Jedoch ist diese Variante nicht so einfach zu implementieren und Fehler können sogar zu einem Rankingverlust führen.

Ein weiterer Nachteil ist, dass du gegebenenfalls mehrere Versionen benötigst. Zum Beispiel eine Smartphone-Version und eine Tablet-Version. Außerdem beeinflussen die Redirects, welche du bei der Konfiguration setzen musst, die Ladezeit der Website negativ. 

2.3 Dynamic Servings

Beim Dynamic Serving wird abhängig vom jeweiligen Gerät der Nutzer ein anderer HTML-Code bereitgestellt, der aber unter derselben URL zu finden ist. Beim Aufrufen der URL wird also das Endgerät überprüft und die Website dementsprechend angezeigt.

Das bedeutet, dass mobilen Nutzern eine Seite angezeigt wird, welche sich von der Desktopversion unterscheidet, da die Inhalte und Bilder für das Endgerät optimiert angezeigt werden. Dafür musst du Google über Vary HTTP ein Zeichen geben, dass der Content deiner Website je nach Nutzer unterschiedlich angezeigt werden kann.

Diese Form der Konfiguration bringt den Vorteil mit sich, dass die URL deiner Website gleichbleibt und der Inhalt speziell an das Endgerät angepasst und optimiert wird. Jedoch ist die Implementierung etwas schwieriger und du musst mindestens zwei verschiedene Versionen deiner Website erstellen: die Desktopversion und die mobile Version.

Pokal erster Platz

3. Nutzerfreundlichkeit bei der Bedienung

Die Nutzerfreundlichkeit deiner Website ist enorm wichtig. Je besser deine Nutzer sich auf der Website zurechtfinden, desto zufriedener sind sie und demnach steigt die Verweildauer. Genau wie die Pagespeed ist auch die Verweildauer ein essenzieller Rankingfaktor, den du durch ein nutzerfreundliches Design deiner Website beeinflussen kannst.

3.1 Pagespeed als wichtiger Faktor für Mobile SEO

Die Ladezeit deiner Website ist ein offizieller Rankingfaktor und vor allem in Anbetracht der mobilen SEO von enormer Bedeutung. Nutzer von Mobilgeräten haben oft weniger Zeit und Geduld als Nutzer, die über den Desktop suchen.

Bei der Optimierung der Pagespeed auf der mobilen Version deiner Website gibt es einiges zu beachten:

  • Komprimieren von Bildern und anderen Inhalten (z. B. JavaScript, CSS). Je kleiner deine Seiteninhalte sind, desto schneller laden sie.
  •  Erhalten einer angebrachten Bildqualität. Bilder mit einer Auflösung von 600 x 426 Pixeln reichen bei der mobilen Version deiner Website meistens vollkommen aus.
  • Verzicht auf Plug-Ins und Flash. Beide werden häufig nicht von mobilen Endgeräten unterstützt.

Ein weiterer wichtiger Tipp für die Optimierung deiner Pagespeed ist die Verwendung von Browser Caching. Wird ein Element später erneut benötigt, ist es aus dem Browser Cache schneller abrufbar, als wenn es erneut heruntergeladen werden muss. Dadurch minimiert sich die Ladezeit deiner Website.

3.2 Content lesbar gestalten

Natürlich ist auch die optische Gestaltung deiner Website ein essenzieller Aspekt der mobilen SEO. Sind Texte schwer lesbar und Inhalte schwierig zu erkennen, verlassen Nutzer deine Website schnell wieder. Das hat negativen Einfluss auf dein Ranking.

Wichtig ist beispielsweise, lesbare Schriftarten wie „Roboto“ oder „Helvecentica“ zu verwenden und die Schrift groß genug zu wählen, sodass sie auch auf mobilen Geräten leicht zu erkennen ist. Zudem musst du die Schrift- und Hintergrundfarbe deiner Website optimieren. Die Schrift sollte sich durch einen hohen farblichen Kontrast gut vom Hintergrund abheben.

