Content Audit für deine Website – warum das sinnvoll ist

Mrz 18, 2024 Eva Wild

Nachdem deine Website online geht, wird sie ständig aktualisiert und mit neuen Inhalten gefüllt. Dabei ist es leicht, die Übersicht zu verlieren. Ist der Content noch aktuell? Können Kunden finden, wonach sie auf deiner Website suchen?

Wie sich auf deinem Dachboden oder deiner Abstellkammer immer mehr Dinge sammeln, die entrümpelt werden müssen, häufen sich auch auf deiner Website mit der Zeit veraltete Inhalte, die längst aussortiert gehören.

Wenn deine Website vollgepackt ist mit Content, der nicht mehr übersichtlich oder aktuell ist, ist es Zeit für einen Content Audit. Somit kannst du sicher gehen, dass deine Website dauerhaft verbessert wird und für mehr Traffic sorgen.

Was ist ein Content Audit?

Im Grunde ist ein Content Audit genau das: das Aussortieren und Erneuern von Content auf deiner Website. Du kannst es dir wie eine Inventur vorstellen. Bestehender Content auf der Seite wird gesammelt und überprüft. Dadurch erhältst du einen Überblick, welche Inhalte sich doppeln, veraltet sind oder sogar ganz von der Website gestrichen gehören.

Hierbei steht das Kundenverhalten im Vordergrund. Durch die qualitative Analyse erfährst du nämlich, wie Kunden sich auf deiner Seite verhalten – wie viele Klicks die Seite bekommt, wie lange Kunden sich die einzelnen Inhalte anschauen sowie ob und wie sie damit interagieren. 

Ziel der Analyse ist es, Bereiche zu identifizieren, in denen deine Website und ihr Inhalt optimiert werden können. Nun kannst du konkrete Veränderungen vornehmen, um deine Website ständig aktuell und auf dem bestmöglichen Stand zu halten. Somit sorgst du für mehr organischen Traffic auf deiner Seite sowie für bessere Rankings und mehr Interaktion.

Wann sollte ich einen Content Audit machen?

Ein Content Audit kann in vielen Situationen angemessen sein. Allgemein ist es sinnvoll, je nach Menge des Inhalts, deinen Content mindestens zweimal pro Jahr zu überprüfen. Deine Website sollte sich nämlich ständig verändern und sich den Trends anpassen. Nur so schaffst du es, dauerhaft attraktiv auf Kunden zu wirken und besser zu ranken. Denn auch wenn dein Content qualitativ hochwertig ist, Suchmaschinen erkennen viel eher die Websites an, die aktiv sind, sich ständig erneuern und verbessern.

Bestimmte Veränderungen verlangen oft auch nach spontanen Analysen der bestehenden Inhalte. Wenn sich etwa Änderungen zu deinem Angebot oder den Informationen auf deiner Website ergeben haben oder du etwas hinzufügen möchtest, ist es sinnvoll, den Content zu überprüfen und zu erneuern. Vielleicht möchtest du aber auch deine Vorgehensweise verändern und auch dann muss der Content angepasst werden.

Eventuell bemerkst du, dass die Klicks auf deiner Seite nachlassen und möchtest einfach für mehr organischen Traffic sorgen. Auch dann ist es von Vorteil, eine qualitative Analyse durchzuführen, um herauszufinden, welche der entsprechenden Inhalte mehr oder weniger Kunden anziehen. 

Allgemein gilt also: Finde einen regelmäßigen Rhythmus, um einen Content Audit durchzuführen, der zu deiner persönlichen Website passt und halte dich und deine Kunden auf dem Laufenden!

Dashboard zeigt Content Audit Metriken

Verbessere jetzt deinen Content

Jetzt weißt du, was ein Content Audit ist und wofür du ihn brauchst — aber wie genau funktioniert das? Hier erfährst du, wie ein Content Audit abläuft und was du alles dafür brauchst!

Die gute Nachricht ist, dass du mit den ganzen Prozessen nicht alleine auf dich gestellt bist. Es gibt Programme und Tools, die dir dabei helfen, den Ablauf deines Content Audit so schnell und einfach wie möglich zu gestalten.

