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SEO

Google Suchmaschinenoptimierung für Anfänger ‒ Anleitung, Tipps und Tricks

 November 5, 2020

By  Stephan Ilg

Kaum ein Tag vergeht, an dem wir uns nicht mit Fragen ins Internet wagen und Google um Hilfe bitten, wenn uns wieder einmal ein Fremdwort entfallen ist. Google hat heute einen Marktanteil von mehr als 80 % und beeinflusst, was wir tagtäglich im Internet sehen. Werbung, Videos und Webseiten werden auf Google in spezifischen Reihenfolgen angeordnet, um uns die besten Treffer für unsere Suchanfragen zu offenbaren.

Was steckt dahinter? Sind gewisse Webseiten einfach beliebter bei Suchmaschinen oder haben sie einen Vorteil gegenüber anderen? Und was bedeutet es, wenn eine Webseite optimiert wird?

Du betreibst Deine eigene Webseite oder spielst mit der Idee, eine aufzusetzen? In diesem Beitrag erklären wir Dir, wie Du Suchmaschinenoptimierung für Dein Unternehmen nutzen kannst, damit auch Du bald in den Top-Positionen von Suchresultaten zu finden bist.

1. Was ist Google Suchmaschinenoptimierung?

Als Suchmaschinenoptimierung bezeichnet man den Vorgang, Inhalte auf Webseiten so zu beeinflussen, dass dadurch deren Position in Suchmaschinenresultaten verbessert wird. Webseiten scheinen früher in Suchresultaten auf und haben somit die Chance, öfter von Usern geklickt zu werden. Die ersten drei Plätze einer Google-Suche sind für die Top-Resultate reserviert.

Der Begriff „Suchmaschinenoptimierung“ kommt aus dem Englischen, „Search Engine Optimization“ (kurz: SEO) und beschreibt eine junge Disziplin des Marketings. SEO wurde erstmals in den 90er Jahren verwendet und hat sich seither als Muss für Marketingfirmen etabliert.

Warum ist gerade Google so wichtig? Google wurde 1998 entwickelt und hat sich in den letzten Jahrzehnten ein Imperium aufgebaut. Das Verb „googeln“ ist nicht zufällig ein normaler Bestandteil unseres Lebens geworden. Obwohl es andere Suchmaschinen (z. B. Yahoo) gibt, ist und bleibt Google der Vorreiter im Suchmaschinenuniversum. Aus diesem Grund ist es auch so wichtig, Suchmaschinenoptimierung für Google zu beachten.

Im nächsten Abschnitt sehen wir uns genauer an, wie Google Suchmaschinenoptimierung funktioniert. Obwohl SEO als kompliziertes Konstrukt des Marketings gilt, musst Du noch lange keine teure Marketingagentur engagieren, um Deine Webseite zu optimieren.


2. Wie funktioniert Google Suchmaschinenoptimierung?

Du betreibst Deine eigene Webseite oder Blog, publizierst jede Woche mehrere Artikel zu brennenden Themen, jedoch scheint niemand Deine Webseite zu lesen. Auch nach mehreren Wochen harter Arbeit bleiben die Klicks gering und Du fängst an, an Deiner Idee zu zweifeln.

Mit diesem Problem bist Du nicht alleine. Das Internet wächst stetig und jeden Tag werden neue Webseiten in Betrieb genommen. Viele Webseiten schaffen es nicht, erfolgreich zu werden, nicht aber, weil sie keinen tollen Inhalt posten, sondern weil sie nicht gefunden werden.

Kann man überhaupt noch ein komplett neues Projekt aufbauen, ohne sich vorher als Marke etabliert zu haben? Wie schafft man es, aus der Menge herauszustechen?

Erfolg ist auf jeden Fall für jedermann erreichbar. Jede Woche gibt es Wörter, Channels und Blogs, die viral werden. Das bedeutet, dass sie so oft geteilt werden, dass sie global bekannt werden. Auch Du kannst gewisse Techniken für Dich ausnutzen, indem Du das Wissen nutzt, das schon so vielen anderen Unternehmen und Marken zum Erfolg verholfen hat.

Gemeint ist Suchmaschinenoptimierung. Clevere Strategien helfen Dir dabei, Informationen auf Deiner Webseite zu platzieren, damit Suchmaschinen sie einfach finden können. 

Google verfolgt ein großes Ziel: den allerbesten Content für Suchanfragen finden. Wer die Antwort auf seine Frage gefunden hat, erlebt einen Glücksmoment und assoziiert positive Emotionen mit seinem Sucherlebnis. Das wiederum bedeutet mehr Geld in den Werbekassen, wenn weitere Suchanfragen wenige Minuten später folgen.

Um Deine Position via Google Suchmaschinenoptimierung zu erhöhen, helfen Dir die besten SEO Strategien: Keywords, On-Page SEO, Off-Page SEO und Content.

