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Social Media

Die wichtigsten Social Media Kanäle

 Juni 4, 2020

By  Fabio Hildenbrand

Unternehmen müssen im Socia Media Marketing viele wichtige Entscheidungen treffen. Engagieren wir eine Agentur oder stellen wir einen Social Media Manager an? Legen wir unsere Strategie auf Reichweite oder Interaktion aus?

In jedem Fall steht ein Unternehmen irgendwann einer besonders schwierigen Herausforderung gegenüber: Die Qual der Kanal-Wahl. Eine Menge Vorarbeit ist nötig, um den richtigen Kanal für Dein Social Media Marketing zu finden. 

1. Exkurs: So findest Du den passenden Social Media Kanal

Zunächst muss das eigene Unternehmen analysiert werden. Auf welchen Social Media Kanälen ist es bereits aktiv, zu welchen Plattformen passt unser Angebot und können unsere Marketingziele auf diesen erreicht werden? Modeunternehmen und Restaurants sollten beispielsweise ganz klar einen Fokus auf Bildformate setzen, da sich ihre Produkte wunderbar visuell darstellen lassen.

Dienstleistungsunternehmen können mit Texten oder Videos branchenrelevante Themen rund um ihre Dienstleistung aufgreifen und erklären. Das schafft Vertrauen und gibt dem Unternehmen gleichzeitig die Möglichkeit, dem Kunden Referenzen der eigenen Arbeit vorzuführen. Der Social Media Kanal muss also zu Deinem Angebot und zu Deinen Marketingzielen passen.

Doch nicht nur das Format ist für die Wahl des Kanals entscheidend. Die wohl größte Rolle bei dieser Entscheidung spielen die Zielgruppe und das Budget. Finde heraus auf welchen Plattformen Deine Zielgruppe unterwegs ist und entscheide dann, abhängig von Budget und Marketingzielen, welches soziale Netzwerk Dich Deinen Zielen näher bringen kann.

Die Reichweite der Netzwerke ist unterschiedlich groß – ebenso wie ihre Möglichkeiten für das Marketing. Damit Du einen Überblick über die soziale Landschaft im Netz bekommst, stellen wir Dir die wichtigsten Social Media Kanäleund ihre Eigenschaften vor.

2. Die wichtigsten Social Media Kanäle im B2C-Marketing  


2.1 Facebook

Mehr als 16 Jahre hat der Vorreiter der sozialen Plattformen nun auf dem Buckel. Bei der kurzlebigen Dynamik der sozialen Medien ist das eine sehr lange Zeit. Facebook hat bereits viele Mitbewerber aufsteigen und fallen sehen. Und obwohl oft behauptet wird, Facebook stehe ebenfalls mit einem Fuß im Grab, ist es mit rund 2,5 Milliarden aktiven Nutzern pro Monat das reichweitenstärkste soziale Netzwerk unserer Zeit.

Die Plattform selbst bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten. Neben privaten Kontakt- und Kommunikationsmöglichkeiten können Nutzer auch offiziellen Profilen folgen. Beiträge von Promis, Politikern und Unternehmen werden dann auf der Chronik dieser Nutzer angezeigt. Texte, Bilder und Videos finden als Format in den Chronik Beiträgen und als Story einen Platz in Facebook.

Durch die Möglichkeit jeden Beitrag zu liken, zu kommentieren und zu teilen, birgt das größte soziale Netzwerk ein enormes Potential zur Interaktion und Viralität. Besonders interessant für Unternehmen sind die netzwerkeigenen Werbeanzeigen: Die Facebook-Ads. 

Bild- und Videoanzeigen können bei Facebook mit einem knackigen Text bestückt und einem Link versehen werden. Die präzisen Zielgruppeneinstellungen und die organisch anmutende Optik können, in erfahrenen Händen, zum Erfolg Deiner Kampagne führen. 

2.2 Instagram

Das Tochterunternehmen des Social Media Veterans Facebook geht einen ganz anderen Weg. Die Plattform ist kein schlichter Kommunikationskanal, sondern ein buntes Bilderparadies, auf dem sich täglich über 500 Millionen Nutzer tummeln.  Fotos und Kurzvideos rund um die Themen Mode, Beauty und Lifestyle kommen besonders gut bei den Usern an.

Private Profile sowie offizielle Profile können mit Inhalten bespielt und von Nutzern verfolgt werden. Im Feed tauchen dann die Beiträge aller gefolgten Profile auf. Sowohl Bild- als auch Videobeiträge können mit einem Begleittext und Hashtags versehen werden. Auch das Story-Format, bei dem Beiträge für Nutzer nur 24 Stunden lang zu sehen sind, spielt bei Instagram eine nicht zu unterschätzende Rolle.

Um mit organischen Beiträgen auf Instagram Erfolge verzeichnen zu können, müssen diese authentisch und gleichzeitig hochwertig sein, um in der großen Bilderflut aufzufallen. Likes, Kommentare und Follower gibt es schließlich nicht umsonst. Zusätzlich ist die Platzierung der richtigen Hashtags wichtig, um von potenziellen Followern gefunden zu werden.