Dein Content Audit beginnt bereits vor der eigentlichen Analyse. Es gilt also, gut vorbereitet, zu sein und zu wissen, worauf es ankommt und was du erreichen möchtest. Die Durchführung kann oft lange dauern, besonders, wenn deine Seite viel Content beinhaltet. Plane also genug Zeit ein!

Organischer Traffic auf deiner Website und bessere Rankings kommen nicht über Nacht. Wenn du bereit bist, deine Seite mithilfe eines Content Audits aufzuwerten, hast du aber bereits den ersten Schritt getan.

Content Audit in 5 Schritten

Die Analyse deiner Website wird in fünf Phasen unterteilt. So kannst du dich ganz leicht an diesen Schritten orientieren:

1. Deine Ziele

Der erste Schritt vor der Analyse deines Contents ist die Zielsetzung. Was möchtest du für deine Website erreichen? Was erhoffst du dir aus den Content Audit Resultaten? Eventuell weißt du schon in etwa, wo Problemstellen sein könnten und woran gearbeitet werden muss. Hier geht es darum, die konkrete und realistische Ziele zu setzen. 

Möchtest du den Traffic auf deiner Seite erhöhen und besser ranken? Oder möchtest du vielleicht einfach veralteten und unbrauchbaren Content recyceln oder loswerden? Oftmals ist ein Ansatz auch einfach eine andere Herangehensweise deines Unternehmens, die sich in den Inhalten auf der Seite widerspiegeln muss. 

In jedem Fall ist es wichtig, dass du genau weißt, was du erreichen möchtest. Nur so kannst du deine definierten Ziele in Angriff nehmen und deine Seite verbessern.

2. Quantitative Analyse

Nun kann die Analyse beginnen. Um einen besseren Überblick über die einzelnen Inhalte deiner Website zu bekommen, werden alle URLs in Tabellen eingetragen und aufgelistet. Somit stellst du sicher, dass du alle wichtigen Informationen auf einen Blick gesammelt betrachten kannst.

Hier erkennst du eventuell schon, welche Artikel Überarbeitung benötigen, wo sich doppelte Inhalte befinden oder welche Inhalte veraltet oder unbrauchbar sind. Denn genau das sehen potenzielle Kunden auf deiner Website. Deswegen ist es wichtig, zu erkennen, wie Kunden auf den Content reagieren, ob und wie sie damit interagieren.

Um die beste Übersicht zu haben, sollte für jeden Inhalt auf der Seite folgende Punkte in die Tabelle eingetragen werden: 

  • URL
  • Art des Inhalts
  • Überschriften (sowohl H1 als auch H2)
  • Meta-Description
  • Wortzahl des Beitrags
  • interne Verlinkungen
  • Datum der Veröffentlichung
  • Klicks
  • Kundenverhalten (Wie lange waren sie auf der Seite? Wurde interagiert/gehandelt?)

Smartphone-Display zeigt Content Audit Grafiken

3. Qualitative Analyse

In diesem Schritt geht es darum, die quantitative Analyse aus Schritt 2 zu bewerten. Welcher Content wird oft besucht und führt zu erhöhter Interaktion? Welche Seiten werden selten angeklickt oder kaum bis zum Ende durchgelesen? 

Alle Inhalte, die problematisch sind, können nun überarbeitet werden. Das kann vieles bedeuten — je nachdem, was dein Ziel ist und worauf du deinen Fokus legst. Ein Teil des Contents, der nicht gut abschneidet, kannst du entfernen. Einiges muss gegebenenfalls nur abgeändert und erneuert werden. Dies ist auch ein guter Zeitpunkt, um Content allgemein zu optimieren. 

Achte hier also auf den Ausbau von Keywords, deine vorgenommenen Änderungen und dein persönliches Ziel.

4. Auswertung

Dieser Schritt ist eng verbunden mit der qualitativen Analyse. Jetzt werden konkrete Veränderungen formuliert. Du überlegst dir, was genau du an den bestehenden Inhalten verändern möchtest. 

Hierbei kannst du wieder deine Tabelle verwenden. Füge für jeden Content eine neue Spalte hinzu und trage in diese ein, was mit dem Inhalt geschehen soll. Dabei kannst du die Änderung in drei Kategorien einteilen.

