Top 15 der Content-Formate für erfolgreiches organisches Marketing

Nov 27, 2023 Eva Wild

Unter Content-Formate versteht man verschiedene Ausprägungen des Content Marketings wie etwa Artikel, Podcasts, Bilder oder Videos. Mithilfe von vielfältigen Content-Formaten kannst du für deine Zielgruppe relevante und fesselnde Inhalte bereitstellen. Das kann sich lohnen, um deine Reichweite zu vergrößern und neue potenzielle Kunden für dich zu gewinnen.

Die Auswahl geeigneter Content-Formate solltest du außerdem vor dem Hintergrund deiner Content-Strategie treffen. Wir stellen dir im Folgenden einige Content-Formate vor – was sie beinhalten und welche Zwecke sie erfüllen.

Welchen Einfluss haben Content-Formate auf SEO?

SEO (engl. Search Engine Optimization) beinhaltet verschiedene Maßnahmen, darunter technische und inhaltliche, um einer Webseite mehr Sichtbarkeit in den Suchmaschinen zu verschaffen. Dabei gibt es die Möglichkeit, den Content zu verbessern und an die Bedürfnisse der Internetuser anzupassen.

Qualitativ hochwertige Inhalte sind grundlegend für ein gutes Google-Ranking. Beispielhaft dafür ist das Panda-Update von Google im Jahr 2011, das dazu führte, dass der Algorithmus minderwertige Content-Qualität abwertet und sich dies dementsprechend in schlechteren Rankings widerspiegelt.

An dieser Stelle kommen Content-Formate ins Spiel. Wenn du sie geschickt einsetzt, werden sie dein SEO bzw. deinen Traffic verbessern. Denn spannender, abwechslungsreicher Content kann dir dabei helfen, den Nutzern ein einzigartiges Erlebnis auf deiner Webseite zu bieten. 

Laptop mit Buch und Stift davor als Darstellung für textbasierte Content-Formate

Textbasierte Content-Formate

Eine Möglichkeit besteht für dich darin, textbasierte Content-Formate zu verwenden. Diese eignen sich besonders gut dazu, umfangreiche und informative Inhalte zu vermitteln. Dabei kannst du deine Expertise in deinem Fachgebiet unter Beweis stellen. Wichtig ist, dass du deinen Content für die Nutzer gut lesbar und verständlich gestaltest, damit sie dessen Benefits wahrnehmen. Es gibt verschiedene Optionen für dich, wie du textbasierte Content-Formate erstellen kannst:

1. Blogartikel

Klassischerweise liegt der Gedanke an Blogartikel nahe, wenn man von textbasiertem Content spricht. Denn er bietet die Möglichkeit, vielfältige Inhalte unterzubringen. Zum Beispiel ist es möglich, branchenspezifische Fragen aufzugreifen oder Fachbegriffe zu erläutern. Außerdem kannst du die Erfolgsgeschichten deines Unternehmens teilen und Erfahrungsberichte wiedergeben.

Wenn du dich dazu entscheidest, regelmäßig über interessante Themen zu bloggen, kannst du dir eine treue Leserschaft sichern, Vertrauen und Kundennähe aufbauen und deinen Expertenstatus ausbauen. Es gibt also eine Reihe positiver Effekte, die du nutzen kannst!

2. Listen

Die Verwendung verschiedener Arten von Listen ist denkbar:

  • Top-Listen: Es gibt Top-Listen, das sind nummerierte Listen, die dem Nutzer hilfreiche Tipps und Tricks an die Hand geben. Der Vorteil daran ist, dass Leser einen geringeren Zeitaufwand erbringen müssen, da der Titel bereits Klarheit über zentrale Inhalte gibt und konkrete Erwartungen weckt.
  • Checklisten: Denkbar sind auch Checklisten, die spezielle Hilfestellungen für praktische Probleme anbieten und signalisieren, was Leser zur Problemlösung beachten sollten. Durch eine übersichtliche Strukturierung kannst du den Lesern mithilfe von Listen einen schnellen Überblick über relevante Themen geben. Deshalb stellen sie ein beliebtes Content-Format bei Usern dar.

3. Anleitungen

Schritt-für-Schritt-Anleitungen kannst du in Form von Dokumenten, Leitfäden oder Tabellen erstellen. In ihrem Aufbau ähneln sie den oben erwähnten Checklisten. Sie werden in Social Media gern eingesetzt, da sie potenzielle Kunden mit der Marke vertraut machen und den bestehenden Kunden vertieftes Wissen für die Nutzung des erworbenen Produkts vermitteln.

Wenn die Nutzer deine Anleitung hilfreich finden, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sie dich weiterempfehlen.

