Content Hub – was das ist und wieso er aus SEO-Sicht so relevant ist

Feb 20, 2024 Eva Wild

Deine Website, die du mit viel Aufwand und Nerven aufgebaut hast, bekommt von Usern nicht die Aufmerksamkeit, die sie verdient hat? Du bist es satt, dass deine Inhalte es nicht oben auf der ersten Seite einer Suchmaschine schafft? Dann hilft nur SEO.

Wenn du beginnst, dich mit SEO-Strategien bekannt zu machen, dann wirst du früher oder später über den Begriff Content Hub stolpern. Aber was versteht man unter diesem Begriff, warum ist ein Content Hub so wichtig für deine SEO Strategie und wie kannst du dadurch mehr Sichtbarkeit und Reichweite erreichen? Das verraten wir dir in diesem Artikel.

Was ist ein Content Hub?

Ein Content Hub ist eine dynamische, zentrale Plattform, auf der alle wertvollen Inhalte gebündelt, organisiert und präsentiert werden. Diese Plattform kann entweder als separate Seite in deiner bestehenden Website existieren oder auch als eigene Domain. Du kannst es dir in etwa wie eine Bibliothek vorstellen – im SEO-Fall werden hier Artikel, Videos, Infografiken und vieles mehr gesammelt.

Einkaufswagen voller Medien

4 Gründe, wieso Content Hubs für SEO wichtig sind

Es liegt klar auf der Hand, dass ein Content Hub nutzerfreundlich ist. Doch warum sind Content Hubs aus SEO-Sicht so entscheidend? Wir von der Werbepresse erklären dir, warum ein gut strukturierter Content Hub deine Online-Präsenz verbessern kann.

1. Content Hub als zentrale Anlaufstelle für Themen-Cluster

Ein Content Hub fungiert als zentrale Anlaufstelle für Themen-Cluster, bei denen verwandte Inhalte gruppiert und organisiert werden. Durch diese Gruppierung können Suchmaschinen wie Google besser verstehen, welche Themen auf deiner Website behandelt werden und wie sie zusammenhängen.

Das Resultat? Deine Website wird als Autorität in deinem Themengebiet wahrgenommen und du gewinnst automatisch mehr Sichtbarkeit.

Expertentipp: 

Content Hubs können verschiedene Content-Formate umfassen,
dazu gehören:

  • Blogartikel
  • Videos
  • Whitepapers
  • Fallstudien
  • Social Media Content
  • (Info-) Grafiken
  • etc.

2. Interne Verlinkung für eine bessere Usability

Durch die Verknüpfung thematisch verwandter Inhalte entsteht ein Netzwerk aus internen Links, das den Besuchern hilft, sich leichter auf deiner Seite zu orientieren. So können sie einfach zwischen verschiedenen Inhalten navigieren und entdecken dabei weitere, für sie relevante Informationen.

Die interne Verlinkung verbessert also die Usability und sorgt für eine optimale Verteilung des sogenannten "Link Juice". Nutzer verweilen gerne länger auf deiner Website, weil sie von einem Thema zum nächsten gelangen und immer tiefer in die Themenwelt tauchen können. Das stärkt die Autorität deiner Website und fördert das Ranking in den Suchergebnissen wie bei Google.

3. Crawling und Indexierung verbessern

Durch die systematische Verknüpfung deiner Inhalte innerhalb des Content Hubs können User und Suchmaschinen leichter zwischen den verschiedenen Bereichen deiner Website navigieren. Du kannst dir das Ganze wie ein Netz vorstellen. Wenn der Crawler einer Suchmaschine einmal in dieses Netz aus Themen-Clustern gerät, kann er sich ganz einfach von einer Seite zur nächsten hangeln und alle Seiten indexieren. Deine Rankings werden es dir danken! 

4. Hohe Verweildauer durch einen Content Hub

Ein Content Hub ist die zentrale Anlaufstelle für alle Inhalte auf deiner Website und ermöglicht es dir, die User Experience zu optimieren. Mit einer benutzerfreundlichen und übersichtlichen Struktur erleichterst du deinen Besuchern den Zugang zu wichtigen Informationen und sorgst für eine längere Verweildauer auf deiner Seite.

