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Google Bewertungen

7 Strategien für mehr Google Bewertungen

 April 20, 2020

By  Stephan Ilg

Peter hat ein Problem. Gemeinsam mit seiner Freundin ist er erst kürzlich nach München gezogen und kennt sich noch nicht gut aus in der Stadt. Heute feiern die beiden ihren Jahrestag und Peter würde seine Freundin gerne zum Italiener einladen. Leider hat er noch keine Münchener Freunde, die ihm eine Empfehlung geben könnten.

Und so startet Peter seinen Browser, tippt bei Google „italienisches Restaurant München“ ein und liest sich die Google Bewertungen der verschiedenen Restaurants durch. Daraufhin trifft er seine Entscheidung: „Giovanni“ in der Altstadt hat fast durchgehend 5-Sterne-Rezensionen und davon sehr viele. Viele Reviewer schreiben, er habe faire Preise, eine freundliche Bedienung und ein ausgezeichnetes Tiramisu. Peter greift zum Handy und reserviert einen Tisch bei Giovanni.

An diesem Beispiel erkennt man, welche wichtige Rolle Google-Bewertungen in unserem Alltag einnehmen und wie wichtig sie für ein Unternehmen sind. Für das Marketing sind Rezensionen also nicht zu unterschätzen: Google-Nutzer treffen Kaufentscheidungen häufig ausschließlich aufgrund der Reviews, die bei der Suchmaschine abgegeben werden.

Ihr Vorteil: Sie sind authentisch, ehrlich und spiegeln das „wahre Gesicht“ eines Unternehmens wieder. Je mehr positive Google-Bewertungen ein Geschäft also hat, desto wahrscheinlicher fällt die Wahl auf seine Services. Doch obwohl viele Kunden mit den Produkten und Dienstleistungen sehr zufrieden sind, haben viele Unternehmen Schwierigkeiten, an Rezensionen zu gelangen. Wir beschreiben in diesem Artikel sieben Strategien, mit denen man unkompliziert mehr Google-Bewertungen generiert.


1. Das eigene Umfeld um Google-Rezensionen bitten

Aller Anfang ist schwer. Je weniger Reviews ein Geschäft auf Google hat, desto schwieriger wird es sein, neue zu erhalten. Wenn das Unternehmen im schlimmsten Fall – beispielsweise, wenn es gerade erst geöffnet hat – noch gar keine Bewertungen aufzeigt, ist es umso schwerer, den Ball ins Rollen zu kriegen. Denn wer spielt schon gerne Pionier und schreibt die allererste Google-Rezension für einen Friseursalon? Der Mensch fühlt sich nun einmal am wohlsten im Rudel. Je mehr Reviews unter den Kontaktdaten zu finden sind, desto niedriger ist die Hemmschwelle, selbst noch eine hinzuzufügen.

Daher lautet der erste Tipp für Geschäftsinhaber: Freunde, Familie und Umfeld nach Google-Bewertungen fragen. Diese Menschengruppe ist dem Unternehmen gegenüber (meistens) wohl gesonnen und wird entsprechend positive Rezensionen abgeben. Zudem ist sie in der Regel einigermaßen gut über die Produkte und Dienstleistungen informiert und kann detaillierte Angaben machen, die anderen potentiellen Kunden weiterhelfen. Allerdings sollte die Geschäftsleitung darauf achten, die Google-Reviews nicht zu „diktieren“. Solche Texte können schnell unnatürlich und „gekauft“ wirken. Personen aus dem Bekanntenkreis sollten daher möglichst eigenständig formulieren. Sogar Rechtschreibfehler sollten erlaubt sein, sie machen Bewertungen authentisch.


2. Stammkunden nach Google-Bewertungen fragen

Handelt es sich beim eigenen Geschäft um eine alteingesessene Filiale, gibt es einen weiteren Personenkreis, den man um Bewertungen fragen kann. Stammkunden sind – logischerweise – auch zufriedene Kunden, die gerne die Produkte und Dienstleistungen eines Geschäfts in Anspruch nehmen. Es wird also nicht schwer fallen, sie um eine „kleine Gegenleistung“ in Form einer Google-Rezension zu bitten. Zumeist kommuniziert man mit Stammkunden auf einem freundlichen bis freundschaftlichen Niveau.