  1. Der Content ist gut und kann so bleiben
  2. Der Artikel muss geändert werden (optimieren, etwas hinzufügen/rausschneiden)
  3. Der Inhalt kann entfernt werden


Oftmals ist es hilfreich, farbliche Markierungen zu verwenden, um deine Tabelle übersichtlicher zu machen. So erkennst du später leichter, was genau du machen musst. Wichtig ist es hier auch, genau zu notieren, inwiefern der jeweilige Content angepasst werden müssen.

5.  Handeln

Jetzt kann es losgehen. Die ganze Vorarbeit ist geleistet und nun kann die Optimierung des Contents und deiner Website beginnen. Stelle dir einen Plan auf, in dem festgelegt wird, welcher Content priorisiert wird. Mit diesen Änderungen beginnst du und arbeitest dich langsam voran.

Besonders hier ist es von Vorteil, eine möglichst detaillierte Tabelle zu haben, da du immer wieder darauf zugreifen und nachsehen kannst, was an den Inhalten wie geändert werden muss. Bei einer relativ großen Website ist es schließlich fast unmöglich, sich das alles zu merken.

Diese Tools brauchst du

Du kannst für deinen Content Audit beispielsweise Excel Tabellen oder Google Sheets verwenden und die Daten alle einzeln eintragen. Das ist allerdings nicht nur mühselig, sondern dauert auch ziemlich lange. Deswegen gibt es eine Zahl von verschiedenen Tools, die dir bei dem Prozess helfen können.

Google Analytics

Google Analytics hilft vor allem dabei, das Kundenverhalten auf deiner Seite zu identifizieren. Darunter die Anzahl der Aufrufe des jeweiligen Contents, die durchschnittliche Sitzungsdauer und ob mit dem Inhalt interagiert wurde. Dieses Tool ist besonders wichtig und hilfreich, wenn du mehr Kunden erreichen und für mehr Traffic sorgen möchtest.

Google Search Console

Wie Google Analytics ist auch Google Search Console kostenlos. Beide Tools ergänzen sich gut, da Google Search Console überprüft, wie deine Website auf der Search Engine Results Page (SERP) ankommt und wie sie für einzelne Keywords rankt. Während Google Analytics also alles überprüft, was geschieht, während der Kunde deine Website besucht, hilft dieses Tool dabei, das Auftreten deiner Seite auf der Suchmaschine zu überprüfen. 

Screaming Frog

Screaming Frog ist ein Website Crawler, der hilft, Informationen bestehender Inhalte zu analysieren. Somit musst du Daten wie Überschriften, Wortanzahl oder Meta Description nicht selbst heraussuchen und in Tabellen eintragen. 

Smartphone zeigt Google-Suchergebnisse für analytics

Fazit 

Ein Content Audit kann unter verschiedenen Umständen sehr sinnvoll sein. Etwa, wenn du Änderungen deines Contents vornehmen möchtest, deine Website nicht mehr gut rankt oder Kunden seltener mit ihr interagieren oder aber auch einfach als regelmäßige Kontrolle. 

Anhand der fünf Schritte des Inhaltsaudits lässt sich ein Überblick darüber erstellen, welche Inhalte wirksam sind und welche überarbeitet werden müssen. Vor allem verspricht das Content Audit eine Verbesserung deiner Inhalte. Mit dieser Methode ist es möglich, die persönlichen Ziele deiner Website zu überwachen und aktuelle Informationen zu erhalten. Der Aufwand eines Content Audits lohnt sich also!

FAQ

Ist ein Content Audit Pflicht?

Nein, es besteht keine Pflicht zum Content Audit. Du solltest dennoch in Betracht ziehen, ein Content Audit durchzuführen, da es in vielerlei Hinsicht sinnvoll für dein Unternehmen sein kann.

Wie oft sollte man einen Content Audit durchführen?

Content Audits sollten in regelmäßigen Abständen durchgeführt werden. Je nachdem, wie häufig du Content für dein Unternehmen produzierst und publizierst, solltest du darauf achten, dass auch immer wieder Content Audits stattfinden.

Wie geht es nach dem Content Audit weiter?

Nach dem Content Audit fängt die richtige Arbeit erst an. Es geht nämlich danach darum, was du mit dem Content Audit machst. Wenn dein Content gut ausschaut, lässt du ihn bestehen. Bei unvollständigem, ausbaufähigem oder doppeltem Content solltest du diesen optimieren oder zusammenfügen.

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