Das bedeutet, dass deine Besucher länger auf deiner Seite bleiben und mehr Zeit damit verbringen, deine Inhalte zu erkunden. Eine längere Verweildauer wirkt sich positiv auf wichtige Kennzahlen wie die Absprungrate aus und signalisiert Suchmaschinen, dass deine Inhalte für Nutzer relevant und interessant sind.

Verlinkte Websites auf Content Hub

Schritt für Schritt: So entwickelst du einen erfolgreichen Content Hub

Ein Content Hub klingt zu gut, um wahr zu sein? Dann lass uns dir erklären, wie man solch einen Hub umsetzt.

1. Auswahl der relevanten Themen-Cluster und Unterthemen

  • Ziele: Überlege zunächst, welche Ziele du mit deinem Content Hub erreichen möchtest. Willst du mehr Traffic generieren, die Conversion-Rate erhöhen oder die Kundenbindung stärken? Deine Ziele sollten klar definiert und messbar sein.
  • Themen: Wähle nun ein umfassendes Hauptthema und entsprechende Unterthemen aus und überprüfe, welche Keywords dazu passen könnten.
  • Inhaltsstrategie: Entwickle eine ansprechende Inhaltsstrategie, die auf deine Zielgruppe zugeschnitten ist. Dabei solltest du die Bedürfnisse, Interessen und Schmerzpunkte deiner Zielgruppe analysieren.

2. Erstellung der Inhalte

  • Inhaltserstellung: Erstelle hochwertige und ansprechende Inhalte, die dein Publikum informieren, unterhalten und inspirieren.
  • Content-Formate: Nutze verschiedene Formate wie Artikel, Videos oder Grafiken, um deine Botschaften zu vermitteln und deine Zielgruppe zu begeistern.

3. Verlinkung und Vernetzung der Inhalte

  • SEO-Optimierung: Vergiss nicht, deinen Content Hub für Suchmaschinen zu optimieren. Verwende dein Focus Keyword und andere relevante Supporting Keywords, um deine Inhalte für Google und Co. sichtbar zu machen. Achte zudem auf gute Meta-Daten, aussagekräftige Überschriften und optimierte Alt-Tags für Bilder.
  • Interne Verlinkung: Interne Verlinkungen führen die Besucher durch die verschiedenen Themenbereiche und erleichtern ihnen das Finden der gewünschten Informationen. 
  • Vermarktung: Um deinen Content Hub bekannt zu machen, solltest du ihn aktiv über verschiedene Kanäle bewerben. Nutze Social Media, E-Mail-Marketing, Newsletter und andere Werbemöglichkeiten, um deine Zielgruppe auf deinen Content Hub aufmerksam zu machen und ihnen einen Mehrwert zu bieten.

Expertentipp: 

Ein Content Hub ist meist so geclustert, dass es eine Hauptseite (Hub) gibt mit mehreren Unterseiten (Spokes). Die Hub verlinkt auf die Spokes und die Spokes verlinken auf die Hub. Es empfehlen sich 5 - 20 Spokes pro Thema. Wenn dir das nicht ausreicht, kannst du neben den Unterseiten noch weitere Unter-Unterseiten erstellen und noch tiefer in das Thema dringen.

Beispiel für einen Content Hub

Sagen wir, wir möchten einen Content Hub zum Thema „erneuerbare Energien“ erstellen, dann könnte dieser folgende Elemente umfassen:

Thematische Kategorien

Der Content Hub wird in Kategorien unterteilt: 

  • Solarenergie,
  • Windenergie,
  • Geothermie,
  • Energieeffizienz
  • etc.

Content-Formate

Der Content Hub besteht aus verschiedenen Content-Formaten:

  • Blogartikel,
  • News Bereich,
  • Experteninterviews,
  • Videos,
  • Podcasts,
  • Forschungsberichte,
  • Fallstudien,
  • Infografiken,
  • Whitepapers,
  • etc.

Interaktive Elemente

Im Zuge des Content Hubs können Tools wie CO₂-Rechner oder Potenzialanalysen für Solaranlagen auf dem eigenen Dach für die Leser zur Verfügung gestellt werden.