Die Bitte um eine Bewertung lässt sich also leicht in ein Gespräch integrieren und wirkt nicht allzu aufdringlich. Außerdem lässt sich zufriedenen Kunden gegenüber ein weiterer Hebel nutzen: Sie sind am Fortbestand des Geschäfts interessiert. So kann man ihnen verdeutlichen, dass gute Reviews für mehr Kunden sorgen und auf diese Weise langfristig ihr geliebtes Frühstücks-Café erhalten. Ein Grund mehr, in die Tasten zu hauen! Ein kleines Sahnehäubchen für Stammkunden: Gibt man den Namen des Geschäfts bei Google ein, erscheint ihr Name vielleicht darunter. Wer sich mit einem Unternehmen identifiziert, freut sich darüber.


3. Google-Rezensionen prominent auf der Website zeigen

Wer bereits einige gute Bewertungen auf Google zu vermelden hat, sollte mit diesen nicht hinterm Berg halten und sie auch andernorts zeigen. Gerade Unternehmen, die ihre Produkte und Services hauptsächlich online anbieten, haben hierfür naturgemäß eine geeignete Plattform: die eigene Webseite. Dort können bisherige Rezensionen implementiert und prominent auf der Startseite platziert werden (beispielsweise als „Das denken zufriedene Kunden über uns: …“).

Bei diesem Tipp sind zwei Vorteile hervorzuheben. Erstens: Neukunden und Personen, die prinzipiell am Geschäft interessiert sind, werden positiv beeinflusst. Nicht nur, dass sie sich durch die guten Google-Reviews wahrscheinlicher für den Kauf entscheiden – die Bewertung einer Webseite durch dritte, unabhängige Gleichgesinnte lässt die Webseite selbst transparenter und damit sympathischer wirken. Zweitens: Auch Kunden, die die Homepage oder den Online-Shop bereits zum wiederholten Male besuchen, werden durch die implementierten Google-Rezensionen vielleicht erst darauf aufmerksam, dass die Möglichkeit einer eigenen Bewertung besteht. So macht man mit der Darstellung der Kunden-Texte nicht nur Werbung für die eigenen Produkte, sondern generiert gleichzeitig mehr Google-Bewertungen. Eigenlob stinkt, aber Fremdlob macht authentisch!


4. Google-Reviews prominent „offline“ bewerben

Viele lokale Läden sind natürlich online längst nicht so präsent und aktiv wie reine Webshops. Hier zählt die Meinung der Menschen, die tagtäglich vor Ort einkaufen oder Dienstleistungen in Anspruch nehmen. Diese sind mit der Qualität der Produkte, dem Know-How der Angestellten oder dem Ambiente im Restaurant vielleicht überaus zufrieden. Jedoch vergessen sie ihre Zufriedenheit häufig schon wieder auf dem Weg zum Parkhaus.
Deshalb gilt es, positive Emotionen der Kunden noch vor Ort in Google-Bewertungen umzuwandeln. Das lässt sich schon mit einem simplen Aufsteller an der Kasse oder auf dem Weg nach draußen erreichen („Haben Sie ein Google-Konto? Dann bewerten Sie doch unseren Service!“). Hierbei muss es dem Kunden so leicht wie möglich gemacht werden: Am besten gibt man einen QR-Code oder einen kurzen Link an, der direkt zur Google-Bewertungsmaske führt. Auch das Sensibilisieren der Angestellten kann hilfreich sein: Wenn ihnen ein besonders glücklicher Restaurantbesucher auffällt, sollten sie ihn beim Nachtisch auf die Google-Rezensionen ansprechen.

Expertentipp: 

Google-Rezensionen verhelfen deinem Unternehmen zum Erfolg und lassen es seriöser wirken. Mit der richtigen Strategie kannst du in nur kurzer Zeit genügend positive Bewertungen einholen.  


5. Zum richtigen Zeitpunkt nach Bewertungen fragen

Wenn es darum geht, Google-Bewertungen bei Kunden zu erfragen, ist das richtige Timing nicht zu unterschätzen. Nehmen wir einmal Peter vom Beginn des Textes als Beispiel: Fragt Giovanni ihn bereits beim Betreten des Restaurants nach einer Review, empfindet er das im Zweifel als aufdringlich und unhöflich. Bekommt er allerdings erst fünf Wochen nach dem Jahrestag eine Mail mit der Bitte um eine Rezension, kann er sich wohl kaum noch an die Einzelheiten des Besuchs erinnern. Im schlimmsten Fall verwechselt er Giovannis Weltklasse-Tiramisu sogar mit der versalzenen und lauwarmen Pizza bei „Toskana“ und gibt ihm versehentlich eine schlechte Google-Bewertung.