3. Google Suchmaschinenoptimierung Strategien ‒ in 5 Schritten zum Erfolg

Suchmaschinenoptimierung für Google war noch nie so einfach anzuwenden wie heute. Obwohl Google seinen Algorithmus hinter Schloss und Riegel hält, wissen wir dennoch, welche Strategien gut funktionieren. Im folgenden Abschnitt zeigen wir Dir die gängigsten Strategien, die sich am besten bewährt haben.


3.1. Keywords

Google Suchmaschinenoptimierung basiert auf Keywords, Phrasen und Wörter, die in Google eingegeben werden. Ein Keyword kann demnach „Haus“ sein, aber User suchen auch nach „Haus zum Verkauf“. Trotz unterschiedlicher Länge sind beide Keywords gleichwertig, weil sie von Usern als Suchanfragen eingegeben werden.

Um Informationen auf Webseiten zu filtern, benutzt Google „Crawler“, die Content lesen und auswerten. Werden relevante Keywords zu einer Suchanfrage gefunden, beeinflusst dies die Position der Suchmaschinenresultate. Ist der Algorithmus davon überzeugt, dass die durchforstete Webseite besonders gut zur Suchanfrage passt, scheint sie bereits auf der ersten Seite auf.

Keywords gibt es wie Sand am Meer, doch der Kniff besteht darin, die richtigen für Deine Webseite zu finden. SEO Tools wie Ahrefs und Ubersuggest werten Keywords für Dich aus und listen die besten für Deine Suchanfragen auf.

Nehmen wir an, Du möchtest Deinen Blog aktualisieren und suchst nach möglichen Themen. Bei Deiner Keyword Recherche spielen drei Faktoren eine Rolle: Suchvolumen, Schwierigkeit und Relevanz. Du Dir folgende Fragen stellen:

  • Suchen genug User nach dem Keyword, das Du verwenden möchtest? 
  • Ist die Schwierigkeit unter 30, damit Du nicht mit stärkeren und größeren Unternehmen konkurrierst?
  • Ist das Keyword relevant für Deine Webseite? (Wenn Du eine Marketingfirma hast, wirst Du selten über Finanzen berichten, auch wenn sich Keywords ähneln könnten.)

Mehr zum Thema erfährst Du in unserem Artikel über die effektive Keyword Recherche.


3.2. On-Page SEO

On-Page SEO wurde lange als Synonym für SEO verwendet und ist noch heute ein wichtiger Bestandteil der Suchmaschinenoptimierung. Der Begriff beschreibt alle Optimierungen, die direkt auf der Webseite vollzogen werden. Zu den drei wichtigsten Elementen gehören der URL, die HTML Titel und der Webseitentitel.

URLs sind etwas knifflig zu gestalten, folgen jedoch zwei Regeln: kein Spam und keine Wiederholungen von Wörtern. Spam betrifft übrigens den gesamten Content, da Google das extreme Wiederholen von Keywords als negativ sieht. Dein Content muss auf jeden Fall lesbar sein.

Der HTML Titel (oder Title Tag) ist ein HTML-Element, das den Inhalt der Webseite wiedergibt. Für Crawler ist er deswegen interessant, weil er schnell Informationen über eine Seite freigibt. Generell sind HTML Titel nie länger als 60 Zeichen.

Als Webseitentitel (Page Title) werden Überschriften in Deinem Text bezeichnet. Im Endeffekt beinhalten diese Titel alle Überschriften, die auf Deiner Webseite vorkommen. Für die Suchmaschinenoptimierung bei Google sind sie deswegen wichtig, weil sie Indizien auf die Relevanz des Artikels für Suchresultate geben.

Wenn Du zum Beispiel einen Artikel über „Hunde in Brasilien“ schreibst, sollte dieses Keyword so oft wie möglich auf der Webseite, aber spezifisch in den drei Hauptelementen, vorkommen.

3.3. Off-Page SEO

Off-Page SEO bezeichnet im Gegensatz zu On-Page SEO alle Tätigkeiten, die abseits einer Webseite durchgeführt werden. Das sind zum Beispiel Backlinks, Social Media und Marketingstrategien, die nicht direkt von Dir durchgeführt werden.

Off-Page SEO wurde lange Zeit ignoriert, wenn es darum ging, Ressourcen für SEO zu planen. Heute wissen wir, dass Off-Page SEO genauso wichtig wie On-Page SEO ist. Jeder Backlink, jedes Zitat auf anderen Webseiten gibt Google den Hinweis, dass Deine Webseite wichtig ist. Was wäre ein Ranking, dass sich alleinig auf die eigene Bewertung verlässt?

Wenn Du mehr über die Macht von Links und das effiziente Bauen von Links wissen willst, haben wir hier den richtigen Artikel über Linkbuilding für Dich.