Social Media Logos als Teil des Content Hubs

Best Practices: So pflegst und aktualisierst du deinen Content Hub richtig

Ein top gepflegter Content Hub ist der Schlüssel zum Erfolg deiner Website. Wir präsentieren dir einige Best Practices, mit denen du deinen Content Hub auf Vordermann bringen und eine überzeugende Nutzererfahrung kreieren kannst.

Nutzerorientierte Strukturierung

Gib deinen Besuchern, was sie wollen! Eine nutzerorientierte Strukturierung ermöglicht einen schnellen und unkomplizierten Zugang zu gesuchten Informationen. Achte auf eine logische Navigation und organisiere die Inhalte in thematisch passenden Kategorien. Versetz dich dabei immer in die Lage deiner Zielgruppe und berücksichtige deren Bedürfnisse und Erwartungen.

Einbindung von Multimedia-Elementen

Multimedia-Elemente wie Bilder, Videos und interaktive Grafiken verschönern deinen Content Hub und verleihen ihm das gewisse Etwas. Sie machen deine Inhalte ansprechender und leichter verständlich, indem sie komplexe Sachverhalte anschaulich darstellen oder zusätzliche Informationen liefern.

Achte darauf, dass die Medien hochwertig und passend für deine Zielgruppe und das Thema sind. Die Benutzerfreundlichkeit sollte ebenfalls im Fokus stehen: Medienelemente müssen auf allen Geräten und Bildschirmgrößen problemlos spielbar und gut erkennbar sein.

Aktualisierung und Pflege des Content Hubs

Um deinen Content Hub immer up to date und relevant zu halten, ist es wichtig, diesen regelmäßig zu pflegen und zu aktualisieren. Checke deine Inhalte in regelmäßigen Abständen auf ihre Aktualität und ergänze sie bei Bedarf mit frischen Informationen oder neuem Content. Gib veralteten oder irrelevanten Inhalten den Laufpass, um die Übersichtlichkeit des Hubs zu bewahren.

Hand zeichnet Strategie eines Content Hubs

Exkurs: Product Hub

Du bist im E-Commerce unterwegs, verkaufst Produkte online oder bietest deine Dienstleistungen an und frägst dich nun, wie du am besten einen Content Hub umsetzen sollst? Vielleicht ist dir bereits aufgefallen, dass es bei einem Content Hub hauptsächlich darum geht, Branchenexperte zu werden und eine gewisse Autorität aufzubauen. Das wirkt sich nur indirekt auf deine Verkäufe und Conversion aus. 

Wir können dir als Erweiterung zum Content Hub einen Product Hub empfehlen. 

Ein Product Hub ist eine spezialisierte Form eines Content Hubs, der sich darauf konzentriert, umfassende Informationen und Ressourcen rund um ein bestimmtes Produkt oder eine Dienstleistung bereitzustellen. Das Ziel ist es, potenziellen Käufern alle notwendigen Informationen an einem Ort zu bieten, um ihre Kaufentscheidung zu unterstützen, das Kundenerlebnis zu verbessern und sie entlang ihrer gesamten Customer Journey zu begleiten.

Grafische Beschreibung eines Product Hubs

Beispiel eines Product Hubs

Stellen wir uns vor, wir vertreiben Kaffeemaschinen. Neben dem Content Hub, der Themen wie Kaffee-Sorten, Barista-Tipps, Kaffee-Rezepte etc. abdeckt, gehen wir im Product Hub auf Produkt-Elemente ein:

  • Detaillierte Produktbeschreibung: Präsentation jeder Kaffeemaschine mit ausführlichen Informationen zu ihren technischen Eigenschaften, Designmerkmalen, verfügbaren Modellen, Preispunkten etc.
  • Kundenbewertungen und Rezensionen: Authentisches Feedback und Bewertungen von bestehenden Kunden, die die Kaffeemaschinen gekauft und verwendet haben, um Neukunden bei ihrer Entscheidung zu helfen.
  • Zubereitungsfunktionen: Professionelle Anleitungen und Videos zur Optimierung der Kaffeezubereitung, einschließlich Mahlgradeinstellungen und Reinigungstipps für die Maschinen.
  • Kundensupport und Wartungsleitfäden: Direkter Zugriff auf Kundenserviceoptionen, Benutzerhandbücher, häufig gestellte Fragen (FAQs) und Schritt-für-Schritt-Anleitungen zur Wartung und Fehlerbehebung.
  • Sonderangebote und Promotionen: Informationen über Sonderverkäufe, Bundle-Angebote, Treueprogramme, neuste Launches oder Geschenkaktionen für Kunden.