Der richtige Zeitpunkt ist deshalb wichtig. Gerade Online-Businesse haben vielerlei Möglichkeiten, Kunden zu exakt abgestimmten Zeitpunkten nach dem Kauf um eine Review zu bitten. Dies kann zum Beispiel in Form eines Newsletters oder Chatbots geschehen. Hierbei hat sich ein Zeitraum von zwei bis drei Tagen nach der Interaktion als besonders effektiv erwiesen. Jedoch ist das richtige Timing auch stark von der jeweiligen Branche abhängig. Handelt es sich beim erstandenen Produkt um eine hochkomplexe Software, kann der Kunde vielleicht erst nach einigen Tagen bis Wochen beurteilen, wie zufrieden er damit ist. Geht es allerdings um einen Restaurantbesuch bei Giovanni, ist eine Bewertung am selben Abend sinnvoll und oft gar nicht anders zu bewerkstelligen.

6. Der Ton macht die Musik: Richtig nach Google-Bewertungen fragen

Genau wie das Timing ist die Art und Weise, wie ein Dienstleister um Google-Rezension bittet, ausschlaggebend für den Erfolg. Sowohl beim persönlichen Gespräch als auch bei der schriftlichen Anfrage sollten Geschäfte darauf achten, nicht um den heißen Brei herumzureden. Ganz davon abgesehen, dass dies zeitaufwendig ist und zu Missverständnissen führen kann, wirken Mitarbeiter dadurch unsicher, was für Kunden unangenehm sein kann. Ein direktes Ansprechen des Anliegens ist also essenziell.

Auch sollte die Anfrage nicht zu passiv und hilfsbedürftig wirken („Ohne mehr Google-Bewertungen gehen wir vor die Hunde, bitte helfen Sie uns!“). Ein kurzer, prägnanter Hinweis auf die Reviews - ob mündlich oder schriftlich – reicht zumeist und erspart sowohl dem Personal als auch den Kunden unangenehme Situationen.


7. Google-Bewertungen belohnen

Jeder freut sich über Geschenke. Dieses Wissen können Unternehmen für sich nutzen, wenn es um die Generierung von mehr Google-Rezensionen geht. Denn Online-Kritiken können belohnt werden! Wie wäre es zum Beispiel, wenn Giovanni für jede neue Bewertung einen Gutschein über ein kleines Gratis-Tiramisu vergibt? Damit schlägt er gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Erstens steigt die Motivation seiner Gäste, nach dem Restaurantbesuch eine Rezension zu schreiben. Dadurch erhält sein Restaurant mehr Google-Bewertungen.


Zweitens wird ein Kunde, der einen Gutschein besitzt, sehr wahrscheinlich wiederkehren und beim nächsten Besuch vermutlich mehr als nur ein Gratis-Tiramisu verzehren. Natürlich sind neben Gutscheinen auch Gewinnspiele als Anreiz denkbar („Wer vom 01. Juni bis 30. August eine Google-Bewertung abgibt, kann ein Candlelight-Dinner mit Giovanni persönlich gewinnen!“).


8. Google-Bewertungen kaufen? Nein, danke!

Passiv auf mehr positive Rezensionen zu warten, wird niemanden weit bringen. Hierbei gilt jedoch ein wichtiger Grundsatz: keine Google-Bewertungen kaufen! Dies sieht einerseits der Google-Algorithmus nur sehr ungern und zeigt das betroffene Geschäft bei Suchanfragen weiter unten oder gar nicht an. Andererseits lassen sich gefälschte Rezensionen schnell als solche enttarnen und werfen ein sehr schlechtes Licht auf das Unternehmen. Wer um ehrliche und natürliche Google-Bewertungen bemüht ist, wird dagegen belohnt. Hierbei ist Authentizität wichtig: Die Frage nach einer Review sollte ganz natürlich in den Kauf- oder Dienstleistungsprozess eingebunden werden. Auf generelles von Kunden ausgesprochenes Lob sollte direkt reagiert und um eine Rezension gebeten werden.
Wie in so vielen Lebens- und Geschäftsbereichen gilt auch bei der Aufgabe, mehr Google-Bewertungen zu erreichen: Wer proaktiv handelt, hat seiner Konkurrenz gegenüber einen klaren Vorteil!

Stephan Ilg


Stephan ist SEO-Enthusiast, Diplomjurist und Unternehmer.

Neben seiner Arbeit als Co-Founder des Startups Backpackertrail und SEO-Brain hinter Werbepresse ist er Dozent für E-Commerce sowie Medienrecht an der Hochschule Fresenius. Seine Arbeitssprachen sind Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und Portugiesisch.

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