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SEO

Bounce Rate

 März 25, 2021

By  Stephan Ilg

In Google Analytics werden dir viele Parameter zu deiner Website angezeigt. Unter anderem die Bounce Rate. Diese ist für die Suchmaschinenoptimierung (SEO) deiner Website ein wichtiger Indikator, denn er sagt dir, wo Verbesserungspotenzial auf deiner Seite liegt. Was genau die Bounce Rate ist und was dir eine Analyse dessen bringt, erkläre ich dir hier. 

Kind auf Sprungball hinterlässt Sprungspuren


1. Was ist die Bounce Rate

Die Bounce Rate zu deutsch die Absprungsrate, ist in der SEO ein wichtiger Parameter. Er beschreibt das Verhältnis von Nutzern, die die Website direkt wieder verlassen zu denen, die mindestens eine weitere Unterseite besuchen oder anderweitig mit der Website interagieren, wie zum Beispiel etwas herunterladen, aber sich auch eine bestimmte Zeit auf der Website aufhalten, da sie diese etwas lesen. 

Aber was sagt die Zahl aus? Im Allgemeinen gilt eine niedrige Zahl ist gut und eine hohe ist schlecht. Aber was ist zu hoch? 

Erst einmal die Zahl wird häufig prozentual wiedergegeben und lässt sich in Tools wie Google Analytics leicht nachsehen. 

Aber Vorsicht! Verwechsle die Bounce Rate nicht mit der Exit rate, also der Ausstiegsrate, denn diese gibt wieder, auf welcher Seite der Nutzer deine Website verlässt. 


2. Die Relevanz

Die Bounce Rate ist ein wichtiger Indikator, der dir im Allgemeinen anzeigt, ob deine Website Verbesserungspotenzial hat. Hierbei ist es aber wichtig, die Art der Websites zu unterscheiden. Denn je nachdem, welches Ziel eine Website verfolgt, desto unterschiedlicher kann die Interpretation der Zahl ausfallen.

Für Unternehmenswebsites, die Teil eines Customer Journeys sind und das Ziel einer Conversion verfolgen, sind niedrige Bounce Rates ein positiver Indikator. Blogseiten dagegen haben tendenziell eine höhere Absprungrate. Aus dem einfachen Grund, dass Nutzer nur diesen einen Blogbeitrag lesen, auf den sie durch externe Quellen wie Social Media oder Newsletter gekommen sind und die Seite dann wieder verlassen.


3. Gründe für Absprünge

Weshalb ein Nutzer die Seite schnell wieder verlässt, kann mehrere Gründe haben. Neben den schnell gefundenen Informationen, die gesucht wurden, wodurch das Ziel des Nutzers erreicht wurde, können aber auch technische Fehler der Grund dafür sein. In vielen Fällen ist es allerdings die Nutzerunzufriedenheit, die zu einer hohen Absprungrate führt.

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3.1 Falscher Content

Findet der Nutzer nicht die Antworten, die er sucht, dann wird woanders weitergesucht. Hierbei geht es nicht nur um die inhaltliche Betrachtung, sondern auch um die gestalterische Seite. Denn wenn der Beitrag, die Grafik oder das Video kreativ und ansprechend aufbereitet ist, dann ist die Nutzerzufriedenheit gleich wesentlich höher und die Absprungrate niedriger.

Es gibt Faktoren, die der Gestalter bei der Erstellung des Contents beachten sollte.

  • Ist der Inhalt passend für die Zielgruppe?
  • Werden die Fragen des Nutzers beantwortet?
  • Ist der Content frei von Fehlern und übersichtlich gestaltet?


3.2 Falsche Keywords

Nutzer geben in den meisten Fällen ihre Suchanfragen in Google ein. Dort werden kleine Snippets angezeigt, die kurz den Inhalt deiner Seite aufzeigen. Auf diese Snippets verlassen sich die Nutzer im ersten Augenblick und erwarten dann auch, dass das, was dort geteasert wurde, schließlich auch auf deiner Seite wiederzufinden ist.

Das heißt also, dass deine Keywords, Metadiscription und auch der Seitentitel mit dem Inhalt auf deiner Seite übereinstimmen sollten. Denn nur so hält sich der Nutzer länger auf deiner Website auf und dies führt somit zu einer niedrigeren Bounce Rate.


3.3 Fehlerhaftes Layout

Das Erste, was ein Besucher einer Website wahrnimmt, ist das Design und Layout. Dieser erste Eindruck von Farben, Schriftart, Bilder, Videos und Navigation entscheidet darüber, ob der Nutzer der Meinung ist, ob dort die Antworten zu finden sind, die gesucht werden. Denn eine unseriöse und/oder unübersichtliche Website wird tendenziell nicht zurate gezogen und somit wieder verlassen.


3.4 Unseriöse Website

Neben unstrukturiertem Content ist Werbung ein weiterer Grund für eine unseriös wirkende Website. Vor allem zu viel, die falsche oder penetrante Werbung wie Pop Ups erzeugen eine negative Nutzererfahrung.