3.4. Content

Content mag für On-Page SEO nicht so eine große Rolle spielen wie Metabeschreibungen und Co., das bedeutet jedoch nicht, dass Content für Deine Google Suchmaschinenoptimierung irrelevant ist. Google präferiert eindeutig den User und nicht den Creator, wenn Suchmaschinenresultate ausgewertet werden. Niemand liest gerne Blogs oder Artikel, die nicht hilfreich oder unterhaltend sind.

Doch was meinen wir, wenn wir von „guten Artikeln“ sprechen? Du musst nicht einen Roman schreiben oder an Goethe appellieren, um besonders guten Content zu erstellen. Stattdessen kannst Du Dich an drei Merkmalen orientieren: Originalität, Länge und Relevanz.

Beim täglichen Surfen ist es verlockend, den Inhalt von anderen zu recyceln. Hier hast Du ein lustiges Meme gefunden, dort ist ein Video hilfreich für Deine Präsentation am Montagmorgen. Copyright scheint im Internet nicht zu existieren, doch das ist nicht ganz richtig.

Während es für Menschen unmöglich ist, die Mengen an Daten im Internet auszuwerten, können es Computer mit Leichtigkeit. Wenn Du also Content von anderen Seiten wiederverwendest oder gar kopierst, merkt das Google sofort. Das Resultat ist darauf ein schlechteres Ranking.

Der zweite Punkt betrifft die Länge Deines Contents. Hierfür spalten sich die Meinungen, doch der Konsensus besteht, dass Artikel ungefähr 1.500 Wörter beinhalten sollten. Diese Länge hat sich bei Studien am besten bewährt, muss jedoch für Deine Webseite nicht ausschlaggebend sein. Wenn Du Dich auf kurze Inhalte von 500 Wörtern spezialisiert und User das auch von Deiner Webseite erwarten, sind 1.500-Wörter-lange Artikel unangebracht.

Die Relevanz bezieht sich auf Deine Zielgruppe. Logischerweise möchtest Du nur Content und Keywords auf Deiner Webseite verwenden, die relevant für Deine User sind.

Hier dazu ein Beispiel: Wenn Du ein Bauunternehmen hast, sind andere Dienstleistungen für Kunden genauso interessant wie Deine eigenen, aber ergibt es Sinn, über Architektur auf Deiner Webseite zu berichten, wenn Du selbst diesen Service nicht anbietest? Die Keywords, die Dich für Deinen Content inspirieren, sollten zu Deinem Angebot passen.

3.5. Tipps und Tricks für Google

Google Suchmaschinenoptimierung ist gar nicht so kompliziert wie Marktingexperten behaupten. Hier fassen wir für Dich noch einmal die besten Tipps und Tricks zusammen:

  • Google verwendet viele Faktoren, um Dein Suchmaschinenranking zu berechnen. Die Verweildauer auf Deiner Webseite spielt eine Rolle, weil sie Google Aufschluss darüber gibt, ob User Deine Webseite gerne benutzen. Je länger die Verweildauer ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass User mit Deinem Content zufrieden sind. Das betrifft übrigens auch die Mobilversion Deiner Webseite.
  • Strukturierte Absätze lesen sich besser. Content Writing ist dem akademischen Schreiben sehr ähnlich: Du beginnst Deinen Absatz mit einem Satz (Topic Sentence), der den Inhalt des gesamten Absatzes zusammenfasst. Kürzere Absätze lesen sich zudem besser als Seiten um Seiten voller Text ohne Bilder und Seitenumbrüche.
  • Hast Du Deine Webseite schon für Mobilgeräte optimiert? Google Search Console, das SEO Tool von Google, bietet einen Service an, der Deine Webseite auf Mobilprobleme testet. Damit sparst Du Dir das eigene Probieren auf Deinem Smartphone: Googles Mobile-Friendly-Service.
  • Qualität ist wichtiger als Quantität, wenn Du Deine Keywords auswählst. Googles Ziel ist es, guten Content zu finden. Daher solltest Du „Keyword Stuffing“, das exzessive Verwenden von Keywords, auf jeden Fall vermeiden.

4. Fazit

Google ist die heutzutage meistverwendete Suchmaschine und hat deswegen ihre eigene Disziplin, die „Google Suchmaschinenoptimierung“ geprägt. Wir haben Dir gezeigt, wie einfach Du gängige Strategien verwenden kannst, um Deine Webseite zum Erfolg zu führen. Mit unseren Tipps wirst Du im Nullkommanichts auf den ersten Rängen von Google zu finden sein.

Stephan Ilg


Stephan ist Experte für Onlinemarketing, Diplomjurist und Unternehmer. Neben seiner Onlinemarketing-Tätigkeit ist er Dozent für E-Commerce und Medienrecht an der Hochschule Fresenius. Seine Arbeitssprachen sind Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und Portugiesisch.

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