Im Gegensatz zu Facebook ist es auf Instagram schwer Traffic zu generieren. Es gibt keine Möglichkeit die Beiträge mit Links zu versehen. Produktplatzierungen durch Influencer oder Anzeigen im Feed und in den Stories sind die Marketingwerkzeuge von Instagram. Zur Steigerung der Markenbekanntheit eignet sich die Plattform somit perfekt.

2.3 Pinterest

Mit Pinnadeln wurden schon in der Schule wichtige Notizen und Fotos vom letzten Klassenausflug aufgehängt. Pinterest ist eine Pinnwand im digitalen Format und funktioniert gleichzeitig als Suchmaschine. Das Netzwerk ist dabei ausschließlich auf Bildformate ausgelegt. Rund 7 Millionen Deutsche pinnen sich im Monat Bilder an ihre persönliche Pinnwand im Netz.

Pinterest ist ein Ort der Inspirationen und Ideen an dem vor Allem Fashion- und Lifestyle-Themen beliebt sind. Wer als Unternehmen einer solchen Branche noch kein Pinterest nutzt, bekommt nun ein paar Vorteile ins Gedächtnis „gepinnt“.

Das Fotonetzwerk ist eine ideale Anlaufstelle zum Generieren von Reichweite und Traffic. Dein Produkt wird auf einem Bild ansprechend inszeniert – und Schwupps – landet es auf der Pinnwand eines Users, dem das Produkt gefällt. Dort kann es dann wieder von anderen Nutzern entdeckt werden. 

Da Du Pinns jeweils mit einem Link ausgestatten kannst, generierst Du zusätzlichen Traffic auf Deinen Produktseiten. Mit den sogenannten Promoted Pins kannst Du zusätzliche Sichtbarkeit innerhalb der Plattform erlangen. Das Werbeformat gliedert sich nahtlos in den organischen Content von Pinterest ein.

Expertentipp: 

 Auf Google tauchen Pinnwände als Suchergebnis weit oben auf der ersten Google-Seite auf. Dieses Wissen kannst Du Dir zunutze machen und dort Sichtbarkeit erlangen, wo sonst nur die Branchen-Giganten stehen.


2.4 Snapchat

Snapchat beherbergt etwas ganz Besonderes: Die Generation Z. Ganze zwei Drittel aller Nutzer sind maximal 24 Jahre alt. Genutzt wird die App weltweit von fast 300 Millionen Nutzern am Tag. Um die Konsumenten und Arbeitskräfte von Morgen anzusprechen oder sie als Azubis zu anzuwerben, ist die Plattform also durchaus geeignet. 

Der Fokus der gelben App liegt vorrangig auf dem Image-Messaging zwischen den Nutzern. Bilder im Story-Format können hierfür direkt in der App aufgenommen und mit Filtern verändert werden. Schönheit und Humor stehen dabei an erster Stelle. So können diese Filter Dich mit Weichzeichnern und Make-Up in eine Beauty-Queen verwandeln oder Dir eine Hundeschnauze verpassen.

Über das Story-Feature kann ein Unternehmen die sogenannten „Snaps“ allen Nutzern zugänglich machen und so mit seiner Community kommunizieren. Diese Vorgehensweise eignet sich gut, um die User hinter die Kulissen des Unternehmens blicken zu lassen. Da sich Marketing auf Snapchat bisher eher als schwierig gestaltet, bietet sich eine Kooperation mit einem Influencer an.

2.5 TikTok

Der wichtigste Newcomer unter den Social Media Kanälen ist derzeit TikTok. In Deutschland erreicht das chinesische Kurzvideoportal 5,5 Millionen aktive Nutzer im Monat. Wie Snapchat ist auch TikTok eine App, die von der Generation Z dominiert wird. Ganze 70% der Nutzer sind zwischen 16 und 24 Jahren. Eine Zielgruppe jenseits der Ü30 sucht man hier vergebens.

Die Plattform lebt von der Kreativität seiner jungen User. Kurzvideos im Story-Format werden direkt in der App gedreht, bearbeitet und hochgeladen. Die Nutzung von angesagten Songs spielt dabei eine wichtige Rolle. Vor Allem Comedy- und DIY-Inhalte lassen sich gut im kompakten Videoformat unterbringen.

Wie auf vielen anderen Plattformen werden diese Inhalte geliked, geteilt und mit Hashtags versehen. Hashtags spielen auf TikTok durch die sogenannten Hashtag-Challenges eine ganz besondere Rolle. Ein Hashtag gibt hierbei ein Thema vor und die Nutzer reagieren mit passendem Content darauf. 

Unternehmen haben die Möglichkeit mit gesponserten Hashtag-Challenges eine hohe Sichtbarkeit und Interaktionen zu erlangen. Eine gute Kampagne hat außerdem das Potential auf TikTok viral zu gehen. Die Kooperation mit einem Influencer hat sich ebenfalls bewährt. Klassischere Werbemittel wie native Videoanzeigen und Banner können ebenfalls gebucht werden.