3.5 Lange Ladezeiten

Durch den Umschwung von Desktop auf mobile Endgeräte (Tablet oder Handy) ist es inzwischen enorm wichtig, dass die Websites schnell laden. Denn nur wer seine Datenmenge niedrig hält, kann verhindern, dass deswegen abgesprungen wird.

Expertentipp: 

Insgesamt wird durch die Bounce Rate die Rolle der Nutzerzufriedenheit betont. Durch die Signale, die dir die Nutzer geben, kannst du erkennen, was du auf deiner Website optimieren musst.


4. Verbesserungsvorschläge

Um zu verhindern, dass eine hohe Absprungrate entsteht oder um diese zu senken, können verschiedene Maßnahmen getroffen werden.


4.1 Design/Layout

Da das Design und Layout das Erste sind, was der Nutzer wahrnimmt, muss dieses ansprechend gestaltet sein. Dazu gehört ein durchdachtes Farb- und Strukturkonzept.

Die Farben sollten zusammenpassen, aber dennoch Kontrast reinbringen. Außerdem sollte der Text durch Absätze, Überschriften und eventuell auch durch Bilder aufgelockert werden. So erhält der Nutzer schnell einen Überblick über den Inhalt.

Für die Seriosität einer Website spricht vor allem eine nicht verspielte Schriftfont. Also Comic Sans und schnörkelige Schriften vermeiden!

Beachte aber deine Zielgruppe. Denn der One-size-fits-all Ansatz gilt hier definitiv nicht. Starr und in Schwarz-Weiß gehaltene Seiten sind für Kinder und Jugendliche nicht ansprechend.


4.2 Content

Der Content ist der Grund, weshalb der Nutzer auf deine Seite kommt. Aus diesem Grund solltest du dafür sorgen, dass der Content so genau wie möglich die Intention des Nutzers abdeckt.

Damit du das erfolgreich machen kannst, musst du zum einen deine Zielgruppe und deren Suchintention kennen und deine Seite dementsprechend gestalten. Zum anderen sollte auch der Inhalt ansprechend verpacken werden.

Also neben Rechtschreibung und Grammatik sollte deine Website auch stilistisch interessant gestaltet werden. Denn werden die Fakten bei einem informativen Text lediglich aneinandergereiht, ist der Text in aller Regel schwierig zu lesen.

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5. Bounce Rate und SEO

Eine suchmaschinenoptimierte Website hat auch Einfluss auf die Bounce Rate. Denn die OnPage-Optimierung, Senkung von Ladezeit und die richtige Verwendung von Keywords senkt die Bounce Rate im Allgemeinen. Weiterhin kannst du mit passenden Metatiteln und Metadiscriptions, die die passenden Keywords enthalten, den Nutzer auf deine Seite aufmerksam machen. Sobald der Nutzer auf deiner Seite ist, kannst du mithilfe von passenden internen Links die Navigation deiner Seite vereinfachen.

Außerdem ist die technische Infrastruktur ein weiterer Faktor, der die Bounce Rate beeinflusst. Lange Ladezeiten oder gar Unerreichbarkeit ist ein K.O Kriterium für viele Nutzer.

Aber SEO hat nicht nur Einfluss auf die Bounce Rate, sondern auch anders herum hat die Bounce Rate Einfluss auf die SEO. Denn bleiben Nutzer auf deiner Seite länger und interagieren mit dieser auf irgendeiner Art und Weise oder besuchen diese Seite immer wieder innerhalb eines Zeitraumes, so gibt es Google den Hinweis, dass deine Seite für die Nutzer relevant und wichtig ist.

Es ist allerdings umstritten, ob die Bounce Rate direkten Einfluss auf das Ranking der Website in den SERPs hat. Da Google analysieren kann, wann und wie oft ein Nutzer auf eine Website geht und wann er wieder auf die Ergebnisseite zurückkommt, ist es wahrscheinlicher, dass die SERP-return-rate Einfluss auf das Ranking hat.


6. Fazit

Im Großen und Ganzen ist die Bounce Rate abhängig von Branche, Zielgruppe und Zweck der jeweiligen Website. Sie kann dir ein Indiz dafür geben, wie deine Website bei Nutzern ankommt. Durch verschiedene Maßnahmen wie Technik- Content und SEO-Optimierung kannst du gegen die Bounce Rate angehen. Denn auch wenn es nicht klar ist, inwieweit diese Einfluss auf das Ranking hat, gibt es Google ein Signal wie die Seite bei den Nutzern ankommt.

Stephan Ilg


Stephan ist SEO-Enthusiast, Diplomjurist und Unternehmer.

Neben seiner Arbeit als Co-Founder des Startups Backpackertrail und SEO-Brain hinter Werbepresse ist er Dozent für E-Commerce sowie Medienrecht an der Hochschule Fresenius. Seine Arbeitssprachen sind Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und Portugiesisch.

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