Expertentipp: 

Versuche dich ruhig daran, verschiedene Content-Formate auszuprobieren. So kannst du Abwechslung in deinen Webauftritt bringen. Natürlich musst du nicht alle denkbaren Formate verwenden, um erfolgreiches Marketing zu betreiben. Versuche also, eine Kombination zu finden, die zu dir und deinem Unternehmen passt!

4. Interviews

Interviews basieren auf einem Austausch von Fragen und Antworten zwischen dir und deinem Interviewpartner. Du kannst interne oder externe Gesprächspartner – etwa Mitarbeiter, Experten oder sogar Kunden – über spannende und aktuelle Themen befragen. Auf diese Weise kannst du eine höhere Reichweite aus dem Netzwerk deines Interviewpartners generieren. 

5. Whitepaper

Whitepaper existieren auch als textbasiertes Content-Format. Dabei handelt es sich um ein Dokument, das den Lesern hochwertige Fachinformationen präsentiert. Darin können Problemlösungen, Erklärungen und Strategien integriert werden. Whitepaper eignen sich insbesondere für die Darstellung datenbasierter Inhalte wie Studien oder Benchmarks der Branche.

Dein Vorteil liegt darin, dass du bei der Gestaltung des Whitepapers sehr frei bist: Du kannst deinen Nutzern ein PDF bereitstellen, das sie unabhängig vom Web-Layout weiterempfehlen, teilen und ausdrucken können. Du kannst somit Leads (Kundenkontakte) generieren und deine Brand Awareness steigern. 

6. Case Studies

Case Studies erzählen eine reale Geschichte und stellen konkrete Kundenfälle detailliert vor, in denen Probleme dadurch gelöst werden konnten, weil die Leistung des Unternehmens verwendet wurde. Die potenziellen Kunden können sich in die beschriebene Situation und Erlebnisse hineinversetzen und besser eine Verbindung zu deinem Unternehmen aufbauen.

Ähnliche Content-Formate:

  • Use Case: Ein Use Case beschreibt, wie ein Produkt oder eine Dienstleistung eine Lösung für ein spezifisches Problem, eine spezielle Kundengruppe oder Situation anbieten kann. Er bezieht sich nicht auf konkrete Kundenerlebnisse, sondern erklärt, was die Leistung des Unternehmens in einer bestimmten Situation bewirken wird und welche Ergebnisse eintreten werden.
  • Anwenderbericht: Ein Anwendungsbericht ist ein Referenztext, der aus Sicht eines Kunden verfasst wird. Somit steht nicht das Produkt oder die Dienstleistung mit ihren Eigenschaften im Vordergrund, sondern der Anwender, der einen Benefit erzielt.

7. Gastartikel

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, Gastartikel einzubeziehen. Dabei wird ein Artikel auf einer externen Website publiziert. Vielversprechend sind dabei die Backlinks, also externe Verlinkungen auf deine Website, die du dadurch erreichst. Diese erhöhen deine Relevanz und Linkpopularität. Nicht zu vergessen, kannst du eine inhaltliche Vielfalt durch die Beleuchtung anderer Perspektiven erzielen.

8. Vergleichsartikel

Ein Vergleichsartikel hilft dem Nutzer, Produkte oder Dienstleistungen zu vergleichen, um dann eine (Kauf-)Entscheidung zu treffen. Die Vergleichskriterien solltest du sorgfältig auswählen und beachten, dass sie für das jeweilige Produkt oder die jeweilige Dienstleistung relevant sind. Vergleichsartikel können z. B. in Gestalt einer Tabelle aufgebaut werden.

Screenshot von Unsplash als Darstellung für visuelle Content-Formate

Visuelle Content-Formate

Visueller Content macht Informationen "sichtbar". Er ist vielfältig einsetzbar und kann auch in andere Content-Formate integriert werden. Es ist beispielsweise schwer vorstellbar, Beiträge in den sozialen Medien zu erstellen oder zu finden, die keine Visualisierungen enthalten.

9. Bilder

Bilder machen Inhalte für den Nutzer leichter konsumierbar. Sie können informativ oder unterhaltsam wirken. Vorteilhaft ist, dass du sie super mit anderen Formaten wie textbasiertem Content kombinieren kannst. Eine Umfrage von Statista im Jahr 2019 ergab, dass 69 % der Unternehmen im B2B-Bereich auf Fotos und Illustrationen zurückgreifen. Im B2C-Bereich sind es mit 78 % sogar noch mehr.

Hier ein paar Beispiele für dich:

  • Slideshow: Slideshows bestehen aus mehreren Bildern. Sie helfen dir unter anderem dabei, aktuelle Themen und Trends zu veranschaulichen. Meistens ist ihre Produktion auch weniger aufwendig als die Produktion eines Videos.
  • Behind-the-Scenes: Dieses Format gibt den Nutzern Einblicke in die Welt deines Unternehmens und deine Tätigkeit. Solche Inhalte wirken authentisch und lösen positive Emotionen in den Nutzern aus.
  • Screenshots: Mithilfe von Screenshots werden Inhalte erfasst, die der Bildschirm gerade anzeigt. Sie erklären Content, den User im Internet finden können, z. B. Tweets.