Innerhalb des Product Hubs kannst du nicht nur auf Blogartikel zurückgreifen. Die FAQs lassen sich einfach als Drop-Down-Menü gestalten, Erklärung zu den Zubereitungsfunktionen als Videos und den Kaffeeautomaten als 360-Grad-Ansicht.

Product Hub auf Bildschirm dargestellt

Fazit

Ein Content Hub ist unerlässlich für Unternehmen, die ihre Online-Präsenz stärken und ihre SEO-Strategie optimieren möchten. Durch die systematische Verknüpfung von Inhalten, die Einbindung von Multimedia-Elementen und die regelmäßige Aktualisierung des Content Hubs schaffst du eine solide Basis für langfristigen Erfolg in der digitalen Welt.

On top kannst du mit einem Product Hub als Ergänzung für ordentliche Verkäufe und Conversions deines Produkts oder deiner Dienstleistung sorgen.

Die Bedeutung von Content Hubs für zukünftige SEO-Strategien wird mit großer Wahrscheinlichkeit weiter zunehmen. Suchmaschinen wie Google entwickeln ihre Algorithmen ständig weiter und legen immer mehr Wert auf qualitativ hochwertige, gut strukturierte und benutzerfreundliche Inhalte.

Ganz besonders in den heutigen Zeiten, wo Google SGE in den Startlöchern steht und Texte auch auf KI generiert werden sollte, sind Product Hubs umso wichtiger.  

Daher ist es für Unternehmen entscheidend, in gut organisierte Hubs zu investieren, die nicht nur den aktuellen Anforderungen gerecht werden, sondern auch zukünftige Trends im Bereich SEO berücksichtigen. Dir fehlt noch die praktische Erfahrung beim Erstellen eines Content oder Product Hubs? Kein Problem – melde dich bei uns und wir helfen dir gerne dabei!

FAQ

Was ist ein Content Hub im Marketing?

Ein Hub im Marketing, oft als Content Hub bezeichnet, ist eine zentrale Plattform oder Webseite, auf der sämtliche relevante und wertvolle Inhalte eines Unternehmens präsentiert und organisiert werden. Ziel eines Content Hubs ist es, die Aufmerksamkeit der Zielgruppe zu gewinnen, sie mit interessanten und nützlichen Informationen zu versorgen und somit die Kundenbindung sowie die Markenbekanntheit zu erhöhen. Durch die Bündelung der Inhalte an einem zentralen Ort wird es für Nutzer einfacher, auf alle Informationen zuzugreifen und den Überblick zu behalten.

Was gehört alles zu Content?

Content umfasst alle Arten von Informationen und Medien, die online veröffentlicht und geteilt werden können. Dazu zählen unter anderem:

  • Textinhalte wie Blogartikel, Fachartikel, E-Books, Whitepapers, FAQs und Leitfäden
  • Visuelle Inhalte wie Bilder, Infografiken, Präsentationen und Illustrationen
  • Videos und Animationen
  • Podcasts und Audio-Dateien
  • Interaktive Elemente wie Umfragen, Quiz oder Tools zur Problemlösung

Content kann dabei unterschiedliche Zwecke verfolgen, wie zum Beispiel informieren, unterhalten, inspirieren oder überzeugen. Im Content-Marketing werden solche Inhalte strategisch erstellt und verbreitet, um eine bestimmte Zielgruppe anzusprechen und Geschäftsziele zu erreichen.

Was ist ein passendes Beispiel für einen Content Hub?

Ein passendes Beispiel für einen Content Hub ist ein Online-Magazin eines Unternehmens, das sich auf Gesundheit und Fitness spezialisiert hat. Der Content Hub könnte in diesem Fall eine zentrale Webseite sein, auf der alle Inhalte wie Blogartikel, Trainingspläne, Ernährungstipps, Rezepte, Videos und Podcasts organisiert und präsentiert werden. Die Besucher können dort gezielt nach Themen suchen, die sie interessieren, und finden leicht alle relevanten Informationen zu ihrem Anliegen.

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