Buttons, Links, Werbung und Ähnliches sollten groß genug sein und weit genug auseinander liegen, um die Bedienung zu vereinfachen. Klickziele, zu denen Nutzer erst heranzoomen müssen, sind frustrierend und bringen Besucher deiner Seite eventuell dazu, auf eine besser angepasste Seite zu wechseln. 

Denke außerdem daran, Absätze kurzzuhalten – max. über 6 Zeilen. Ein großer Textabschnitt ist vor allem am Handy schwierig zu lesen.

Bedienung

4. Keywords optimieren

Auch bei Mobile SEO ist es wichtig, die Keywords zu kennen, die für deine Zielgruppe relevant sind. Achte bei der Analyse darauf, wie sich das Suchverhalten bei mobiler Nutzung ändert – für mobile Suchanfragen verwenden Nutzer beispielsweise meistens Long Tail Keywords. Trotzdem geben sie meist weniger Wörter in die Suchmaschine ein, als das beispielsweise bei Desktop Nutzern der Fall ist. 

Analysiere deine Keywords genauestens, um sie auch hinsichtlich mobiler Suchanfragen optimieren zu können.


5. W-Fragen einbauen

Auch die Sprachsuche bei Google sollte bei der mobilen Optimierung in Betracht gezogen werden. Sie ist nicht aufwendig und liefert uns dennoch immer gute Ergebnisse, weshalb sie bei vielen mobilen Nutzern sehr beliebt ist. Hierbei kommt es oft zur Verwendung von W-Fragen, wie „Wo ist…, Was ist…, Wie kann man…“.

Baue deshalb auch W-Fragen in deinen Content mit ein. Dadurch bekommen deine Nutzer präzise und verständliche Antworten auf ihre Fragen.


6. Weiterleitungen prüfen

Verlinkungen sind ein hilfreiches SEO-Tool, die auch in der Mobilen SEO genutzt werden können. Dabei solltest du aber auch bezüglich der mobilen Optimierung auf die Qualität der Verlinkungen achten. Stelle sicher, dass die verlinkten Seiten auch für mobile Nutzer optimiert sind. So stellst du deine Nutzer zufrieden und deine Website wirkt gut geprüft und professionell.

Expertentipp: 

Die meisten Menschen bedienen ihr Smartphone mit dem rechten Daumen. Demnach ist es sinnvoll, wenn du das Menü deiner Website oben rechts platzierst. Achte darauf, dass du das Menü übersichtlich gestaltest und nicht zu viele Unterpunkte einfügst. Auch eine Suchfunktion auf deiner Website kann hilfreich für die Nutzer sein.

7. Fazit

Wie du dem Artikel entnehmen konntest, ist Mobile SEO ein wichtiges Puzzlestück, das dein Unternehmen nachhaltig zum Erfolg führt. Du solltest den Nutzern deiner Website deshalb auch eine mobile Version deiner Website zur Verfügung stellen, welche du mit Blick auf die Nutzererfahrung optimiert hast. 

Durch die Mobile SEO bist du deinen Konkurrenten einen Schritt voraus und erhöhst nicht nur die Nutzerzufriedenheit, sondern steigerst dabei auch dein Ranking in den Suchmaschinenergebnissen.

8. FAQ

Wie funktioniert Responsive Design?

Beim Responsive Design passen sich die Inhalte deiner Website flexibel an das Gerät und die Bildschirmauflösung an, von dem sie aufgerufen wird. So werden Probleme mit der Verteilung bei unterschiedlichen Bildschirmformaten gelöst.

Warum Responsive Design?

Responsive Design ist eine vergleichsweise einfache Methode, um deine Website mobilfreundlich zu gestalten, indem Inhalte und Menü an den jeweiligen Bildschirm angepasst werden. Deshalb empfiehlt auch Google diese Konfiguration.

Welche Techniken werden für Responsive Design benötigt?

Zu den Techniken, die für die Responsive Design Konfiguration verwendet werden, gehören HTML5, CSS3 Media Queries und JavaScript. Mithilfe dieser Techniken wird das Layout deiner Website für die unterschiedlichen Endgeräte der Nutzer optimiert.

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