10. Infografiken

Wie es der Name bereits andeutet, sollen Infografiken informative Inhalte aufbereiten. Sie eignen sich dafür, komplexe und datenintensive Inhalte grafisch darzustellen. Es bietet sich sogar das Potenzial, dass deine Infografiken viral gehen, wenn die User die Grafik nützlich und ansprechend finden und sie mit anderen teilen. Denn sie sind anschaulicher als reiner Text und bringen Nutzer dazu, länger auf deiner Website zu verweilen. Das wirkt sich wiederum positiv auf dein SEO und somit deine Rankings aus.

Bildhafte Darstellung einer Statistik als Content-Format

11. Diagramme

Diagramme sind praktisch, um Daten wiederzugeben. Denkbar sind etwa Torten- oder Balkendiagramme.

  • Statistiken: Statistiken erfassen Zahlen und Daten, die aus Erhebungen hervorgehen. Diese Daten werden grafisch aufbereitet und strukturiert zusammengefasst. Damit kannst du eine gute Übersicht über verschiedene Aspekte der behandelten Thematik erstellen sowie deren Relevanz hervorheben.
  • Timeline: Eine Timeline hilft dir, Zeiträume und Ereignisse chronologisch aufzubereiten. Aus ihnen können beispielsweise wichtige Orte, Namen oder Handlungen erschlossen werden. Du könntest mit einer Timeline z. B. den Werdegang deines Unternehmens oder die Entwicklung deines Produkts vorstellen. Das macht dich für potenzielle Kunden greifbarer.

12. Memes

Vor allem in den sozialen Netzwerken haben sich Memes als wichtiger Teil der Internetkultur etabliert. Typische Merkmale von Internet-Memes sind kreative Modifikationen von Bildern und oft ein humoristischer, ironischer oder satirischer Kontext. 

Audiovisuelle Content-Formate

Audiovisuelle Content-Formate verknüpfen visuelle Eindrücke mit auditiven Elementen.

13. Podcasts

Du kannst Gespräche über aktuelle Themen und Interviews mit Experten in Form von Podcasts veröffentlichen. Da Podcasts nicht textbasiert sind, sondern insbesondere den Hörsinn stimulieren, sind sie ideal für Nutzer, die nicht gern lesen oder wenig Zeit zum Lesen haben. Podcasts können nämlich auch gut neben anderen Aktivitäten konsumiert werden.

14. Videos

Videos geben Inhalte lebhaft wieder. Du hast die Option, mit unterschiedlichen Videoarten verschiedenen Content anzusprechen.

  • Animationsvideos,
  • Erklärvideos,
  • Anleitungen,
  • Eventfilm,
  • Imagefilm,
  • Produktvideo,
  • Tutorials
  • etc.

Deine Videos können auf einer anderen Plattform wie YouTube o. Ä. abgespielt werden, aber in deine Webseite eingebettet sein.

15. GIFs

GIFs sind kurze Bewegtbilder, die den Nutzer unterhalten und positive Emotionen hervorrufen. 

Erfolgreich mit Content-Formaten

Content-Formate treten in den verschiedensten Variationen auf. Grob lassen sie sich in textbasierte, visuelle und audiovisuelle Formate unterteilen. Textbasierte Inhalte eignen sich gut, um informative und komplexe Inhalte ausformuliert darzustellen. Mithilfe von visuellem Content kannst du Inhalte auflockern und Daten gut veranschaulichen. Audiovisueller Content spricht zusätzlich den Hör- und Sehsinn an, über den Informationen ins Gedächtnis gebracht werden können.

Die verschiedenen Formate sollten auf die gewünschte Zielgruppe und den Zweck abgestimmt sein, um diese effektiv anzusprechen.

FAQ

Was ist mit Content gemeint?

Content (deutsch: Inhalt) meint jeden Inhalt, der auf einer Webseite für User bereitgestellt wird. Also z. B. Text, Abbildungen oder Videos.

Welche Art von Content gibt es?

Es gibt textbasierten, visuellen und audiovisuellen Content. Beispiele für Content sind Blogs, Case Studies, Infografiken, Podcasts oder Memes.

Was ist der beliebteste Content?

Besonders beliebt bei Nutzern sind Video Content und Beiträge auf Social Media. Auch bei Unternehmen, die Content erstellen, sind Social-Media-Posts besonders beliebt: Im B2B-Bereich geben 80 % an, diese zu nutzen, im B2C-Bereich sind es sogar 87 %.

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