Expertentipp: 

Wenn Du mehr über TikTok als Marketingkanal erfahren möchtest, dann schau bei unserem Beitrag TikTok für Unternehmen vorbei!


2.6 Youtube

Das beliebte Videoportal des Google-Universums hat eine unglaubliche Reichweite von 1,9 Milliarden monatlichen Nutzern. Zusammen schauen diese täglich rund 1 Milliarde Stunden Videomaterial. Für Unternehmen bedeuten diese Zahlen nicht nur eine wertvolle Reichweite, sondern auch eine große Konkurrenz. Der qualitative Anspruch der Nutzer ist dementsprechend hoch.

Kommunikation ist auf Youtube nebenrangig. Die Unterhaltung durch lange und hochwertige Videoinhalte steht für die Nutzer im Vordergrund. Gefällt ihnen ein Inhalt nicht, können die User dies mit negativen Bewertungen und Kommentaren zum Ausdruck bringen. Die hohen Standards der Nutzer werden für Unternehmen häufig zu einer überfordernden Herausforderung.

Der Content muss dem Geschmack der Zielgruppe entsprechen und die Message muss überzeugend serviert werden. Auch regelmäßiger Content ist für das Überleben auf Youtube unabdingbar. Experten auf diesem Gebiet sind erfolgreiche Youtuber und Youtuberinnen. Die Kooperation mit einem relevanten Influencer kann sich daher lohnen. 

Youtube als Marketing-Kanal mit Inhalten zu versorgen ist alles andere als leicht. Wenn Dein Unternehmen jedoch seine Content-Strategie mit Videos aufbauen möchte, führt kein Weg an Youtube vorbei. Schafft Du es den Usern interessante Inhalte vorzusetzen, belohnt Dich das Portal mit einer unvergleichlichen Reichweite.

2.7 Twitter

Hör mal, wer da zwitschert! Jeden Tag nutzen rund 166 Millionen Menschen die App mit dem kleinen Vogel. Mit 280 Zeichen und der Möglichkeit Bilder und Videos einzubinden, posten Promis, Politiker und Privatpersonen ihre Texte auf Twitter. Das Liken, Teilen und Kommentieren von Beiträgen in Echtzeit ist fester Bestandteil des Mikrobloggingdienstes.

Insbesondere Jugendlichen und junge Erwachsenen gefällt das Bloggen im Mini-Format. Unternehmen können auf Twitter eine persönliche und schnelle Kommunikation mit dieser Zielgruppe pflegen. Wichtig dafür sind mehrere tägliche „Tweets“ mit leicht zugänglichem Inhalt. 

Statt Werbeinhalten solltest Du lieber auf die Vermittlung Deiner Unternehmenswerte setzen. Transparenz und Authentizität sind auf Twitter wichtige Güter. Mit etwas Geschick kannst Du jedoch auch hier Deine Angebote einbringen.

3. Die wichtigsten Social Media Kanäle im B2B-Marketing


3.1 LinkedIn

LinkedIn ist DIE Anlaufstelle für digitale B2B-Kommunikation im großen Stil. Ganze 690 Millionen Menschen nutzen die Plattform weltweit – im deutschsprachigen Raum sind es über 14 Millionen. Zentraler Ort der Präsentation auf LinkedIn ist das Unternehmensprofil. Um bei potenziellen Kunden und Netzwerkpartnern einen guten Eindruck zu hinterlassen, ist die regelmäßige Pflege des Profils notwendig.

Mit dem internen Messagingdienst kannst Du neue Berufskontakte finden und pflegen. So kannst Du Dir schnell ein großes Netzwerk aufbauen. Ebenso kannst Du durch das Teilen von Statistiken, Beiträgen oder Präsentationen zu einem wichtigen Meinungsführer Deiner Branche werden.

3.2 Xing

Im Gegensatz zu LinkedIn ist Xing nur auf den deutschsprachigen Raum ausgerichtet. Wer kein internationales Unternehmen führt, könnte hier möglicherweise besser aufgehoben sein. Kleine Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz haben auf Xing auch ohne riesiges Marketing-Budget gute Möglichkeiten.

Das Netzwerk wird hauptsächlich von Studierenden, Job-Einsteigern und Recruitern genutzt. Neben Job-Angeboten können Unternehmen auch informative Inhalte in Text-, Bild- und Videoformaten hochgeladen werden. Diese sollten potenziellen Kunden und Geschäftspartnern einen hohen Mehrwert bieten. 

Über die Suchfunktion können Einzelpersonen, Unternehmen und Gruppen gefunden werden. Auch Networking-Events und Workshops werden auf Xing angeboten. Der Ausbau des beruflichen Netzwerks und das Rekrutieren neuer Mitarbeiter ist mit einer großen zeitlichen Investition, aber wenig finanziellem Aufwand möglich. 

Fabio Hildenbrand


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